Dienstag, den 14. Februar 2012.
Heute vormittag wollen wir einen Einkaufsbummel durch Koror machen. Der Weg vom Rose Garden zum Zentrum ist weit. Wir lassen uns von einem Angestellten des Hotels hinunterfahren. Mr. Cornflakes möchte zuerst zu einem großen Hotel gebracht werden, weil er hofft, dort einen Sonnenstrand zu finden. Am Rande von Koror haben wir bisher keinen guten Platz zum Sonnen und Schwimmen gefunden. Das fehlt uns aber.
Vor dem 5-Sterne-Hotel liegt ein geschmackvoll angelegter Park mit blühenden Hibiskussträuchern und anderen tropischen Gewächsen. Uns fällt sofort der große fächerförmige Baum auf. Wir sehen solch' ein prächtiges Exemplar zum zweiten Mal. Das erste Mal stand er im Park unseres Hotels auf der Insel Bali. "Baum der Reisenden" wird er genannt, weil er seine Blätter gewöhnlich in Ost-West-Richtung entfacht. Also gewissermaßen ein botanischer Kompass für den Reisenden. Er gehört zur Familie der Strelitziengewächse und hat seine ursprüngliche Heimat auf Madagaskar.
Einige Monolithen sind aufgestellt. Ob diese nun Originale sind, wissen wir nicht. Im Norden der großen Insel Babeldoab solle es einen Ort geben, wo sie seit vorchristlicher Zeit stehen und von mythologischer Bedeutung sind.
Den Strand haben wir immer noch nicht gefunden. Frank geht deshalb zur Information und erkundigt sich, ob er sich an der Beach des Hotels ausstrecken darf. Das darf er, aber nur gegen eine ordentlich hohe Dollargebühr. Mitnichten,wir verzichten.
Weiter geht's zur Geschäftsstraße. Im Postamt kaufen wir Ansichtskarten für unsere Freunde und Bekannte. Wir schauen in mehrere Souvenirshops hinein und entdecken in einem - sage und schreibe - das Büro der deutschen Honorarkonsuls. Gerne hätten wir ihm die Hand geschüttelt. Leider ist er nicht da. Ob das die einzige deutsche Vertretung in Palau ist? Ich wage, das zu bezweifeln.
Jetzt lenken wir unsere Schritte einem bedeutsamen Geschäft entgegen. Hier gibt es eine Schneiderei und sicherlich auch Stoffe. Ich habe nämlich den Wunschauftrag von meiner lieben Jutta bekommen, ihr mehrere farbenprächtige Meter mitzubringen für einen Kimono. Mit dem guten Rat von Mr. Cornflakes entscheide ich mich für riesige weinrote Rosen auf Blau. Na, da wird mein Herzblatt aber Augen machen.
Zu Mittag essen wir in einem indischen Restaurant ganz nobel. Frank wählt Garnelen in Tomatensoße und gewürzten Reis. Ich bestelle mir geschmorte Auberginen. Dazu frisch gebackenes. mit Zwiebeln gefülltes Fladenbrot. Als Getränke für mich Eistee und für Mr. Kornflocke Virgin Margaritha ohne Alkohol.
Danach, am Nachmittag, trennen sich unsere Wege. Frank hat einen Termin im Massage-Salon. Davor wollen wir uns wieder treffen. Ich schlendere durch die Seitenstraßen mit hübschen Häusern und ab und zu sehr schönen, kleinen Vorgärten.
Eine Frau zeigt mir voller Stolz ihre jungen, selbst gezogenen Kokospalmen in Töpfen. Das finde ich lustig und seltsam, weil drumrum die schönsten Liliengewächse blühen. Naja. jeder hat seine eigenen exotischen Vorlieben. Wenn es nicht gerde "Kare Kare" ist... Kare Kare
Von Franks Salon bin ich schon sehr weit weg. Zu meiner Freude komme ich auf ein architektonisch eigenwilliges Haus zu,
Insulanerarchitektur, modern aber in Stein. Es ist das ETPISON-Museeum. Und dort gehe ich rein, denn ich habe noch anderthalb Stunde Zeit bis zum Treff....
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