Wednesday, 4. january 2012 3 04 /01 /Jan. /2012 13:02

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Über die Wintermonate mache ich eine Blogpause. Allen meinen Freunden und Besuchern wünsche ich eine gute Zeit und - wenn Petrus so will - vielleicht doch noch einige weiße Schneeflocken.

Auf ein Wiedersehen im Frühjahr, wenn die Knospen springen!

von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche - Community: Sprechen durch Schreiben
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Sunday, 1. january 2012 7 01 /01 /Jan. /2012 16:59

 

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Am Wurlseestrand im Januar 2012.

 

 

Neujahr

 

Warmes Grün sprießt auf Wiesen und Flur.

Kein kaltes Weiß über schlafender Stille.

Zeichen der Hoffnung erwachender Natur?

So werde Hoffnung zu menschlichem Wille.



Vorsätze zu schmieden nach besserer Art.

Weniger Streben nach Reichtum und Macht.

Mehr behüten, was nach Leben strebt zart.

Und verändern voller Sorgfalt und Bedacht.



Großes erstreben ohne Kleines zu zerstören.

Neues erbauen ohne Schulden zu machen.

Öfter mal auf die Stimme des Herzens hören.

Und Armut verwandeln in glückliches Lachen.



Leben in Superlativen ist wohl Lug und Trug.

Die Welt gedeiht besser in bescheid'ner Weise

und sehnt sich nach Tönen weniger laut, eher leise.

Der Mensch an sich ist Superlativ genug.

 

Allen meinen Freunden in der Nähe und in der Ferne wünsche ich Gesundheit, Glück und Freunde im Neuen Jahr.

von anais - veröffentlicht in: Meine Gedichte - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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Friday, 30. december 2011 5 30 /12 /Dez. /2011 18:08

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Bevor wir am Silvesterabend Pfannkuchen, gefüllt mit Pflaumenmus, essen, vielleicht auch Bockwurst mit Kartoffelsalat und geistige Getränke genießen, sollten wir bedenken, zur Mittagszeit etwas Sanfteres für den Magen zu uns zu nehmen.

Ich habe mich an frühere Zeiten erinnert, als Mutter Quetschkartoffeln und gebratenes Bauchfleisch machte. Die Soße kam in die Mitte des Kartoffelpürees. Das ließ sich fein essen.

Deshalb habe ich seit langem wieder einmal Quetschkartoffeln, gewählt und dazu Kalbfleischpilze, wie die Austernseitlinge auch genannt werden, gebraten. Die Quetschkartoffeln habe ich aus gekochten Salzkartoffeln mit etwas Milch zubereitet. Hinterher habe ich erfahren, man sollte etwas Muskatnuss und Butter hinzugeben. Die eingefrorenen Austernseitlinge habe ich aufgetaut, etwas ausgedrückt und in schmale Streifen geschnitten. Mit geschnittener Zwiebel, viel Knoblauch und Schinkenwürfel, Salz und Pfeffer habe ich sie in Bio-Rapsöl so lange braten lassen, bis sie etwas gebräunt und knusprig wurden. Die Soße habe ich mit saurer Sahne verfeinert.

Nun konnte ich das Mittagsgericht in althergebrachter Weise anrichten: in der Mitte einen Quetschkartoffelvulkan mit einem heißen, pikanten Soßensee und drumrum die Lavabrocken in Form der Kalbfleischpilze. Ein paar geschnittene Tomaten gaben der kulinarischen Vulkanlandschaft Farbe. Es hat vorzüglich geschmeckt.


                                                   Geistiger Quetschkartoffel-Erguss

Nach dem Essen habe ich über die Quetschkartoffeln nachgedacht. Nun, bei uns in der Familie, heißen sie

so. Aber auch nicht bei jedem. Ich muss mal meine liebe Jutta fragen, welche Namen sie kennt. Meine Neffen und Nichten haben in Familien von weither eingeheiratet. Wer weiß, wie sie zu meinen Quetschkartoffeln sagen würden.

In einem angeregten Disput kämen vielleicht solche Gedanken zutage:Weil Mutter die vielen Salzkartoffeln - wenn ich mich recht erinnere - mit der hölzernen Reibekeule zerkleinert hat, könnten sie gleichwohl Reibekartoffeln genannt werden. Wir zerstampfen die Kartoffeln mit dem Kartoffelstampfer. Somit besteht die Berechtigung, sie als Stampfkartoffeln zu bezeichnen. Da fällt mit auf, dass ich sie ebenfalls Stampfkartoffeln nennen sollte. Weshalb aber Quetschkartoffeln? Wahrscheinlich rührt es daher, dass Mutter die Kartoffeln mit der Reibekeule zerquetscht hat. Dann sollte die Keule aber Quetschkeule heißen. Nicht wahr?

Irgendwo habe ich das Wort Kartoffelmus gehört. Na, dass könnte gefährlich werden. Weil Mus doch aus Früchten hergestellt wird und nicht aus Knollen. Es sei denn, die feinen Knollen werden in solchen Gegenden Erdäpfel genannt. Aber dann sind sie noch lange keine Früchte den Äpfeln gleich. Natürlich! Die Kartoffeln tragen auch Früchte, grüne Beeren. Vielleicht sollte davon das Kartoffelmus gemacht worden sein. Das kann ich mir kaum vorstellen, weil diese Namensüberlieferer sehr schnell ausgestorben wären mit Mann und Maus. Also, das machen wir lieber nicht.

Ach, da sehe ich die Überschrift des Artikels: Kartoffelpüree. Püriert Ihr die gekochten Kartoffeln mit dem Pürierstab? Wie macht Ihr das, wenn viele hungrige Münder am Mittagstisch sitzen?

Immer wieder neue Fragen. Das Thema scheint auszuufern. Ziehen wir in unsere Überlegungen noch mit ein, wie unterschiedlich die Knollen in deutschen Landen genannt werden, was wird dann aus den Quetschkartoffeln?

Im Plattdeutschen, zumindest bei den älteren Zeitgenossen hier, heißen sie Tüften - also Quetschtüften... Um den geistigen Tüfteneskapaden ein Ende zu setzen, bleibe ich bei dem, was hier gesagt ist. Es sei denn, Ihr lieben Leser, habt zu den Quetschkartoffeln etwas hinzu zu fügen. Bitte sehr!

Allen meinen Freunden und Besuchern wünsche ich einen stampf-, reibe und quetschfreien, glatten und fröhlichen Rutsch in das neue Jahr!

Aber wie der Kartoffelbrei von richtigen Kennern zubereitet wird, lest Ihr in den Kommentaren von Katharina link , Xammi link , und Reinhold link . Schaut auch bitte auf ihre interessanten Blogs!

 

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Natur und Wissenschaft
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Thursday, 29. december 2011 4 29 /12 /Dez. /2011 10:33

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Ernstes, Amüsantes und Pikantes von Einst und jetzt“ habe ich die Sammlung meiner Gedichte und Geschichten genannt. Sie umfasst 39 Gedichte und 34 Kurzgeschichten, die ich aus eigenem Erleben oder von anderen erlauscht niedergeschrieben habe. Orte der Handlung sind mein Heimatort Lychen mit seiner reizvollen Umgebung und etwas Berlin in einigen Gedichten. Die Kurzgeschichten bringen in Episoden und Erlebnissen aus meiner Kindheit und Jugend das Leben in unserer uckermärkischen Kleinstadt in den 1940er bis 1950er Jahren in Erinnerung. Ein wenig Phantastisches und Sagenhaftes ist dabei. Mögen es alle kleine Erzählungen am Rande sein, so lassen sie doch Heimatgeschichte aus neuerer Zeit bildhaft erscheinen. In den Gedichten habe ich versucht, meine Empfindungen für Natur, Landschaft, Kuriositäten. Spaßiges und Bemerkenswertes im menschlichen Zusammenleben auszudrücken.

Entstanden ist fast alles auf meinem Blog im Internet über einen Zeitraum von ca. vier Jahren. Solch' ein Blog ist nicht viel mehr als eine elektronische Zeitschrift. Die Beiträge werden, wenn noch frisch, öfter von Freunden und Besuchern gelesen und kommentiert. Liegen sie weiter zurück, geraten sie in Vergessenheit. Deshalb habe ich die Gedichte und viele Geschichten kopiert, auf einer Arbeitsseite noch einmal redigiert und ausgedruckt. Die hier abgebildeten Fotos sind vom ersten Ausdruck. Da sind die geraden Seitenzahlen falsch gesetzt. Das habe ich korrigiert. Es zeigt aber, auf wieviele Kleinigkeiten zu achten ist.

Die ersten vier Exemplare habe ich als Thermo-, und Ringbindung im A4-Format herstellen lassen. Thermobindung sieht vielleicht besser aus. Das Buch lässt sich aber nicht voll aufklappen. Bei der Ringbindung geht es, sieht aber nicht so professionell aus.

Drucke ich die 105 Seiten mit je einem Bild in Farbe auf meinem Drucker aus, so ist das sehr zeitaufwendig. Zudem verbrauche ich für jedes Exemplar ca. 5,00 Euro an Tinte. Einband und Bindung kosten hier 2,50 Euro pro Exemplar. Deshalb werde ich mich nach einem Copy-Shop umschauen, der preisgünstig ist, falls nach der Vorstellung des Bandes in Lychen auf dem Historienstammtisch, in der „Neuen Lychener Zeitung“ und hier auf meiner Website Interesse besteht, den Band zu erwerben.

Über das Eingabefeld „Kontakt“ ist die Vorbestellung möglich.

 

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von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Sprechen durch Schreiben
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Friday, 23. december 2011 5 23 /12 /Dez. /2011 16:30

 

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                            Meine kleine, wahre Weihnachtsgeschichte

 

Schon in den ersten Dezembertagen wurde ich ganz kribblig. Als Erstes, wenn ich aus der Schule nach Hause kam, fragte ich meine Mutter: „Ist heute schon das Paket gekommen?“Meine Mama schüttelte den Kopf: „Noch nicht.“ So setzte sich die Fragerei fort, bis ich eines schönen Tages im Adventsmonat das lang ersehnte Paket auf dem Küchenstuhl stehen sah. Mutter hatte es noch nicht geöffnet, denn diese Freude sollte mir vorbehalten sein.

Na, da ist es ja endlich,“ lachte ich, warf die Schulmappe in mein Zimmer und kehrte in die Küche zurück, um das Paket zu öffnen. Es kam jedes Jahr einmal vor Weihnachten von Tante Friedel von weither, aus München. Also machte ich es auf und nahm nach und nach, eines nach dem anderen heraus. Das meiste interessierte mich nicht so sehr, denn das waren Lebens- und Genussmittel, die in der Küche zur Vorweihnachtszeit vonnöten waren, die es aber bei uns im Osten nicht gab. Zwei Päckchen Rosengries, ein Päckchen Mondamin, jede Menge Backpulver von Dr. Oetker, feiner Bohnenkaffee, Kakao, Puderzucker, Rosinen und Zitronat. Als ich die Rosinen herausnahm, dachte ich sogleich daran, wann ich davon heimlich naschen könnte.Meistens lag noch ein Pullover drin, der mir nicht gefiel.

Ein, manchmal auch zwei bunte Beutel sollten auf alle Fälle mir gehören. Ich fragte vorsichtshalber mit bittenden Blick: „Mama, die darf ich doch haben, ja?“ Mutter schaute hin: „ Aber nicht gleich alle auf einmal essen!“ Es waren meine geliebten Waffeleier mit der leckeren Kremfüllung – Schoko und Vanille. Ich war glücklich. Das Paket hatte seinen Zweck für mich erfüllt.

Mutter machte sich die nächsten Tage ans Kuchenbacken. Hefe gab es hier beim Bäcker in der Stadt. So bereitete sie mit den Rosinen, dem Zitronat und dem Puderzucker den Weihnachtsstollen vor. Bei uns war der Weihnachtsstollen weiblich und hieß „Stolle“. Bis zum Weihachtsfest wurde der in ein Küchentuch gewickelt und weggelegt.

So blieben noch einige Tage bis zum Heiligen Abend. Schneeflocken wirbelten durch den Wind ,und wir konnten auf unseren abschüssigen Straßen in Lychen Schlitten fahren. Besonders beliebt war die Kirchstraße, weil sie am meisten Gefälle hatte. Über dem Kopfsteinpflaster lag eine Schneedecke. Wir rodelten sie glatt. Das Tollste allerdings waren die Abflüsse von zwei Häusern direkt hinein in die Straßenrinne. Das Schmutzwasser gefror sofort und bildete eine lange Eisbahn. Da sausten wir am schnellsten herab. Mussten aber aufpassen, dass wir rechtzeitig die Kurve bekamen, denn sonst wären wir mit Schlitten und Kopf an unserer oder Schmidts Hauswand gelandet.

Früh setzte die Dämmerung ein. Durchnässt kehrte ich nach Hause zurück. Sofort hatte ich mir trockene Sachen anzuziehen. Die Jacke hängte Mutter in den Hausflur, weil sie ganz entsetzlich roch.

Ich nahm mir mein funkelnagelneues Motorrad und fuhr damit auf dem Tisch hin und her. Das hatte Tante Friedel ebenfalls ins Paket gelegt. Es war aus Blech und kam aus Amerika. „Wenn ich groß bin“, dachte ich bei mir, „muss ich ein solches Motorrad haben.“

Zur Zeit hatte ich jedoch nicht einmal ein Fahrrad. Das wünschte ich mir insgeheim von Herzen. Vater hatte sein Vorkriegsrad, das er täglich brauchte, wenn er als Maler zur Arbeit fuhr. Ein Kaputtes und Verrostetes stand im Schuppen. Als ich dort wieder einmal hineinschaute, war es verschwunden.

Endlich war der Heilige Abend da. Mutter hatte den ganzen Vormittag in der Küche zu tun. Vater, mein Bruder und ich stellten den Tannenbaum auf. Wir schmückten ihn mit bunten Kugeln und hingen viel Lametta dran. Brennende Kerzen sollte er haben. Elektrische gab es damals noch nicht.

Nachmittags, gegen 17.00 Uhr, wenn zum ersten Mal die Kirchenglocken läuteten, hatten wir Jungen aus dem Wohnzimmer zu verschwinden. Weihnachtsmann und Christkind bereiteten den Gabentisch vor.

Als die Uhr sechs schlug, durften wir eintreten. Der Weihnachtsbaum leuchtete im festlichen Glanz seiner Kerzen. Ich schaute hin und klatschte in die Hände. Vor dem Tannenbaum stand mein Fahrrad! Funkelnagelneu sah es aus. Mit Gesundheitslenker, Lampe und Gepäckständer. Liebevoll strich ich mit der Hand über das Metall. Dunkelgrün schimmerte es. Vater hatte es mit Meisterhand lackiert, der Lenker war mit Silberbronze gestrichen. Wunderschön!

Bei Kartoffelsalat und Würstchen vom Fleischer erzählte mir Vater, woher er das Fahrrad hatte. Gekauft hatte er es nicht, denn so etwas gab es noch nicht im Handel: „Du kennst doch Hermann Mante. Der repariert alte Fahrräder. Und - er baut auch aus alten Teilen ein Neues zusammen. Ich habe ihm unser kaputtes Rad hingebracht. Die fehlenden Teile hatte er selbst besorgt und das Rad für Dich montiert. Ich musste es vormittags, wenn Du in der Schule warst, abschleifen. Dann habe ich es gestrichen.“

Ganz hinten in seiner Malerwerkstatt hatte er es versteckt. Da ging ich selten rein und konnte es so vorher nicht entdecken.

Trotz Eis und Schnee stieg ich am ersten Feiertag auf mein Rad und fuhr die Vogelgesangstraße auf dem Bürgersteig entlang. Mir schien, als sei die Welt näher an mich heran gerückt und wartete darauf, dass ich sie entdeckte.



Mit dieser kleinen, wahren Weihnachtsgeschichte möchte ich allen meinen Freunden, Bekannten und Besuchern ein frohes und gesundes Weihnachtsfest wünschen!

 

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von anais
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