











"Kohlmeisenlied"
Ganz oben in der Erle,
da singt ein Meisenhahn
das Lied vom "Frühling, Frühling",
der neu wird aufgetan.
Liegt auch in weiten Landen
noch sehr viel Schnee und Eis,
der Winter geht zu Schanden,
weil es die Meise weiß.
Drum singt sie ruhig weiter
ihr kleines Liebeslied
vom "Frühling, Frühling, Frühling" -
bis alles wieder blüht.
Herbert Hahn (1901 - 1991), Lenkawa, 1942.
Anmerkung: Herbert Hahn, Vater von RoseM, verfasste u. a. dieses kleine Gedicht, als er mit 40 Jahren als einfacher Soldat und Andersdenkender an die Ostfront geschickt wurde. Immer in der
Hoffnung und Zuversicht, dass der Krieg wie der Winter zu Schanden geht und der Frieden wie der Frühling zurückkehrt.
Welch' freudige Überraschung! Der Lychener Historienstammtisch
erhielt dieser Tage einen viel versprechenden Brief von der SPD, Unterbezirk Uckermark! Das gab's ja noch nie, wo wir schon sechs Jahre lang emsig unsere Ortsgeschichte beackern. Mit
Ausnahme unserer CDU-Ortsgruppe/Senioren hat sich bisher keine Partei für uns interessiert. Das sind doch sonnige Aussichten, weil am 28. Februar 2010 der Landrat für die Uckermark direkt vom
Volk gewählt wird. Und so hat der SPD-Kandidat sich unter seinem Slogan "Ackern für die Uckermark" auch an die ehrenamtlich Aktiven gewandt, weil er meint, das von ihnen Geleistete wäre
unbezahlbar. Aber er honoriert es - mit Hochachtung und Dank. Und weil er "Ackern für die Uckermark" allein nicht zu schaffen meint, braucht er Verbündete. Und nun können wir in einer
Gesprächsrunde mit dem Brandenburger Minister für Bildung, Jugend und Sport im Prenzlauer Dominikanerkloster schon die ersten Pläne schmieden, weil der seniorenfreundliche Kandidat für das
Landratsamt die Akteure vor Ort in die "Beackerung der Uckermark" mit einbeziehen will. Da kommt wohl bald eine Menge harter Arbeit auf die Rentner zu. Aber dafür freuen wir uns natürlich wieder
auf Hochachtung und Dank! Aber vielleicht kommt es noch besser? Regelmäßig wird er hoffentlich beim Historienstammtisch nachfragen: "Wie bestreitet Ihr denn Eure Ausgaben für
Veröffentlichungen, Telefongespräche, Papierbedarf, Druckerpatronen usw.? Wie hat Ihr denn das die ganzen Jahre lang ohne Unterstützung der SPD schaffen können?" Wenn wir ihm darauf hin diese
Fragen ganz bescheiden beantworten, wird er sich sicherlich was Förderliches für uns einfallen lassen. Also - ich glaube an ihn! Aber andererseits frage ich mich immer wieder: Weshalb kommt er
erst jetzt, kurz vor Landratswahl, auf diese Idee? Weshalb hat er nicht schon mal früher einen Genossen zum Stammtisch entsandt? Vielleicht will er auch was ganz anderes? Also - ich bin doch
politisch ein so unbeschlagenes Blatt. Da muss ich mich jetzt unbedingt telefonisch mit meine über zwanzig Stammtischteilnehmern in Verbindung setzen und sie über die Gesprächsrunde am 12.
Februar im Dominikanerkloster informieren, denn die nächste Stammtischrunde ist erst - wie immer - Ende des Monats. Und - es eilt doch!! Werden wir alle mit unseren Pkws dahinfahren?
Oder mieten wir uns einen Buss? Das ginge eigentlich, denn die Renten sind schon aufs Konto überwiesen. Mal hören, was unsere klugen alten Lychener dazu meinen.
Ach, fast hätte ich es vergessen! Die Kandidatin der FDP für das Bürgermeisteramt in Lychen hat auch vor einigen Tagen angerufen und möchte den Stammtisch besuchen. Da gibt es in Zukunft eine
Menge Unterstützung für uns. Vielleicht meldet sich noch die Jung-CDU!! Eigentlich müsste ich den jetzigen Bürgermeister über die sonnigen Aussichten informieren. Aber der kommt sowieso
regelmäßig in den Seniorenklub, ins Fürstenberger Tor.
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