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Dienstag, 9. februar 2010 2 09 /02 /2010 20:46
Weil dort draußen die Landschaft ihr Anlitz partout nicht ändern will und in monotonem Weiß mit schwarzen Flecken verharrt, möchte ich wenigstens meine Seite in den hoffentlich restlichen Wochen des Winters ab und zu mit Farben und Formen versehen, die unsere Augen in natura allerdings erst im Mai/Juni erfreuen. Die Iris in ihren zahlreichen Gattungen, Arten und Züchtungen ist wohl unübertrefflich in ihrer Vielfalt an Formen, Farben und Zeichnungen. Hier eine Miniauswahl, die für sich spricht und keines weiteren Kommentars bedarf:

blumen-009.jpgblumen-008.jpgblumen-002.jpg006jpeg_500-x-500-100KB-Kopie-1.jpg002.jpg004jpeg_500-x-500-100KB.jpg006.JPG013.JPG009.JPG001.jpg
von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche
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Montag, 8. februar 2010 1 08 /02 /2010 19:00
Franzoseneichen-008.JPG

Da steht sie nun, die Lychener Kindergärtnerin, umringt von ihren Schützlingen im Friedrich-Ebert-Park. Ihre schneebedeckten Schultern scheinen Engelsflügel zu sein. Und mit Engelsgeduld trägt sie aus dem Buch vor. Sie liest. Aber vielleicht singt sie? Ob es ein Frühlingslied ist? Die Mädchen und Jungen würden sich wohl freuen bei einem frohen Gesang über laue Winde und zarte Blüten. Es scheint mir nicht so zu sein. Etwas kläglich schauen sie zu ihrer klugen Beschützerin herauf und versuchen, sich an sie zu schmiegen. Zu allem Überdruss hält sich die Kleine sogar die Ohren zu. Weiße Pudelmützen tragen sie auf den Köpfen. Es sieht so aus, als würden sie frieren. Aber bewundernswert, wie sie bei Eis und Frost ausharren und zitternd und bangend voller Hoffnung auf wärmende Sonnenstrahlen warten. Und noch niemand hat sich gefunden, um ihnen ein Mäntelchen umzulegen!!
von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung
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Sonntag, 7. februar 2010 7 07 /02 /2010 08:57
KohlmeiseSchnee.JPG

Foto: RoseM.
 

  
    "Kohlmeisenlied"


Ganz oben in der Erle,

da singt ein Meisenhahn

das Lied vom "Frühling, Frühling",

der neu wird aufgetan.

Liegt auch in weiten Landen

noch sehr viel Schnee und Eis,

der Winter geht zu Schanden,

weil es die Meise weiß.

Drum singt sie ruhig weiter

ihr kleines Liebeslied

vom "Frühling, Frühling, Frühling" -

bis alles wieder blüht.

     
      Herbert Hahn (1901 - 1991), Lenkawa, 1942.


Anmerkung: Herbert Hahn, Vater von RoseM, verfasste u. a. dieses kleine Gedicht, als er mit 40 Jahren als einfacher Soldat und Andersdenkender an die Ostfront geschickt wurde. Immer in der Hoffnung und Zuversicht, dass der Krieg wie der Winter zu Schanden geht und der Frieden wie der Frühling zurückkehrt. 

 

von anais - veröffentlicht in: Gedichte von RoseM - Community: Sprechen durch Schreiben
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Samstag, 6. februar 2010 6 06 /02 /2010 09:43
Abend-am-Stadtsee-001.JPG

Um die schneeweißen, kalten Wintertage ein wenig in meinen Gedanken zu verdrängen, habe ich mich an die warmen, stimmungsvollen Sommerabende am Ufer meines Gartens erinnert, der an dem Lychener Stadtsee liegt. Spätabends liegt er ruhig ohne lärmende, vorübersausende Motorboote da, und der Betrachter hat ihn ganz für sich allein. Manchmal ziehen Paddler oder Kanuten ihre Bahnen durch das Wasser. Hier und dort ein Angler im Kahn oder am Ufer sitzend. Eigentlich wollte ich meinen Hausangler auf den Steg setzen oder Wasserwanderer in den Hintergrund malen. Selbst an den schwarzen Kater Pilli habe ich gedacht, denn der liegt sehr gerne auf dem Steg und beobachtet die leiseste Bewegung. Freunde, vor allem unsere Musikerin Erika Bondzio, haben mir abgeraten: "Nein! Lass' den See in seiner abendlichen Ruhe ganz für sich allein."
Also habe ich die Hinweise beachtet und ihn mit Ölfarben auf Leinwand in seiner abendlichen Stille gemalt. Voller Sehnsucht warte ich auf die warmen Sommertage, um vor der Nachtruhe noch ein erfrischendes Bad zu nehmen und weit in die Abendröte hinein zu schwimmen.
von anais - veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien - Community: Sprechen durch Schreiben
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Mittwoch, 3. februar 2010 3 03 /02 /2010 09:34

Stammtischglocke-002.jpgWelch' freudige Überraschung! Der Lychener Historienstammtisch erhielt dieser Tage einen viel versprechenden Brief von der SPD, Unterbezirk Uckermark! Das gab's ja noch nie, wo wir schon sechs Jahre lang emsig unsere Ortsgeschichte beackern. Mit Ausnahme unserer CDU-Ortsgruppe/Senioren hat sich bisher keine Partei für uns interessiert. Das sind doch sonnige Aussichten, weil am 28. Februar 2010 der Landrat für die Uckermark direkt vom Volk gewählt wird. Und so hat der SPD-Kandidat sich unter seinem Slogan "Ackern für die Uckermark" auch an die ehrenamtlich Aktiven gewandt, weil er meint, das von ihnen Geleistete wäre unbezahlbar. Aber er honoriert es - mit Hochachtung und Dank. Und weil er "Ackern für die Uckermark" allein nicht zu schaffen meint, braucht er Verbündete. Und nun können wir in einer Gesprächsrunde mit dem Brandenburger Minister für Bildung, Jugend und Sport im Prenzlauer Dominikanerkloster schon die ersten Pläne schmieden, weil der seniorenfreundliche Kandidat für das Landratsamt die Akteure vor Ort in die "Beackerung der Uckermark" mit einbeziehen will. Da kommt wohl bald eine Menge harter Arbeit auf die Rentner zu. Aber dafür freuen wir uns natürlich wieder auf Hochachtung und Dank! Aber vielleicht kommt es noch besser? Regelmäßig wird er hoffentlich beim Historienstammtisch nachfragen: "Wie bestreitet Ihr denn Eure Ausgaben für Veröffentlichungen, Telefongespräche, Papierbedarf, Druckerpatronen usw.? Wie hat Ihr denn das die ganzen Jahre lang ohne Unterstützung der SPD schaffen können?" Wenn wir ihm darauf hin diese Fragen ganz bescheiden beantworten, wird er sich sicherlich was Förderliches für uns einfallen lassen. Also - ich glaube an ihn! Aber andererseits frage ich mich immer wieder: Weshalb kommt er erst jetzt, kurz vor Landratswahl, auf diese Idee? Weshalb hat er nicht schon mal früher einen Genossen zum Stammtisch entsandt? Vielleicht will er auch was ganz anderes? Also - ich bin doch politisch ein so unbeschlagenes Blatt. Da muss ich mich jetzt unbedingt telefonisch mit meine über zwanzig Stammtischteilnehmern in Verbindung setzen und sie über die Gesprächsrunde am 12. Februar im Dominikanerkloster informieren, denn die nächste Stammtischrunde ist erst - wie immer - Ende des Monats. Und - es eilt doch!! Werden wir alle mit unseren Pkws dahinfahren? Oder mieten wir uns einen Buss? Das ginge eigentlich, denn die Renten sind schon aufs Konto überwiesen. Mal hören, was unsere klugen alten Lychener dazu meinen.
Ach, fast hätte ich es vergessen! Die Kandidatin der FDP für das Bürgermeisteramt in Lychen hat auch vor einigen Tagen angerufen und möchte den Stammtisch besuchen. Da gibt es in Zukunft eine Menge Unterstützung für uns. Vielleicht meldet sich noch die Jung-CDU!! Eigentlich müsste ich den jetzigen Bürgermeister über die sonnigen Aussichten informieren. Aber der kommt sowieso regelmäßig in den Seniorenklub, ins Fürstenberger Tor.

von anais - veröffentlicht in: Lychener Stammtisch-Geschichten
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