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Mittwoch, 10. märz 2010 3 10 /03 /2010 17:25
1.-Acrylbild-001.JPG

"Alpenveilchen", Acryl, 2010.

Ich habe es gewagt und bin zu meinen ersten Malstunden in einem Zirkel erfahrener Hobbymaler unserer Region gefahren. Voller Spannung und Unruhe wartete ich auf den Beginn dieser Sitzung unter Anleitung des Malers Bodo Neumüller in Templin. Als ich dort ankam, war ich freudig überrascht, wie herzlich ich aufgenommen wurde. Und es ging gleich richtig los. Bodo Neumüller hatte Alpenveilchen und bunte Frühlingsprimeln auf den Tisch gestellt. Wir durften uns am "Stillleben" üben. Weil gerade vor mir der Topf mit Alpenveilchen stand, machte ich - wie empfohlen - als erstes eine Zeichnung auf dem Skizzenblock. Der Meister meinte: "Ja, versuch's mal so!" Danach musste ich meine Skizze auf die Malunterlage übertragen. Vorsichtig, wie ich bin, hatte ich mir dafür einen speziellen Kartonblock für Acryl- und Ölmalerei besorgt.
Nun ging es ans Malen. Für mich war das nicht so ganz einfach, vor allem, weil Acryl schnell trocknet. Auch mit der Mischung der Farben hatte ich zuerst Schwierigkeiten, denn es waren nur 6 Grundtöne vorgegeben. "Damit kannst Du alle Farbvarianten für Dein Bild zusammenstellen," ermunterte mich Bodo Neumüller, der oft zu mir hinschaute. So konzentrierte ich mich fast drei Stunden lang auf Bild, Pinsel und Farben. Die Zeit verging mir viel zu schnell. Ich hatte mal gerade die Blüten, die Blätter und den halben Topf geschafft. Meine Malfreunde gingen da zügiger ran. Sie hatten am Ende ihre hübschen Werke mit geübter Hand so gut wie fertig gestellt.
Wir machten uns alle zur Aufgabe, bis zur nächsten Sitzung die Arbeiten zu vollenden.
Das habe ich nun vollbracht. Die Farbtöne auf meinem Bild hatte ich bisher noch nicht gewählt. Deshalb bin ich gespannt, wie das "seltene Alpenveilchen" auf den Betrachter wirkt. Lach!
von anais - veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien - Community: Sprechen durch Schreiben
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Samstag, 6. märz 2010 6 06 /03 /2010 12:48
Aronstab-003.JPG

Wegen größerer, zeitaufwendiger Arbeiten in der realen Welt lege ich ab morgen eine Blogpause ein. Jetzt beginnen die Arbeiten in der freien Natur. Reparaturen von Winterschäden sind zu erledigen, und es gibt eine Menge Lauferei und Fahrerei für mich. Es kann sein, dass ich ab und an wieder einen Artikel einsetze, aber nicht täglich. Meinen lieben Bloggerfreunden wünsche ich in dieser Zeit weiterhin viel Freude am Bloggen, wie immer - gute Beiträge und beste Gesundheit. Und - ich schaue wieder bei Euch vorbei.
von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche
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Donnerstag, 4. märz 2010 4 04 /03 /2010 08:41
Stammtischglocke-002.jpg
Thema des Lychener Historienstammtischs sind z. Zt. einmal zur Abwechslung: "Lustige Kindheits- und Jugenderinnerungen". Die Teilnehmer sollen über ihre spaßigsten Streiche und Erlebnisse berichten. Dazu fiel mir persönlich folgendes ein:
In meiner Vorschulzeit nahm mich Großmutter im Sommer mit auf die Felder und Wiesen. Sie suchte dort den ganzen Vormittag lang Grünfutter für unsere drei Ziegen und die Kaninchen. Mein ausgedienter Kindersportwagen diente als Transportfahrzeug für den immer prall gefüllten Futtersack. Auf der Hinfahrt durfte ich im Wagen sitzen, auf der Rückfahrt oben drauf, auf dem Sack. Großmutter war zwar klein, aber kräftig.
Während sie am Feld- und Wiesenrain Gräser und saftige Kräuter schnitt, spielte ich auf dem Sandweg, baute Burgen und Straßen. Oder ich kletterte in die Bäume. Das hatte sie aber nicht so gerne. Eine halbe Stunde vor dem Rückweg erinnerte sie mich jedesmal: "Pflücke mal für Mama einen hübschen Blumenstrauß?. Du weißt doch. Sie freut sich so sehr darüber!" 
Und so zog ich auch einmal los und entdeckte violette Korbblütler, die mir gut gefielen. Nach kurzer Zeit kam ich mit einem großen Strauß zu Großmutter zurück: "Sag' mal, wie heißen denn die Blumen?" Großmutter kannte beinahe alle gebräuchlichen Pflanzennamen. Da guckte sie und überlegte: "Hm...Ach ja! Das sind Popenklöten!" "Weshalb den Popenklöten," fragte ich neugierig zurück. "Na, Du siehst doch, was die für runde Kugeln unter der flockigen Blüte haben. Und deshalb heißen sie eben nun mal Popenklöten."
Damit war die "botanische" Pflanzenbestimmung zu Ende.
Zu Hause angekommen, überreichte ich gleich voller Stolz meiner Mutter den Strauß: "Gucke mal, Mama! Heute habe ich Dir Popenklöten von der Wiese mitgebracht!" Mutter nahm den Stauß voller Verwunderung: "Woher hast Du den diesen komischen Namen?" "Den hat mir Großmutter gesagt", entgegnete ich fest überzeugt.
Dann schaute meine Mutter ihre Mama an und meinte kopfschüttelnd: "Mutter, wie kannst Du dem Jungen nur solche blöden Namen beibringen! Der weiß doch überhaupt nicht, was Popenklöten eigentlich bedeuten." Und das war wohl war, damals - mit fünf Jahren - wusste ich das noch nicht.

Flockenblume-001.JPG


Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea L.).
von anais - veröffentlicht in: Lychener Stammtisch-Geschichten - Community: Sprechen durch Schreiben
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Mittwoch, 3. märz 2010 3 03 /03 /2010 08:20
Xynthia-002.JPG

Da hatte es wohl der eisige Winter in den vergangenen Wochen mit dem Stahlkünstler und "liebsten Weltbetrachter" Uwe Jähnichen gut gemeint. Er hatte glitzernde Vorhänge vor sein Küchenfenster ans Häuschen auf dem "Feld der Träume" in Lychen gehängt. Da sah die Welt mit Blick durch die Eiskristalle wohl besonders bizarr und surrealistisch aus.Xynthia-003.JPG Mit diesen selten zu habenden Gratis-Gardinen ist es nun allerdings vorbei, und er hat wieder klaren Durchblick.
Die große Clivia hinter dem Eiszapfenvorhang kann wieder aufatmen und sich des morgentlichen Sonnenstrahls erfreuen. Hat sie doch trotz der Dunkelheit ihre vielen großen Blüten hinter dem Fenster geöffnet.

Xynthia-001.JPG
von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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Mittwoch, 3. märz 2010 3 03 /03 /2010 07:16
Verpassen die Uckermärker eine echte Chance der Demokratie? Im flächenmäßig größten Landkreis der Bundesrepublik hatten die Bürger zum ersten Mal die Möglichkeit, den zukünftigen Landrat durch Direktwahl zu bestimmen. Von den 111 500 Wahlberechtigten gaben allerdings nur 37,6 Prozent ihre Stimme ab. Bemerkenswert ist, dass die Parteienkandidaten der SPD und der FDP das Rennen verloren. Der bisherige parteilose Amtsinhaber Klemens Schmitz konnte mit 28,7 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinigen. Der ebenfalls parteilose Kreistagschef Roland Resch erhielt 28,5 Prozent. Keiner der Beiden kam allerdings auf die notwendigen 15 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten. Deshalb gibt es am 14. März eine Stichwahl, bei der die Entscheidung zwischen Klemens Schmitz und Roland Resch fallen muss.
Bemerkenswert ist, dass die etablierten Parteien wohl stark an Glaubwürdigkeit verloren haben. Die Persönlichkeit des Politikers ist mehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Der bisherige Landrat Klemens Schmitz hat den Kreis in der wirtschaftlich schwierigen Zeit souverän geführt. Er wird vor allem viel Zuspruch in der Prenzlauer Gegend haben. Roland Resch hat sich einen guten Namen wegen seines Engagements für Natur- und umweltfreundliche Politik gemacht, nicht zuletzt auch als Leiter der Naturparkverwaltung "Uckermärkische Seen" mit Sitz in Hohenlychen. Er war bereits Landrat im Altkreis Templin und wird wegen seiner Bürgernähe geschätzt.
Beide Bewerber haben den Wahlkampf kaum so wie die Parteienkandidaten mit plakativer Werbung allerorten geführt, was sicherlich eine Menge Geld gekostet hat, sondern vor allem in Gesprächen mit den Wählern.
Bis zum 14. März sollten sich die Uckermärker ernsthaft überlegen, wie wichtig ihre Stimmabgabe bei der Stichwahl ist. Sie sollten Courage zeigen und zur Wahlurne gehen. Wird diese demokratische Chance verpasst, wird es mit Sicherheit wieder ein Parteiengerangel um den Landrat im Kreistag geben, was die Mehrheit der Uckermärker ja wohl nicht möchte.
von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung
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