Sunday, 27. november 2011 7 27 /11 /Nov. /2011 08:23

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Weihnachtsgedanken



Es liegt nicht mehr fern, das große Fest.

Das heimliche Wünsche erwachen lässt.

Möge es den Herzen Frieden bringen,

dass Sangesstimmen

voller Freude und Glück erklingen.



Lasse es in aller Welt Gerechtigkeit walten

und wohl ergehen den Jungen und Alten.

Dass es den Schwachen wieder hoffen lässt

im Lichterschein zum Weihnachtsfest.



In allen Familien viel Kinderlachen

über sinnvolle Gaben und herzhafte Sachen.

Uns mit einem lieben Wort beschenken,

und weit über die schönen Tage hinaus

von unserem Nächsten nur Gutes denken.

J. Hantke

Mögen meine Gedanken zur Weihnachtszeit schon in der Adventszeit in Erfüllung gehen!

Allen meinen Freunden und Besuchern wünsche ich einen schönen, besinnlichen Adventssonntag!

 

von anais - veröffentlicht in: Meine Gedichte - Community: Sprechen durch Schreiben
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Saturday, 26. november 2011 6 26 /11 /Nov. /2011 10:41

Schnitzel-mit-Austernseitlingen-001.JPG

Für dieses leckere Gericht habe ich mir frische Austernseitlinge aus dem Buchenwald geholt. Ich hatte Glück, denn schon nach wenigen Schritten auf die gestürzten Buchenstämme zu entdeckte ich zwei große Büschel gleich am ersten, auf den ich schnurstracks hinlief. Es waren die feinen Taubengrauen Noch jung und frisch, dachziegelartig angeordnet schienen sie schon auf mich zu warten. Sorgfältig schnitt ich die Büschel ab. Ich konnte mich mit dem Ertrag zufrieden geben, suchte deshalb nicht weiter und kehrte nach Hause zurück.

Erdmandeln-004.JPG

Dort habe ich sie auf einer alten Zeitung ausgebreitet und geputzt. Viel ist an ihnen nicht zu säubern. Die etwas zähen Stielansätze habe ich entfernt. Zwei Tüten habe ich - ungewaschen - eingefroren. Die Stielansätze wurden in kleine Stückchen geschnitten und ebenfalls eingefroren. Sie lassen sich gut für Gemüsesuppen verwenden.

Eine schöne Portion habe ich für das Mittagessen behalten, gut gewaschen, in Streifen geschnitten und beiseite gestellt.

Als zweite Beilage habe ich einen Salat aus frischen Roten Beeten zubereitet. Die geschälten und gewaschenen Rote Beete wurden geraspelt, ebenso ein süßer Apfel und zusammen gut vermischt. Aus dem Saft einer halben Zitrone etwas Wasser, einem Esslöffel Olivenöl, gehackter weißer Zwiebel, Pfeffer, Salz und einem Esslöffel Zucker Zucker habe ich das Dressing vorbereitet und das Geraspelte dazu gegeben.  

Nun wurden die Pellkartoffeln aus dem Garten aufgesetzt. Die Austernseitlingsstreifen habe ich mit gehackter Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl solange gebraten, bis sie leicht gebräunt waren. Das duftete schon mal herrlich!

Zum Schluss habe ich das Schnitzel gewaschen, gesalzen, gefeffert, in geschlagenem Ei und Semmelbrösel gewälzt und knusprig gebraten.

Als ich alles auf dem Teller hatte, lief mir schon das Wasser im Munde zusammen. Ich habe es mir schmecken lassen.

Zugleich soll dies auch ein Tipp sein für meinen Freund Cebulon, den passionierten und versierten Hobbyfotografen, falls er in seinem Fotojagdrevier die schönen Austernpilze entdeckt. Schaut mal auf seinen interessanten Blog.link

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Natur und Wissenschaft
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Friday, 25. november 2011 5 25 /11 /Nov. /2011 08:27

Stammtischglocke-002.jpg

 

Geheimnissvoll schien uns Jungen immer wieder die gewaltige Wehrkirche in Lychen. Aus dem Granit der Eiszeit erbaut, steht sie seit dem 13. Jahrhundert auf der höchsten Erhebung in der Stadt. Ihr mitteralterlicher, wuchtiger Backsteinturm blickt weit Seen und Wälder hinaus.

Wir kannten den schmalen Gang hinauf zu den Glocken. Oft sind wir die hohen Stufen gemeinsam mit dem Küster, unserem Onkel Hans, empor gestiegen, um die Glocken zu ziehen. Irgendwann ließ er uns einmal auf den weiten, dunklen Dachboden schauen. Betreten durften wir ihn nicht. War der Pfarrer nicht zugegen, durften wir in die Sankristei schauen, matt erleuchtet durch ein fantastisches Buntglasfenster mit einem Pelikan, der sich die Brust auf reisst und anderen allegorischen Darstellungen der Spender für den Wiederaufbau der Kirche 1693 bis 1696 nach einem großen Stadtbrand.

Eines schönen Sommernachmittags saßen wir zusammen auf dem Kirchplatz und träumten von Abenteuern und Entdeckungen. Ich deutete mit einer viel sagenden Geste an, dass ich etwas wüsste. Peter und Siegi schauten mich ungeduldig an, bis ich zu erzählen begann, was ich von meinem zehn Jahre älteren Bruder wusste, der sich in Geschichte so gut aus kannte wie kein anderer: „Mein Bruder Ulrich hat mir von einem unterirdischen Gang erzählt. Er soll von unserer Kirche aus bis zum Kloster Himmelpfort führen. Wie Ihr wisst, wurde das Zisterzienserkloster 1299 gebaut, und bald danach muss auch der Gang angelegt worden sein.“

Die beiden waren sofort Feuer und Flamme: „Wo soll der Gang denn hier in der Kirche sein? Man müsste doch irgendwo nach unten steigen können?“ Peter wurde etwas nachdenklich und meinte: „Ich kann mir kaum vorstellen, dass es einen solchen Gang bis nach Himmelpfort gibt. Überlegt doch mal! Wo sollte der denn entlang laufen? Durch oder unter den Großen Lychensee, an der ganzen langen Woblitz vorbei bis zum Kloster?“

Ich versuchte, seinen Zweifel zu zerstreuen: „Was denkst Du, wozu die Mönche damals fähig waren. Sie haben den Mühlenbach angelegt. Bei Fegefeuer schwere Bäume gerodet und wer weiß, was nicht noch so alles? Ich halte es für möglich, dass sie auch einen solchen langen unterirdischen Gang anlegen konnten. Irgend etwas muss doch dran sein.“ Und so begannen wir zu überlegen, wo wohl der Eingang zu finden wäre. Wir liefen die Kirchenmauern von außen ab, blieben an der Südkapelle, der Sakristei, stehen und entdeckten im Gras einen viereckigen Holzdeckel. „Da könnte es sein,“ riefen wir fast gleichzeitig. Vorsichtig, mit all' unserer Kraft, versuchten wir, den schweren Deckel hoch zu heben. Schließlich konnten wir ihn zur Seite legen und schauten hinab in ein schwarzes Loch, aus dem übel riechender Modergeruch empor stieg. „ Da steigen wir nicht runter,“ protestierte Siegi, „das ist eine Kloake mit dreckigem Wasser!“

Nein“, sagte auch ich enttäuscht, „hier kann es nicht sein. Lasst uns morgen Onkel Hans fragen. Vielleicht weiß der mehr. Uns wird er es bestimmt verraten.“ So warteten wir bis zum nächsten Tag.

Kurz vor Mittag fanden wir uns zum Glockenziehen vor der Kirchtür ein. Onkel Hans kam die Kirchstraße hoch, auf seinem Stock gestützt mit der Pfeife im Mund. Als er bei uns war, erzählten wir ihm ganz aufgeregt von unserer Idee. Mir war dazu noch eingefallen, dass es unter dem Altar eine Gruft geben sollte. „Onkel Hans,“ fragte ich ihn, „ könnte es nicht sein, dass von dort unten, in der Gruft, der unterirdische Gang losgeht?“ Onkel Hans überlegte, machte ein paar Züge aus seiner Pfeife und meinte darauf kopfschüttelnd: „In der Gruft unter dem Altar befinden sich die Särge der Pfarrer, die dort bis zum Jahre 1800 beigesetzt wurden. Um 1900 wurde der Eingang zur Gruft zugemauert.“

Enttäuschung glitt über unsere Gesichter. „Und weißt Du denn gar nichts weiter über den Gang,“ bohrten wir ungeduldig weiter. „ Ja, wisst Ihr, so viel, wie ich gehört habe, soll der unterirdische Gang vom Kloster Himmelpfort gar nicht hierher zur St.-Johannes-Kirche führen sondern bis nach Fegefeuer, zur früheren Strafkolonie des Klosters für widerspenstige und sündhafte Mönche.“

Als wir das hörten, waren alle unsere Hoffnungen geschwunden, denn der Gang müsste noch viele Kilometer weiter unter dem Oberpfuhlsee bis in den Küstriner Bach hinein führen. Einstimmig gaben wir unsere Entdeckungsgedanken auf und stiegen hinauf zu den Glocken mit den schönen Namen „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“.

Der unterirdische Gang vom Kloster Himmelpfort bis zum Fegefeuer wartet somit heute noch auf seine Entdecker.

von anais - veröffentlicht in: Lychener Stammtisch-Geschichten - Community: Sprechen durch Schreiben
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Wednesday, 23. november 2011 3 23 /11 /Nov. /2011 09:12

Jiaogulan-002.JPG

Ich habe mich etwas genauer über das rankende Kraut Jioagulan informiert, das sich in meinem Gewächshaus üppig ausgebreitet hat. Ist es doch in der Kräuterheilkunde in letzter Zeit zu einer richtigen Kultpflanze geworden. Als Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin hat es auch in unseren Regionen Einzug gehalten. In Südchina wird es täglich als Tee getrunken, und es werden ihm viele positive Wirkungen zugeschrieben. Deshalb heißt es dort Xiancao - Kraut der Unsterblichkeit. Es hat gleiche Bestandteile wie der Ginseng. Die hundertjährigen Südchinesen schwören darauf, es sei besser als Ginseng. Aus den zahlreichen wissenschaftlich nachgewiesenen Inhaltsstoffen ist es vor allem der hohe Anteil an Saponinen, der die Planze so wertvoll wie den Ginseng macht. Das Kraut enthält zahlreiche Vitamine, Proteine und Spurenelemente. Die höchste Konzentration befindet sich in den fünffächrigen Blättern, die sowohl frisch als auch getrocknet als Tee getrunken werden.

1 Teelöffel loser Jiaogulan-Tee auf 1/2 Liter Wasser soll ausreichend sein. Für die Zubereitung wird das Wasser zum Kochen gebracht. 1 Minute  lässt man es abkühlen, gibt den Tee dazu und lässt das Getränk 3 - 5 Minuten ziehen.

Die Wirkungen sind vielseitig:

- beruhigend auf überanstrengte Nerven

- anregend für schwache Nerven

- Stress abbauend

- senkt Blutfette und Blutzucker

- stärkt das Herz

- wirkt antioxidativ

- reguliert den Blutdruck

- stärkt das Immunsystem durch Kräftigung der Lymphozyten.

Jiaogulan ist eine Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse mit kleinen grün-weißlichen Blüten, die ich bei mir allerdings noch nicht entdeckt habe Die Pflanze lässt sich leicht durch Stecklinge und Wurzelteile vermehren. Sie ist nur bedingt winterhart und braucht deshalb im Freiland ausreichend Schutz.

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Ich habe eine Menge Blätter geerntet und werde sie jetzt trocknen für einen gesunden Tee. Man sollte aber z. B. etwas Minze dazu geben, denn der reine Jiaogulan-Tee ist nach meinen Erfahrungen so gut wie ohne Geschmack. Während der Sommermonate habe ich die frischen Blätter als Salatzugabe genutzt. Nun heißt es also: "Mit Jiaogulan gut über den Winter kommen!"

 

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von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Natur und Wissenschaft
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Monday, 21. november 2011 1 21 /11 /Nov. /2011 12:20

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Am vergangenen Wochenende fand in Lychen der „Tag der offenen Ateliers“ in Lychen statt. Die Initiatoren hatten sich dafür etwas Hübsches einfallen lassen. Durch die ganze Stadt, von Atelier zu Atelier, zog sich auf den Bürgersteigen ein roter Faden entlang. Alle 50 Meter leuchtete auf diesem originellen Wegweiser ein kleines Windlicht. So konnten ortsfremde Besucher die geöffneten Ateliers mit Leichtigkeit finden. Wie bei einer Schnitzeljagd liefen die Leute von einer Attraktion zur anderen. Eine tolle Idee! Am Sonnabend hatten nachmittags ihre Pforten geöffnet: Das Keramikatelier Ambellan, die Handweberei Uckerlein, die Filzwerkstatt und das Hofcafé im Haus Vogelgesang sowie die Praxis Hagen und das Studio Cato im Lychen House.

Zu besichtigen, bewundern und zu kaufen waren Keramiken von Michaela Ambellan, Salka Schmidt und Berthe Heinrich; Handgewebtes von Martina Busch: Gefilztes von Veronika Otte: Malerei von Anke Fabian und Vera von Wilcken: Genähtes von Angelika Engel; Seidentücher und Malerei von Susanne Haal; Walksachen von Anke Müller, Malerei von Jens Nagel und Fotografien von Helga Meier sowie Hinterglasmalerei von Mark Cato. Im Hofcafé ist eine Fotoausstellung mit herbstlichen Motiven von Alexander Zimmermann zu sehen.

Apfelpunsch und Met, hausgebackene Stollen und Plätzchen, warme Suppe, Kerzen und Feuerschalen sorgten für duftendes, schmeckendes und wärmendes Ambiente. Musikalisch begleitet wurde der Atelierrundgang von der Gruppe „The wonky donkeys“, Junge Musiker aus Lychen und Umgebung. Ich bin gemeinsam mit meinen Freunden Gabriele und Horst Benedix durch die Kunststätten gezogen. Wir haben uns vor allem über die vielen fremden Besucher gefreut.

Ebenfalls am Sonnabend und auch am Sonntag lud die Kleine Galerie der Hobbymalerin Renate Trottner am Spring in der Rutenberger Straße zu einem Adventsbasar ein. Weil ich dort am Sonntag war, zeige ich diese Fotos im nächsten Beitrag.

Mich hat bei diesem Rundgang vor allem das Lychen House von Sara und Mark Cato interessiert. Beherbergte dieses große alte Gebäude doch früher das Lychener Amtsgericht. Nach dem Krieg war es zeitweilig Rathaus. In der DDR Zeit war dort die Kinderkrippe untergebracht. Es gibt auch Auffassungen, das an dieser Stelle einmal im Mittelalter die Lychener Münze gestanden haben soll.

Ich finde es bewunderns- und anerkennenswert, dass das junge Ehepaar Cato einen neuen, künstlerischen und weltoffenen Geist in dieses Haus hat einziehen lassen. Neben der interessanten Popart-Hinterglasmalerei von Mark Cato fanden vor allem seine Glücksschweinchen (Artikelbild) ihre Liebhaber(innen). Darüber kann sich die Stadt Lychen glücklich schätzen. Hier einige ausgewählte Fotos:

Tag-der-Ateliers-002.JPGTag-der-Ateliers-003.JPGTag-der-Ateliers-004.JPGTag-der-Ateliers-006.JPGTag-der-Ateliers-007.JPGTag-der-Ateliers-008.JPGTag-der-Ateliers-009.JPGLesung-002.JPG

von anais - veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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