Saturday, 5. february 2011 6 05 /02 /Feb. /2011 08:54

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Heute, zum Sonnabend, gibt es zum Mittagessen wieder ein Linsengericht. Ich habe diesmal eine süßsaure Variante gewählt. Unter meinen Vorräten im Keller stehen noch Gläser mit eingemachten Roten Beeten. In mehreren Gläsern sind sie geraspelt für die Zubereitung von Salaten und Suppen. Eines davon habe ich genommen, um den Linsen einen etwas fruchtigen Geschmack zu verleihen. Besser hätte es vielleich ausgesehen, wenn ich sie in kleine Stücke, wie die Möhren, hinzugegeben hätte. So sind nun die Raspeln nicht zu sehen. Dafür aber hat sich alles hübsch lilabraun gefärbt.

 

Zubereitung

Die grünschaligen Bio-Linsen habe ich über Nacht eingeweicht und heute gewaschen. Wurzelwerk, also eine mittlere Möhre, eine Scheibe Sellerie und Porreelauch, wurden klein geschnitten. Ebenso eine mittelgroße Kartoffel. Von einem Kasslerkotelett hatte ich noch den gut mit Fleisch besetzten Knochen. Der kam mit den Linsen und dem Wurzelwerk in den Kochtopf. Mit der Zugabe von Wasser, Pfeffer und Salz habe ich alles gar kochen lassen. Zum Schluss habe ich vier Esslöffel der geraspelten, süßsauren Roten Beete und in Rapsöl angeschwitzte Zwiebeln dazugegeben.

Mit etwas Essig und darin aufgelöstem braunen Zucker habe ich dem Gericht den  Geschmack verliehen, wie ich ihn mochte.

Hat gut geschmeckt!

 

Zutaten

-150 Gramm grüne Linsen

-1 Bund Wurzelwerk

-  süßsauer eingelegte Rote Beete

-1 mittelgroße Kartoffel

-1 Stück Kasslerknochen

-etwas Essig

-1 Esslöffel braunen Zucker

-1 mittlere Zwiebel

-3 Esslöffel Rapsöl

-Pfeffer

-Salz.

 

 

 

 

 

 

 

 

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Sprechen durch Schreiben
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Thursday, 3. february 2011 4 03 /02 /Feb. /2011 09:09

 

Stammtischglocke-002.jpg

  

In gewisser Weise können wir, die wir in der Nachkriegszeit aufgewachsen sind, uns „Trümmerkinder“ nennen, denn nur allzu gerne haben wir bis in die 1950er Jahre hinein in den Ruinen unseres damals zu 60 Prozent zerstörten Lychens gespielt.

Der Kirchplatz war fast täglich nachmittags Treffpunkt für unsere kleine Clique aus Mädchen und Jungen. Oftmals spielten wir dort Murmeln. Besonders beliebt waren die großen, bunten Glasbucker, die zuerst einmal beguckt wurden, wer wohl diesmal die Schönsten mitgebracht hatte. Hatten wir vom Murmeln genug, turnten wir an den Resten des alten Holzzauns, der vor dem Krieg den Platz zur Kirchstraße abgrenzte. Als besonders mutig galt derjenige, der von oben auf der Stange sitzend die Rolle rückwärts konnte.

Immer wieder aber zog es uns in die Mauern der ausgebrannten Häuser an der hügligen Tornow-Straße, die ziemlich steil zur Vogelgesangstraße hinunterführte.

Unten an der Ecke stand noch die Fassade mit hohlen Fenstern des Hauses, das einmal Balls gehört hatte. Etwas höher, auf der Terasse des Grundstücks von Malermeister Rander, blühte im Mai ein violetter Fliederbusch im verwilderten Vorgarten. Im Innern lagen Steine, Sand und Mörtel der zusammengefallenen Mauern in hohen Haufen über dem Kellergewölbe. Dort war es gefährlich herumzusteigen, denn jederzeit konnte das Gewölbe einbrechen.

Etwas weiter höher befand sich die Ruine des Vorderhauses von Weimanns bereits weitgehend geräumt, denn die Familie hatte sich hinten auf dem Hof ein Fertigteilhaus als Unterkunft hingestellt.

Am sonnigsten aber lag die Ruine von Stimms. Mutter Ida hatte den Vorgarten auf der Terasse wieder mit Blumen bepflanzt. Durch die offene Hausfassade gelangte man über den freigeräumten ehemaligen Steinfußbodenkorridor zur kahlen, hinteren Hausmauer, durch die eine Tür auf den Hof führte. Maurer Herrmann Stimm hatte den massiven Stall und die Waschküche zur Wohnung ausgebaut. Dort lebte er mit Frau und Tochter Doris, einer meiner Spielkameradinnen.

Die Mädchen hatten ihre Puppen, Kistchen und Kästchen, kleine Töpfe und Pfannen, aber keine Puppenstuben. Deshalb machte ich mich zum Baumeister.

Vorn, auf ihrer Ruine, oder noch viel lieber im zerfallenen Armenhaus daneben, fügte ich lose, manchmal mit Lehm, aus Ziegelsteinen die Wände zu Puppenhäusern zusammen. Hinten blieben sie offen. Auf der Vorderseite brachte ich die Fensterkreuze aus Holzstäben an. So konnten die Puppenmütter ihre Zimmer einrichten. Manchmal waren sie besonders anspruchsvoll, und ich musste noch eine Etage mehr draufsetzen. So spielten wir unter freiem Himmel in den Steinhaufen, denn Spielzeug gab es zu jener Zeit wenig zu kaufen.

Schon etwäs älter, so mit neun oder zehn Jahren, machte „Räuber und Gendarm“ viel mehr Spaß. Einer war Gendarm, die anderen die Räuber. Schnell liefen die Räuber los und versteckten sich in Nischen, hinter Mauern und unter Gewölben. Der Erste, den der Gendarm erwischte, war der neue Polizist. So ging das Spiel wieder von vorn los bis in die Abendstunden. Oftmals erst nach dem Ruf der Mütter zum Abendessen kehrten wir nach Hause zurück.

Bei dieser harmlosen, wenn auch manchmal gefährlichen Spielerei ist es aber nicht geblieben. Wir Kleineren gerieten nämlich in die Fänge der Älteren, 14-bis15jährigen. Unter denen hatten sich zwei Gangs formiert, die in bittere Feindschaft geraten waren. Dorit Sellin hatte einen älteren Bruder, Horst. Der scharte uns um sich gegen seinen Rivalen Wolfgang Ratzloff. Zu dessen Gruppe gehörte zu meinem Ärger auch mein Freund Peter Steffen.

An einem Sommernachmittag trommelte uns Horst zusammen und erklärte uns in richtiger Anführermanier: „Morgen nachmittag treten wir gegen Ratzloff an. Mit einer Steinschlacht werden wir ihn schlagen, dass er ein für allemal genug hat! Um 15.00 Uhr treffen wir uns hinter dem Giebel des Armenhauses. Jeder wird dort Position beziehen und vorher einen Haufen eiergroßer Wurfsteine sammeln. Ratzloff wird von unten her, vom Weimannschen Grundstück aus, angreifen.“

So richtig wohl war uns nicht zumute, denn die Mädchen sollten ebenfalls dabei sein. Horst Schwester Dorit putschte uns noch ordentlich auf. Ging es doch um die Ehre ihres großen Bruders!

So traten wir also am nächsten Nachmittag an. Wir bezogen hinter dem alten, roten Backsteingiebel der Ruine des Armenhauses Stellung und warteten gespannt ab.

Plötzlich ertönte von unten ein Pfiff herauf. Und schon flogen die ersten Geschosse auf uns zu. Wie aus einem Schützengraben mussten wir immer wieder aus der Deckung herausgehen, um zu sehen, wohin wir unsere Steine werfen mussten. Auf „Mann“ wurde nämlich gezielt. Schnell duckten wir uns, wenn ein Geschoss des Gegners auf uns zuflog. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie lange das so ging. Jedenfalls weiß ich heute noch, dass ich in einem unbedachten Augenblick an der rechten Giebelseite den Kopf rausstreckte und – klacks – traf mich ein Stein an der Stirn! Ich blutete und lief schnell nach hinten, am Kirchplatz vorbei nach Hause.

Meine Mutter war entsetzt. Sie wischte mir Stirn und Gesicht ab, und schimpfte mächtig mit mir. Zum Glück war es nur eine Platzwunde, die allerdings eine Woche dauerte, bis sie verheilt war.

Wer als Sieger aus der Steinschlacht hervorgegangen ist, kann ich nicht sagen. Mir ist so, als wäre später die Polizei sowohl bei Ratzloffs als auch bei Sellins gewesen.

Zum Glück war das die erste und die letzte Steinschlacht in der Tornow-Straße, in dem sonst so friedlichen Lychen.



von anais - veröffentlicht in: Lychener Stammtisch-Geschichten - Community: Sprechen durch Schreiben
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Tuesday, 1. february 2011 2 01 /02 /Feb. /2011 17:19

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Heute bin ich trotz des unangenehmen kalten Wetters am Zenssee, unterhalb der hoch gelegenen ehemaligen Hohenlychener Heilstätten entlang gewandert.

Der Zens ist ein 100 ha großer, langgestreckter, buchtenreicher Rinnensee mit Tiefen bis zu 30 Metern.  Sein Name soll vom Lateinischen "stagnum santis" oder slawischen "svantis" herrühren, also "Heiliger See". Von uns wird er kurz "Zens" genannt.

An seinem schattigen Westufer liegt am Eingang zur "Knippschere", der engen, flachen Durchfahrt vom Oberpfuhlsee in den Zens, ein Hotel. Danach folgen hübsche Wochenendgrundstücke.

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Oberhalb der Promenade befinden sich die Pannwitz-Grundschule mit der Sporthalle und etwas weiter südlicher alte Sanatorien der Heilstätten.

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Obwohl im Winter dort an Fauna und Flora nicht viel zu entdecken ist, habe ich natürlich auf die Baumstämme geschaut. Und so habe ich auch dort den Samtfußrübling wieder an einem abgestorbenen Robinienstamm entdeckt. Also ist er doch nicht so selten. Weil er etwas spärlich wuchs, habe ich ihn nicht fotografiert. Lieber habe ich die Linse auf das eis gerichtet.

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Ich bin bis zum Waldhotel Sängerlust gelaufen und habe zum Schluss auf den Wegweiser geschaut, um in der eisigen Einsamkeit nicht die Orientierung zu verlieren.

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Zu Hause hat mir ein heißes Käffchen gut getan. 

von anais - veröffentlicht in: Wanderungen - Natur und Baukunst - Community: Natur und Wissenschaft
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Monday, 31. january 2011 1 31 /01 /Jan. /2011 17:26

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 Zygopetalum- Hybride. Foto: J. Hantke.

 

Als Gruß zur Woche an alle meine Freunde und Besucher meiner Seite stelle ich heute eine rote Variante aus der Orchideengattung Zygopetalum vor, die ich schon zur Weihnachtszeit im Baumarkt sehr preiswert gekauft habe. Sie blüht immer noch.

Es gibt von diesen Orchideen sehr farbenprächtige Züchtungen. Und - was bei Orchideen nicht so häufig ist - die Blüten verströmen einen angenehmen Duft. 

Sie sind leicht in der Pflege und immer wieder blühwillig.

Die Gattung Zygopetalum umfasst ca. 20 epiphytisch und terrestrisch wurzelnde Arten. Sie beschränkt sich in ihrem Vorkommen auf Südamerika mit dem Hauptverbreitungsgebiet Brasilien.

Viel Spaß! Jetzt geht es in den Februar, und bald beginnt hoffentlich der Frühling!

von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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Sunday, 30. january 2011 7 30 /01 /Jan. /2011 17:52

Linsensalat 001

 

Wie es scheint, erfreuen sich Linsen bei den auf gesunde Ernährung bedachten Freunden und Besuchern besonderer Beliebtheit. Ich habe diese Hülsenfrüchte seit kurzem wieder neu für mich entdeckt Rote Linsen mit Backpflaumen .

Cebulon - schaut mal bei ihm rein! link mag sie auf alle Fälle. Für ihn und seine Familie, aber zugleich auch für Euch alle, habe ich einen Linsen-Gemüsesalat zubereitet - einfach so, wie ich ihn mir wünschte.

 

Zubereitung

Gelbe Linsen (150 Gramm) aus dem Naturkostladen habe ich in Wasser mit etwas Salzzugabe nicht allzu weich gekocht. Das ging sehr schnell, denn sie brauchten nicht eingeweicht zu werden. Ich habe sie abgegossen und beiseite gestellt.

In einer Schüssel bereitete ich aus dem Saft einer halben Zitrone, einem halben Esslöffel Honig, einigen Tropfen Chilli-Öl, einer kleinen, fein geschnittenen Zwiebel und einer Prise Salz das Dressing zu.

Weil der Salat bunt aussehen sollte, habe ich je ein Drittel einer roten, grünen und gelben Paprikaschote in Würfel zerteilt hinzugegeben.

Dann fielen mir meine Yacon-Wurzeln ein, und davon habe ich eine mittelgroße ebenfalls in kleine Würfel geschnitten. Zum Schluss wurden die trockenen, gegarten gelben Linsen daruntergemischt, und damit war der Linsen-Gemüsesalat fertig.

Süßsauer und pikant - köstlich und erfrischend. Guten Appetit!      

 

Einen guten Tipp möchte ich gerne weitergeben. Bei meinem letzten Pilzgericht ging es um die Verwendung von Tofu. Dazu hat Dirk auf seiner Website, blog.rundumgenuss.de, einen interessanten Artikel geschrieben. Lest ihn bitte einmal! link. 

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Natur und Wissenschaft
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