Friday, 14. january 2011 5 14 /01 /Jan. /2011 22:18

Winter-an-der-Strelitzer-Landstra-e-002.JPG

Winter an der Strelitzer Landstraße. Acryl. 2011.

 

Zur alten Strelitzer Landstraße zieht es immer wieder Wanderer, Fotografen und Maler. Über Hügel und Täler durchquert sie die Lychener Feldmark am Rande des tief gelegenen Wurlsees hin, führt durch ausgedehnte Wälder am Brückenthinsee vorbei bis hinein in das frühere Großherzugtum Mecklenburg-Strelitz. Als mitteralterliche Landstraße mit Kopfsteinpflaster fuhren Händler und Bauern ihr Gut auf Märkte oder in Scheunen. Ob Sommer oder Winter war sie einstmals ein wichtiger Verkehrsweg. Heute ist sie asphaltiert und Teil des Radwanderwegs von Lychen über Rutenberg nach Hasselförde. Alte Obstbäume, Linden und und Schlehenbüsche, überrankt von Brombeergesträuch säumen ihren Rand. Weit reicht der Blick über die Felder bis hin zum Waldesrand.

Die alte Strelitzer Landstraße zählt zu den schönsten Natursehenswürdigkeiten in der Lychener Umgebung. Sie hat mich angeregt, mich an diesem ersten Winterbild zu versuchen.

 

von anais - veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
Kommentar hinzufügen - Kommentare (5)ansehen
Thursday, 13. january 2011 4 13 /01 /Jan. /2011 11:50

Stammtischglocke-002.jpg

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich es noch einmal gewagt. Mein Freund Frank, der erst Anfang 40 ist, kam auf die Idee, eine Schlittenwanderung durch die Lychener Winterwanderung zu unternehmen. Eigentlich wollten wir Jutta mitnehmen. Aber die hätte sich wohl freundlich bedankt. Als Junge wäre er das letzte Mal gerodelt, und eigentlich müsste er es mal wieder probieren. Er hatte den Camcorder mitgebracht und wollte unbedingt Winterclips aufnehmen, die er zu einem Video zusammenstellt.

Auf unserer gemeinsamen Bali-Reise durch den Regenwald und zu den hinduistischen Tempeln vor zwei Jahren ist ihm das vortrefflich gelungen. Über die drei Videos haben  sich nicht nur wir sondern auch andere sehr amüsiert, weil die Bilder und Kommentare, die wir da abgeben, sehr lustig sind.

So holte ich den stabilen Schlitten aus der DDR-Zeit - Marke "Davos" - aus der hintersten Ecke des Holzstalls und los ging die Wanderung ohne geistigen Benebler, mit klarem Kopf. Ich erzählte ihm von meiner früheren, letzten Schlittenfahrt, als ich mit einer Schulfreundin mit dem Untersatz zusammenbrach. Meine vorerst letzte Schlittenfahrt  Das war am Feuerwehrberg. "Dann lass' uns mal dort anfangen," freute sich Frank.

Als wir dort ankamen, sahen wir die aus Feldsteinen gemauerte Treppe, die heute den Hang hinunterführt. Daneben aber hatten sich Kinder eine Rodelpiste gefahren. Und so konnte ich als Erster an den Start gehen.

Schlittenfahrt-004.JPG

Als ich mit ziemlicher Geschwindigkeit unten ankam, flog ich diesmal nicht über einen Stucks, sondern der Schlitten bohrte sich in einen hohen, aufgefahrenen Schneehügel. Plauts, lag ich daneben!!

Schlittenfahrt-005.JPG

Frank hatte mehr Glück und meinte spöttisch zu mir: "Mir scheint, Du hast das Lenken verlernt." Dazu erwiderte ich gar nichts.

Wir zogen weiter über die Neuländer, hoch über Stadtsee und Großen Lychensee bis in die Nähe des Strandbades, denn ich wusste, dort kann man auch schön absausen. Diesmal hatte ich den Camcorder zu bedienen und nahm Franks Abfahrt auf.

Schlittenfahrt-008.JPG

Wahrscheinlich vergaß er diesmal das Lenken, landete unten an einer Bordsteinkante und kippte in voller Länge um.

Schlittenfahrt-009.JPG

Ich verzichtete auf diesem Hang, denn wir hatten genug vom Rodeln.

Es hat Spaß gemacht, und unter dem Schlitten sind die Kufen wieder blank. Mal sehen, wie der nächste Winter wird. 

von anais - veröffentlicht in: Lychener Stammtisch-Geschichten - Community: Natur und Wissenschaft
Kommentar hinzufügen - Kommentare (2)ansehen
Wednesday, 12. january 2011 3 12 /01 /Jan. /2011 21:12

Gemuse-Pilz-Salat-001.JPG

 

Hier ist er schon, der Gemüse-Pilz-Salat mit den frisch gesammelten Samtfußrüblingen, die ich im gestrigen Artikel vorgestellt habe. Ich konnte es nicht erwarten und habe deshalb heute vormittag die größeren Exemplare geerntet. Gerade eben habe ich den wohlschmeckenden, kalten Salat zum Abendbrot mit Wohlbehagen verspeist.

Für die Zubereitung habe ich nur die Hüte genommen, denn die Stiele von Baumpilzen sind etwas zäh. Die Hüte habe ich gesäubert und gut gewaschen. Anschließend habe ich sie in Salzwasser gekocht, abgegossen und beiseite gestellt. Drei mittelgroße, fest kochende Kartoffeln habe ich gegart, brauchte aber schließlich davon nur eine. Als Gemüsemischung nahm ich ein Bund Lauchzwiebeln, eine halbe rote Paprikaschote und fünf Cherrytomaten. Alles Gemüse und die gepellte Kartoffel habe ich über eine Schüssel in kleine Würfel geschnitten, anschließend die Samtfußrüblingshüte dazu getan und alles gut vermischt.

Weil  der Salat süßsauer und pikant werden sollte, habe ich aus dem Saft einer halben Zitrone, einem halben Esslöffel Honig, Pfeffer, Salz und einer kleingeschnittenen, in Olivenöl gedünsteten Knoblauchzehe ein Dressing zusammengemixt. Das Dressing wurde dazu getan und umgerührt. Fertig! Guten Appetit!

Jeder andere Pilz, der sich für einen Salat eignet, ist natürlich genauso gut. Aber der Samtfußrübling ist schon etwas Besonderes. Schmeckt so ähnlich wie das Stockschwämmchen - aber besser.

 

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Sprechen durch Schreiben
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Tuesday, 11. january 2011 2 11 /01 /Jan. /2011 09:58

Samtfu-rubling-002.JPG 

Samtfußrübling (Flammulina velútipes). Foto: J. Hantke. 

 

Jetzt - zu dieser Jahreszeit - am 10. Januar 2011 habe ich ihn entdeckt, den Samtfußrübling. Das ist ein typischer Winterpilz, denn er wächst über den ganzen Winter bis in den April hinein. Damit übertrifft dieser Pilzlebenskünstler den Austernseitling, denn dieser stellt nach Dezember sein Wachstum ein. Link: Der Austernseitling ist da!

Schon vor zwei Jahren habe ich auf einer Wanderung über die Neuländer zum Großen Lychensee den hübschen goldgelb leuchtenden Gesellen in einem verwilderten Gebüsch am Fuße eines abgestorbenen Strauches entdeckt. Ich trug ihn damals zu unserem Pilzberater, der, ohne lange zu überlegen, sofort bestätigte: "Das ist der Samtfußrübling. Ein klassischer Winterpilz und sehr schmackhaft."

Im darauf folgenden Winter bin ich wieder dorthin gelaufen, fand ihn aber nicht. Auch auf unserer diesjährigen Weihnachtswanderung zum selben Ort hielt ich vergeblich nach ihm Ausschau. Ich wollte ihn so gerne für meine Kleine Pilzgalerie auf meiner Website fotografieren, denn er fehlte noch in meiner Sammlung.

"Das kann einfach nicht sein, dass er spurlos verschwunden ist, denn er könnte sich auch an anderen Stämmen angesiedelt haben,"dachte ich mir. Und deshalb zog ich gestern, am sonnigen Nachmittag los. Der Schnee war bereits zum großen Teil weggetaut, aber hier und dort lagen immer noch verharschte weiße Flächen. An der Uferpromenade am Stadtsee, kurz vor der Hohestegbrücke sah ich diese graubraune Kolonie kleiner Hüte, die mir aber unbekannt und schwer zu bestimmen ist. "Das Foto muss sein," sagte ich mir. "Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach!" Die "Taube" wäre der Samtfußrübling gewesen, den ich noch nicht gefunden hatte.

 Samtfu-rubling-001.JPG

So marschierte ich weiter in Richtung Großer Lychensee.

Voller Spannung kletterte ich über Schneereste zu dem Gebüsch. Ich schaute um mich: nichts! Einfach nichts! Der alte,abgestorbene Strauch war schon auseinandergefallen. Ich schob die überall herumhängenden Äste beiseite und kämpfte mich durch das kahle Buschwerk wieder zurück zum Weg. Wie immer beim Pilzesuchen, schaute ich noch einmal zurück. Und - ich traute meinen Augen kaum! Da strahlte mich ein leuchtend gelber Kranz am Fuße einer abgestorbenen Robinie an. "Haha," rief ich, und hüpfte wie Otto der Ostfriese. "Da bist Du ja! Und üppiger als vor Jahren!" Ich kniete mich in das feuchte Laub und machte meine Bilder.

Gepflückt habe ich davon nur ein paar Exemplare zur Anschauung, denn sie können noch einige Tage größer werden. Falls sie dann noch da sind, hole ich mir die Größten für ein leckeres Gericht, vielleicht für einen kalten Pilzsalat.

 

Der Samtfußrübling

Sein Hut ist 4 bis 10 cm breit, braungelb, etwas schmierig und dünnfleischig. Die Lamellen sind weiß bis gelb. Der Stiel ist nach der Basis hin braunschwarz samtig schimmernd. Er wächst an Laubholzstümpfen vom Herbst bis zum Frühjahr. Die Hüte sind sehr schmackhaft.

Samtfu-rubling-003.JPG 

 

 

 

 

 

 

 

 

von anais - veröffentlicht in: Wanderungen - Natur und Baukunst - Community: Natur und Wissenschaft
Kommentar hinzufügen - Kommentare (2)ansehen
Monday, 10. january 2011 1 10 /01 /Jan. /2011 18:19

Linsen 002

 

 

Diese hübsche Venusschuh-Hybride ist ein Geschenk von unserem Stahlkünstler Uwe. So, wie er mir mit der Orchidee eine Freude bereitet hat, möchte ich mit dem Foto allen meinen Freunden und Besuchern eine schöne Woche wünschen!

Die Paphiopedilum-Orchideen erhielten ihre Bezeichnung mit dem griechischen "Paphia" als Beinamen der Venus. "Pedilon" bedeutet Schuh. Die Gattung umfasst 70 Arten. Unser einheimischer Frauenschuh gehört allerdings zu der verwandten Gattung Cypripedium.

Das Vorkommen von Paphiopedilum beschränkt sich auf Südostasien, besonders auf das Gebiet von Indien bis nach Neuguinea und den Philippinen. Eine schöne Orchidee, die lange blüht. Ich bin gespannt, ob ich sie erhalten kann!

von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche - Community: Sprechen durch Schreiben
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen

Über diesen Blog

Profile

  • anais
  • Blog von anais
  • Männlich
  • Brandenburg Lychen Uckermark
  • neugierig Naschkatze Fotografie Kunst Frühaufsteher
  • Ich bin Hobbygärtner, schreibe Artikel, moderiere eine Mandolinengruppe und bin humorvoll und lebenslustig

Suchen

Neueste Kommentare

Awards


 
Ein Geschenk der Meeresbuchtlink



Ein Award von Xammilink und der Meeresbuchtlink



Kalender

February 2012
M T W T F S S
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29        
<< < > >>
 
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren