Das ist unsere kleine Lychener Zeitung. Sie erscheint alle zwei Monate. Sämtliche Beiträge werden von den Autoren gratis erstellt. In diesem Jahr erlebt sie im Herbst ihr 19jähriges
Bestehen. Kurz nach der Wende entschloss sich eine kleine Gruppe mutiger Bürgerrechtler, angeregt von Frau Dr. Elke Schumacher, praktische Ärztin, eine unabhängige Zeitung für Lychen und Umgebung
herauszugeben. Anfangs wurden die Exemplare noch per Hand abgezogen. Weil das Blatt aber schnell seinen Leserkreis fand, wurde sie bald darauf im Druck hergestellt. Viele Autoren wechselten im
Laufe der Zeit. Einige sind ihr lange Jahre bis heute treu geblieben. Wir verbreiten das Blättchen im öffentlichen Verkauf und im Abonnement. Das sind jedesmal 400 bis 500 Exemplare.Die "Neue Lychener Zeitung" hat ihre Leser nicht nur im Ort und in der Umgebung sondern auch bundesweit, sogar in Holland und den USA.
Die Berichte, Artikel und Kommentare befassen sich mit der aktuellen Kommunalpolitik, interessanten Veranstaltungen und besonderen Ereignissen. Fotoschnappschüsse gehören auf jeden Fall dazu. Sehr beliebt sind die Artikel von Mitarbeitern des Naturparks "Uckermärkische Seen", Ortsgeschichte, Portraits Lychener Persönlichkeiten, Gedanken zum Glauben, Gedichte und Kräutertipps.
Ich selbst bin seit ca. 6 Jahren einer der Schreiberlinge und habe mich auf Portraits (ca. 20 bisher veröffentlicht) spezialisiert. Einige davon befinden sich auf den Seiten in meinem Blog. Ich muss mir auch jedesmal etwas für die humoristische Rubrik "Zwei waschechte Lychener" einfallen lassen. Kater Pilli und Eisvogel lassen sich da über Ungereimtheiten, Kurioses oder Mängel kritisch aus. Wobei der Kater die Sache immer auf den Punkt bringen muss.
Die "Neue Lychener Zeitung" setzt auf zeitgemäße Weise die Tradition der früheren Tageszeitung aus der Vorkriegszeit "Lychener Zeitung" fort. Diese erschien zum ersten Mal im Jahre 1903 und musste 1945 ihr Erscheinen einstellen.Die "Lychener Zeitung" - heute historische Rarität .
Das neueste Portrait über einen Naturfreund,
Wassersportler, Wanderfreak und Lychen-Kenner, der mit sächsicher Herkunft hier seine Heimat gefunden hat.
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![[Award.jpg]](http://3.bp.blogspot.com/_J1F3Qx3UWr0/SsYhQrO4iQI/AAAAAAAAAhQ/v_J356L_U88/s1600/Award.jpg)



Zur Zeit blüht die Pavonia, die Pfauenlilie, ein Irisgewächs. Ihre ursprüngliche Heimat
ist Mexiko. Sie besticht durch ihre Blütenform und die sehr schöne Zeichnung. Leider nur zum anschauen und nicht für die Vase geeignet, denn jede Blüte erstrahlt nur einen Tag lang. Mit der
Pfauenlilie wünsche ich allen eine angenehme Woche!
Als ich vor einiger Zeit das "Kirchlein im Grünen" fotografierte und beschrieb, inspirierte es mich zum Malen. Ich hielt es für nicht allzu schwer, weil es nur ein kleines Bauwerk ist. Da
hatte ich mich aber getäuscht, denn - die Proportionen müssen einigermaßen stimmen. Es war eine Aufnahme vom späten Nachmittag, und schließlich sah ich Blätter über Blätter in allen möglichen
Schattierungen. Freunde meinten: "Da kaufe Dir mal genügend Ölfarbe und ausreichend Grün." Farben hatte ich, weil ich beim Aufräumen des Kellers das Kästchen mit den Ölfarben meines Vaters von 1945
entdeckt hatte. Er hatte mit seiner Malerei damals unsere Familie ernährt, denn die Kulturoffiziere der Roten Armee aus Hohenlychen haben sie ihm abgekauft. Die meisten Tuben waren noch weich, und
ich konnte zwei Bilder mit den alten Farben malen. Ich freue mich, dass es die alten Tuben von Vater sind. Für das Kirchlein allerdings haben sie nicht gereicht. Ich kaufte ein neues Set und auch
Leinwand. So habe ich mich - immer zwei Stunden lang - durch die Kirchenlandschaft gemalt, und heute Vormittag kam ich zu dem Schluss: Es reicht! Also - jetzt zeige ich mal mein eigenes Werk. Es
ist wohl mehr naturalistisch und nicht so surrealistisch wie die Stahlplastiken meines liebsten Weltbetrachters. Aber - man kann sich ja noch entwickeln.
Zwei Stunden lang habe ich mit einer halben Flasche Cola Light am idyllischen Küstriner Bach verweilt, um meinen geliebten kleinen Eisvogel mit der Kamera zu erwischen. Dreimal ist er
blitzschnell herangeflogen, hat sich auf den im Wasser liegenden Erlenstamm gesetzt und genau so schnell war er wieder weg. Die blauen Florlibellen waren auch zu schnell, bzw. ich zu langsam. Da
blieb mir zum Schluß nur das Nestfoto, und das war leer. Ein Jammer!! Dazu kamen noch fröhliche Kanuten den Bach hinauf und ließen sich lärmend nach Homo sapiens Art häuslich auf dem Biwakplatz
des kleinen Naturwächters mit den langen Gummistiefeln nieder. Der hat mich hinter einer Erle versteckt erspäht. Wusste aber von weitem nicht wer, ich war und guckte immer wieder hin. Schließlich
habe ich es aufgegeben und mit ihm noch ein Weilchen geplauscht. Der Eisvogel ist so was von schnell. Aber ich habe ihn wenigstens gesehen und versuche es vielleicht noch einmal an einem sonnigen
Vormittag. Für ein Trostfoto stand mir ein Frosch von hinten Modell. Den sieht man ja auch nicht alle Tage. Und dann musste ich einen langen, langen Weg durch finsteren Wald
zurückwandern. Wie schön ist doch die Natur!

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