Johannisbeergelee mit Estragon

Veröffentlicht auf von anais

Johannisbeergelee mit Estragon

Die spät reifenden roten Johannisbeeren habe ich vor wenigen Tagen vom Strauch gepflückt. An dem Strauch mit den hellrosa Beeren hingen immer noch genügend Früchte dran. Ich pflückte davon noch welche hinzu und hatte genug, um sie zu Saft und Gelee zu verarbeiten. An den Brombeerranken erntete ich bereits das zweite Mal. Auch aus diesen leckeren, schwarzen Beeren wollte ich Gelee nach gleichem Rezept herstellen.

Zuerst habe ich die Johannisbeeren gewaschen und in einem großen Topf ca. 10 Minuten mit zwei großen, frischen Estragon-Zweigen aufkochen lassen. Danach ließ ich die Masse eine halbe Stunde lang stehen, damit das Estragon-Aroma herausgezogen wurde.

Dann habe ich die Flotte Lotte aus dem Schrank geholt, die mir meine liebe Jutta erst vor kurzem geschenkt hatte. Ich habe sie mit dem feinen Sieb zusammengesetzt, und dann ging das flotte Durchrühren mit Stielen los. Weil die Flotte Lotte nur eine kleine Lotte ist, musste ich immer wieder säubern und nachfüllen. Aber das dauerte nicht mal eine halbe Stunde und der Saft war ausgepresst. Ich erhielt fast einen Liter. Etwas habe ich mit Wasser aufgefüllt, sodass der Liter voll wurde.

Nun verrührte ich nach Vorschrift 750 Gramm "Naturata-Gelierzucker", 2:1, sorgfältig hinein und gab noch den Saft einer halben Zitrone hinzu. Unter ständigem Rühren ließ ich die süße Flüssigkeit ca 4 Minuten sprudelnd kochen.

Die sorgfältig gesäuberten und gespülten Gläser hatte ich schon bereit gestellt. Nachdem ich den Topf vom Herd genommen hatte, füllte ich die Gläser auf, wischte danach den Rand mit einem sauberen, feuchten Tuch ab und schraubte die Gläser zu. Ich stellte sie eine halbe Stunde auf den Kopf und danach wieder auf den Boden. Am anderen Morgen war das Gelee fest.

Gleiches habe ich mit den Brombeeren getan.

Fast hätte ich vergessen: Natürlich habe ich eine reichliche Gelierprobe abgenommen für das Frühstücksbrötchen am nächsten Tag. Und - ich habe mit Wonne die Reste in dem großen Kochtopf mit dem Finger ausgeschleckert.

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Johannisbeergelee mit Estragon

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Archi 08/14/2014 19:14

Guten Abend Joachim

Warum kannte ich noch nicht, aber es ist ja eigentlich deine Flotte Jutta :-)
Ich hätte die Lotte schon längst umgetauft. Ich taufe alles um, macht echt Spaß andere Wörter zu nutzen, als vorgeschriebene.
Weißwasser (Milch), Schwarzwasser ( Kaffee ) Embryoren ( Eier ) etc

lg Uli

anais 08/18/2014 12:39

Hallo Uli und BG,
vielen Dank, und wir grüßen zurück aus der Stadt der sieben Seen.
LG Joachim

Archi 08/16/2014 22:38

Hallo Joachim, Jutta und Uwe

Viele freundliche Grüße aus dem Archiland :-)

lg Uli

anais 08/16/2014 16:39

Hi Uli,
ich danke dir für diese sinnvollen Zeilen. Ich denke, so wie Du und ich werden auch Jutta und Uwe denken. Wenn sie wieder hier bei mir sind, werde ich Jutta und Uwe Deinen Kommentar lesen lassen. Heute fahre ich zum abendessen zu ihnen und werde Jutta über meine Küchenarbeit mit der flotten Jutta berichten.
Liebe Grüße
Joachim

Archi 08/15/2014 21:22

Guten Abend Joachim

Nonkonformist ist doch gerade das, was Weißwasser und ähnliches spannend macht. Klar werden sie es verstehen, wenn du es mal anbringst.

Warum sollten sich Uwe und Jutta einer Norm unterwerfen wollen, wenn die Norm nur von der Norm gemacht wurde, aber Norm für nichts steht, außer Massengedanken.
Du bist nun auch nicht wirklich ein Normalfall als Mensch.

Normhinterherläufer sind Leute ohne eigene Gedanken und Ideen. Man sagt auch Arschkriecher dazu. Das war mein Aspie-Deutsch ;-)

Wenn du deiner Jutta sagst, dass ihre Flotte-Lotte nun in Flotte-Jutta umgetauft wurde, wird sie auch deine anderen Gedanken verstehen.
Es ist eine Verknüpfung zur Liebe und Nutzbarkeit ihrer Gabe zu dir.

Uwe mal Bilder, die mitten ins Herz gehen.
Er sagt als Künstler, dass eine Hand nicht nur eine Hand ist, sondern ein Werkzeug, welches ständig gequält wird.
Seine Bilder kann ich nicht vergessen. Sie sind ähnlich der "Körperwelten-Ausstellung"
Nur bei ihm muss man selber denken, nicht nur schauen.

Einen schönen Abend mit allen deiner Freunden,
aber besonders für dich.

lg Uli

anais 08/15/2014 18:52

Hi Uli,
Overdings macht jetzt so einiges Seltsames. Wenn ich nicht im Fenster "Original anzeigen" anklicke, schreibe ich meine Artikel gleich in der deutschen Google-Übersetzung. Das ist dann zum Wahnsinnigwerden. Wer weiß, weshalb Dein Kommentaranfang so entstellt wurde?
Liebe Grüße
Joachim

Katharina vom Tanneneck 08/13/2014 23:10

Hallo Joachim,

das hört sich aber sehr lecker an und ich finde, es ist eine gute Idee. Ich mag Gelee sehr gerne, Fred leider nicht. Trotzdem bereite ich mir auch immer einige Gläser zu und genieße den guten Geschmack dann ganz alleine.

Ich habe letztens einen Käsekuchen gebacken und rote Johannisbeeren verwendet. Es war der leckerste Käsekuchen, den ich je gegessen habe. Dieses Jahr habe ich keine Marmelade oder Gelees hergestellt. Wir haben die Früchte einfach so gegessen und einen Teil davon habe ich eingefroren. Aber ein Holunderbeergelee werde ich noch zubereiten. ich finde, es ist das Köstlichst aller Gelees, leider auch recht mühselig zu produzieren.

Liebe Grüße, Katharina

anais 08/15/2014 18:44

Hallo Katharina,
na, diesen Käsekuchen hätte ich gerne mit Euch geteilt. Ich habe auch viele Beeren gleich gegessen und auch Mischungen eingefroren für den Winter.
Holundergelee und -saft ist Juttas Spezialität. Sie gibt mir immer etwas davon ab.
Liebe Grüße
Joachim