Herbstpilze

Veröffentlicht auf von anais

Herbstpilze

Selbst im Oktober lohnt es sich, durch lichte Wälder zu laufen, um nach essbaren Pilzen Ausschau zu halten. Ich bin mit dem Fahrrad in eine Gegend gefahren, in der es ein weites Areal mit Kiefernwildwuchs auf sandigem Boden gibt. Dort gedeiht auf sonnigen Flächen auch das isländische Moos in leuchtendem Grau. Ein solches Biotop sagt dem Grünling und der Graukappe zu. Der Butterpilz gedeiht bis in den Herbst, und ab und zu zeigt sich noch ein Blutreizker als Spätkömmling seiner Art. An Wegrändern ist der Schirmpilz unübersehbar. Ich habe von allen etwas gefunden.

Zu Hause habe ich sie geputzt und gewaschen. Gründlich gewaschen sein will vor allem der Grünling, weil er sich beim Wachsen durch den Sandboden schiebt und und die feinen Körner überall an sich hat, auf dem grünbrauen Hut und zwischen den gelbgrünen Lamellen. Bei der Graukappe ist es nicht anders. Frische Butterpilze lassen den Sand auf ihren klebrigen Hüten haften. Nur der Blutreizker zeigt sich meistens etwas "ordentlicher".

Die gewaschenen Pilze habe ich hier mal alle auf einen Teller gelegt: Vorne leicht hellblau die Unterseite eines Hutes der Marone. Die Gelbgrünen sind Grünlinge. Vorn rechts an der Seite glänzt der Hut der Graukappe. Links hinten liegen Butterpilze mit der weißen Unterseite ihres Hutes. Das gelbliche Röhrenfutter habe ich entfernt. In leichtem Orange schimmert ein Stück vom Blutreizker, und hinten links breitet sich der Hut eines kleineren Schirmpilzes aus.

Lange habe ich sie nicht so liegen gelassen. Ich habe Zwiebeln geschnitten, Olivenöl in die Pfanne gegeben und die feinen Hutgesellen ordentlich bruzzeln lassen. Zum Schluss habe ich ein rohes Ei drüber geschlagen. Das bindet gut die Flüssigkeit. Mit einer Scheibe Dinkelbrot und geschnittenen Gurken und Tomaten als Salat habe ich alles als gesundes Abendbrot verzehrt. Ein Mischpilzgericht schmeckt besonders gut.

Der Grünling allerdings zeichnet sich durch seinen ganz eigentümlichen Geschmack aus - ganz leicht süßlich.

Herbstpilze

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Katharina vom Tanneneck 10/26/2014 22:16

Hallo Joachim,

wunderschön ist Dein Pilzteller aber ich bin einfach zu dumm dazu, die Pilze zu erkennen. Ich nehme nur die, die ich selbst kenne und weiß, sie sind nicht giftig.

Sicher hat es lecker geschmeckt und und Dir den Abend versüßt.

Liebe Grüße, Katharina

anais 10/28/2014 16:54

Hallo Katharina,
es kann sein, dass die Grünlinge noch weiter wachsen. Mit den anderen Pilzen aber ist es wohl vorbei. Wenn ich Zeit habe, fahre ich noch einmal mit dem Rad zu den Herbsttrompeten. Vielleicht finde ich noch welche.
LG Joachim

Nina 10/26/2014 20:01

Guten Appettit Herr Hantke, sieht lecker aus.
Wir haben Anfang Oktober in Lychen nur eine :-)) Marone gefunden.
Im August waren die Wälder regelrecht übersät mit Birkenpilzen, Maronen.... Da hatten wir die Wahl: mitnehmen oder stehen lassen. Einige wandern in die Kartoffelsuppe, schmeckt im Herbst sehr gut.
Schönen Abend

anais 10/28/2014 16:49

Hallo Nina,
ich freue mich, dass Sie auch Pilzliebhaberin sind. Allerdings ist es wohl jetzt mit denen, die am Boden wachsen, zu Ende. Für den Dezember bleiben noch die Austernseitlinge an den Buchen. Mal sehen, ob es in diesem Jahr welche gibt.
Viele Grüße
Joachim

Archi 10/26/2014 19:14

Guten Abend Joachim

Dein Gericht sieht sehr lecker aus. Das Brot scheint auch vorzüglich.
Ich wünsche dir und deinen Freunden einen angenehmen Sonntag-Abend.

lg Uli

anais 10/28/2014 16:46

Guten Abend Uli,
das wird wohl das letzte frische Pilzgericht in diesem Herbst gewesen sein. Ich kaufe fast nur Dinkelbrot. Nur wenn ich mal Appetit auf ein knuspriges Bauernbrot habe, wähle ich mir das aus. Vielen Dank für Deine lieben Wünsche.
LG Joachim