Von Berlin nach Lissabon

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Mittwoch, den 24. 12. 2014:

Der Flug von Berlin-Schönefeld nach Lissabon soll um 13.30 uhr starten. Deshalb muss ich in Lychen schon früh aufbrechen. Mein Freund Wlter Trottner bringt mich morgens zum Bahnhof Fürstenberg/Havel, zum Regio, Abfahrt 8.12 Uhr. Kurz nach 9.00 Uhr erwartet mich Frank auf dem Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen. Hilfsbereit wie immer, zieht er meinen großen, neuen Koffer der Marke "Samsonite" und bringt mich zum alten Flughafengebäude in BerlinSchönefeld.

Wir frühstücken gemeinsam. Frank wartet hinter einer Glaswand winken und Tschüß , bis ich eingecheckt habe und verschwunden bin.

Ich fliege mit einer Maschine der portugiesischen Luftfahrtgesellschaft TAP. Links eine Reihe mit drei Sitzen, rechts eine Reihe mit drei Sitzen. Dazwischen der Gang für das Begleitpersonal und die ewig Unruhigen. Neben mir, am Fenster, hat ein junger Mann Platz genommen. Wir machen uns bekannt. Luiz ist sein Name, Italobrasilianer, Wir unterhalten uns gleich auf Portugiesisch, für mich wieder die erste Live-Übung seit vielen Jahren.

Luiz ist zweiter Chef des Restaurants "Tafel First" in BerlinFrohnau. Er hat Urlaub genommen und möchte Weihnachten und Neujahr bei seinen Eltern im Bundestaat Belo Horizonte, Brasilen verbringen. Er erzählt mir soviel Gutes über sein Restaurant dass ich der Meinung bin, ich muss da später mal hin. Durch unsere Unterhaltung wurde der dreieinhalbstündige Flug kurzweilig.

In Lissabon gegen 15.00 uhr gelandet (Zeitverschiebung: 1 Std. zurück) gebe ich ihm meine Karte, und wir wünschen uns beide Gesundheit und Freude für die kommenden Festtage.

Das Flughafengebäude ist riesig, geht über 4 Etagen und ist für mich auf den ersten Blick ein Labyrinth voller hastender Menschen aller Couleur wie in einem Ameisenbau. Und überall Geschäfte, Restaurants und Fastfood.

Mein Weiterflug nach Praia, Ilha do Santiago, ist für 20.45 Ühr vorgesehen. So habe ich den Nachmittag für einen kurzen Tripp per Metro in die Lissabonner Altstadt zur Verfügung.

Das U-Bahnnetz ist unkompliziert, denn es gibt nur drei Linien: eine rote, eine blaue und eine grüne. Ich hatte mich vorher schon zu Hause im Internet etwas kundig gemacht. Deshalb fahre ich jetzt mit der roten Airport-Linie bis zum Umsteigebahnhof Almeida und nehme dort die grüne Linie bis zur Station Baixa Chiara. Die Bahnen sind alt und nicht besonders schön. Ich habe sie nicht fotografiert, weil immer zu viele Menschen auf den Bahnsteigen standen.

Oben soll sich dort ein typisches Altstadt-Viertel befinden. Ich schaue auf meine Uhr, wieviel Zeit ich für die Metrofahrt brauche, denn das ist wichtig für die Rückfahrt.

Die Lissabonner U--Bahn liegt an manchen Stellen sehr tief. In der Station Baixa Chiara führen vier lange Rolltreppen von oben nach unten und umgekehrt.

Als ich oben aus dem Ausgang trete, empfängt mich die brodelnde Metropole. Ich fotografiere um mich herum alte Gebäude aus dem 19. und früheren Jahrhunderten, die zirkulierende Straßenbahn an dem Platz und schaue eine lange, steil abfallende Straße hinab, die bis an den Hafenrand führt. "Ob ich mal bis nach unten laufe," frage ich mich. Ich tue es - nicht ohne Schwierigkeiten, denn das helle Natursteinpflaster auf den Bürgersteigen ist durch das ständige Begehen spiegelglatt geworden. Mal sehen, ob ich unten heil ankomme ...

Veröffentlicht in Kapverdische Inseln

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Katharina vom Tanneneck 01/19/2015 22:01

Guten Abend Joachim,
schön, dass Du wieder da bist und noch schöner ist es, wieder bei Dir zu lesen. Die Bilder gefallen mir gut. Ich hatte ganz vergessen, dass es fast überall in Portugal die kleinen Pflastersteine mit Mustern gibt. Mir hat das sehr gut gefallen. Aber Du hast auch recht, die können ganz schön glatt sein. Da trägt man am besten Schuhe mit einer Gummisohle.
Schön, dass Du schon im Flugzeug gute Unterhaltung hattest. Wie ich Dich kenne, wirst Du Luiz sicher wieder sehen in Berlin. Dass es überall so voll war, hat wohl auch mit Weihnachten zu tun gehabt. Da ist es überall so, selbst bei der Bahn in Deutschland. Ich werde nie wieder an so einem Tag reisen.
Wir wünschen Dir einen schönen Abend und freuen uns schon auch die Fortsetzung.
Liebe Grüße, Katharina

anais 01/20/2015 07:59

Guten Morgen Katharina,
ja, es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn man zu Weihnachten reist und nicht zu Hause ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es diese Pflastersteine in der Lissabonner Altstadt überall gibt. Auf Plätzen und vor Kirchen sind damit sehr schöne Mosaike entstanden. In Lateinamerika sieht man so etwas auch. In solchen alten Städten sollte man länger bleiben und ein Programm haben. Bei mir war's nur eine Stippvisite von wenigen Stunden.
LG Joachim

Archi 01/19/2015 17:49

Guten Abend Joachim

Die Stadt finde ich nicht so berauschend, sieht aus wie jede Stadt im Innern. Die U-Bahn fasziniert mich schon ^^ Es sieht auch sehr sauber überall aus.

Ich bin sehr gespannt auf deine Berichte, und freu mich sehr, dass du schnell Bekanntschaften gemacht hast.
Schönen Abend dir

lg Uli

anais 01/20/2015 07:52

Guten Morgen Uli,
die UBahn und die Bahnhöfe sind sauber. Es sind überall hohe Gewölbe. Das Innere wirkt kalt.
Kann sein, dass die Lissabonner UBahn schon sehr alt ist. Der aufenthalt dauerte nur Stunden. Deshalb konnte ich nicht viel erkunden.
LG Joachim

BG 01/19/2015 17:35

Hallo Joachim,

ist schon klar, das du immer eine gute Futterstelle findest. :)
Die Rolltreppr hätte ich großräumig gemieden.
Denn Ich liebe solch langen Rolltreppen, da macht mir meine Höhenangst so richtig spass. Ab da wäre für mich die Ruhe vorbei.
Aber du hast ein schönes Bild davon :) gemacht.

BG

anais 01/20/2015 07:48

Hi BG,
bei mir ist es ganz anders. Ich bin froh, wenn ich Rolltreppen finde, weil ich dann das Stufensteigen wegen der Rückenbeschwerden vermeiden kann. Ist durchaus möglich, dass ich im Frühjahr mal die Futterstelle aufsuche. Liegt aber schon ziemlich am Südrand von Berlin.