Zur Geschichte vom "Haus Neuland"

Veröffentlicht auf von anais

Zur Geschichte vom "Haus Neuland"

Am vergangenen Dienstag habe ich wieder einmal die Lychener Historienstammtisch besucht. Ich hatte dazu einen sehr guten Anlass, weil ich viele Informationen über das "Haus Neuland", einer z. Zt. verlassenen Villa am Großen Lychensee, erhalten habe. Einige ältere Lychener, die hier ab und zu auf meinem Blog lesen, werden sich an dieses Anwesen erinnern. Meine Eltern und auch wir Kinder nannten das Haus schlicht und einfach "Villa Jonas". Bis Ende des II. Weltkrieges lebten und wirtschafteten dort Frau Adelheid Jonas und Frau Irmgard Reichenau.

Der Großneffe von Adelheid Jonas, Ludwig Jonas", hat uns in den letzten Wochen umfangreiches Material über das Leben der beiden Frauen im Haus Neuland, über deren Gartenbau und Landwirtschaft und ihren engen Beziehungen zu vielen Familienangehörigen zukommen lassen. Die Schwester von Irmgard, Brigitte Reichenau, hat diese Zeit in ihren "Lebenserinnerungen" ausführlich beschrieben. Ich habe den Stammtischteilnehmern daraus den längsten Abschnitt vorgelesen, der die Lychener Zeit behandelt. Durch die detailgetreue Schilderung des Interieurs der schönen Villa, der Gepflogenheiten mit regelmäßigen Familientreffen und der schriftstellerischen und musikalischen Tätigkeit beider Frauen erhielten wir eine lebhafte Vorstellung vom Leben auf diesem Anwesen.

Die Villa wurde nach dem Krieg noch lange Zeit von Familien bewohnt. Eine Teilnehmerin unseres Gespräches konnte sich noch gut an die Räumlichkeiten, z. B. an das Foyer mit dem geschnitzten Treppengeländer zur oberen Etage, an die Küche u. a. Räume erinnern, weil sie dort zu DDR-Zeiten als Gast an einer Hochzeit teilgenommen hatte.

Mit diesen Schriftstücken und den darin enthaltenen Erinnerungen ist unsere Lychener Geschichte wieder reicher und bekannter geworden.

Herr Ludwig Jonas wird wahrscheinlich zur Herbstzeit für die "Neue Lychener Zeitung" über

Adelheid Jonas und Irmgard Reichenau und deren Leben am Großen Lychensee einen Artikel schreiben. Ich werde mit ihm für in Verbindung bleiben.

Zur Geschichte vom "Haus Neuland"

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Heiko 03/03/2017 20:40

Hallo,

zu den Familien, die nach dem Krieg in der Villa Jonas wohnten, gehörten auch meine Großeltern (Flüchtlinge aus Ostpreußen) mit ihren drei Kindern. In jenen Jahren - ca. 1945 bis Ostern 1949 - war darin offenbar die Revierförsterei ansässig.

anais 03/25/2017 07:41

Hallo Heiko.
vielen Dank für diese Information. Dr. Hartzsch hat jetzt einen Artikel in der "Neuen Lychener Zeitung" zum Haus Neuland veröffentlicht. Ihn hätte sicherlich der Name Deiner Großeltern interessiert.
Mit besten Grüßen
Joachim

Archi 04/03/2015 11:10

Guten Morgen Joachim

Das ist eine sehr interessante Geschichte.
Ich kann die beiden Damen und das Anwesen fast vor mir sehen. Es war damals eine schwere, gleichzeitig auch schöne Zeit. Viele Probleme macht man sich heute selber.

Wenn sich dort Menschen treffen haben sie alle eine Verbindung untereinander.
Das ist es, was das Leben schön macht.

liebe Grüße und ruhigen Karfreitag für Dich und Deine Freunde.

Uli

anais 04/04/2015 10:43

Guten Morgen Uli,
aus den Lebenserinnerungen der Schwester von Irmgard Reichenau, geht hervor, dass sich zu Festtagen dort immer die Familienangehörigen und deren Freunde trafen. Oder sie machten dort Urlaub. Das Leben der beiden Frauen war allerdings auch von Krankheiten gezeichnet, und beide starben kurz nach dem Krieg. Es stimmt, dass es gut ist, wenn man sich immer wieder einmal mit Menschen trifft, mit denen man sich verbunden fühlt.
Ich wünsche Euch ein sonniges Osterfest.
LG Joachim

Katharina vom Tanneneck 04/02/2015 22:07

Hallo Joachim,

schön, dass sich noch Leute wie Du und auch andere um das historische Lychen verdient machen. Das zeugt auch von der Liebe zur Heimat.

Wir wünschen Dir ein frohes Osterfest und schicken liebe Grüße.

Katharina

anais 04/04/2015 10:37

Hallo Katharina
vielen Dank für die schönen Osterwünsche. Euch wünsche ich ebenfalls ein frohes Fest. Eier essen soll nicht schädlich sondern eher gesund sein, habeb sie neulich in der Sendung "RBB-Praxis" gemient.
Viel passiert auf dem Stammtisch nicht mehr. Aber - ab und zu kommen unverhofft neue Informationen und neues Material.
LG Joachim