Irische Malerei in Lychen

Veröffentlicht auf von anais

Irische Malerei in Lychen

Kunstfreunde, die dem Roten Faden durch Lychener Ateliers und Galerien folgten,konnten in der "Praxis Hagen" in der Stargarder Straße etwas Besonderes sehen. Die Malerin Vera von Wilcken hat ihre Räume für eine Gastausstellung des irischen Künstlers und Musikers Shay McVeigh zur Verfügung gestellt.

Mich haben die Bilder begeistert. Sind sie doch sehr humorvoll und ausdrucksstark. Betrachten wir nur einmal das Eingangsbild mit den fünf Musikern: Sie scheinen von ihrer eigenen Musik so fasziniert zu sein, dass sie nicht nicht zu den Zuhörern schauen. Sie widmen ihre Sinne nur der Musik allein. Diese eigenwillige Kunst hat mich von dem üblichen, gewohnten Schönen in unseren Lychener Ateliers für einige Augenblicke hinweggeführt von der Natur zu den Seelen und Gemütern der Menschen.

"Shay McVeigh stammt aus Belfast, lebt und arbeitet aber seit über zwanzig Jahren in Bonn. Seine ganz eigene Bildersprache ist insbesondere inspiriert durch die alte keltische Kunst seiner Heimat. Fasziniert von den Prachtschriften des "Book of Kells" mit ihren verschlungenen Knoten und archaischen Tier- und Menschendarstellungen entwickelte er seinen unverkennbaren Stil: akribisch in der Mustersetzung, skurril und archaisch in der Darstellung, reich und kräftig in den Farben bedeutungsvoll und mit einer Prise Humor.

Bilder zum Entdecken, Verlieben, Träumen." ( zitiert aus dem Flyer)

Petit résumé en francais: "Peinture irlandaise à Lychen"

Les amis des arts qui suivaient le "Fil Rouge" aux ateliers et galeries avaient la belle occasion de voir et admirer quelque chose extraordinaire dans la salle de la "Praxis Hagen". La peintre Mdme Vera von Wilcken a mis la galerie à la disposition de l' artiste et musicien irlandais Shay McVeigh.

L' exposition m' a enthousiasmé parce que les peintures sont humoristiques et expressives. En regardant par exemple le tableau des cinq musiciens on voit qu' ils semblent tellement fascinés par leur propre musique qu' il ne regardent pas aux auditeurs.

Shay McVeigh provenant de Belfast vive et travaille dès plus de 20 ans a Bonn en Allemagne. Son propre langage imaginé est inspiré par l' ancien art celtique de sa patrie. Fasciné par le splendide "Book of Kells" du 8ième siècle Shay Mc Veigh développait son style imméconnaissable: exact dans la position des dessins, bouffon et arquaique dans la présentation, riche et fort dans les couleurs, significatif et avec une prise d' humeur.

Irische Malerei in Lychen
Irische Malerei in Lychen
Irische Malerei in Lychen
Irische Malerei in Lychen
Irische Malerei in Lychen
Irische Malerei in Lychen

Veröffentlicht in Kunst von Profis und Laien

Kommentiere diesen Post

Shay McVeigh 05/22/2016 22:33

Hallo Joachim,
vielen Dank für Deinen wertschätzenden Artikel zu meiner Ausstellung in der "Praxis Hagen" in Lychen.
Es ist für mich spannend zu hören, was andere Menschen in meinen Bildern sehen und was sie für sich daraus gewinnen können.
Ich habe viele nette Menschen durch den roten Faden kennen gelernt und ich komme gerne noch einmal wieder mit neuen Bildern.
Wenn es soweit sein sollte, werde ich dich informieren.
Freundliche Grüße aus Bonn
Shay

anais 05/23/2016 19:58

Hallo Shay,
ich habe mich sehr über Deinen Kommentar gefreut. Es ist sehr angenehm, auch einmal vom Künstler eine Meinung zu der Veröffentlichung auf meinem Blog zu hören. Ich finde die Bilder und die Arbeit, die dafür geleistet hast, einfach Klasse.
Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu hören.
Alles Gute für Dich!
Joachim

Katharina vom Tanneneck 05/12/2016 21:37

Guten Abend Joachim,
Kunst ist das, was das Auge und die Seele wahrnimmt. Es muss einem nicht gefallen aber es kann die Seele berühren.
Die Bilder berühren mich und ich empfinde sie als sehr ausdrucksstark und das obwohl ich mehr die Bilder aus der Natur liebe. Der Künstler hat hier meine Seele getroffen. Danke!
Ein Künstler geht ganz in seiner Kunst auf und darum verwundert es mich auch nicht, dass die Musiker nicht zu den Zuhörern schauen. Sie wollen ihr bestes geben und das geht eben nur ohne Ablenkung.
Liebe Grüße, Katharina

anais 05/14/2016 08:30

Guten Morgen Katharina,
Das ist auch eine gute Interpretation. Die Musiker konzentrieren sich auf ihre Musik, weil sie ihr Bestes geben wollen. emotionen und andere menschliche Regungen lassen sich sicherlich durch solche Art von Malerei sehr gut darstellen.
Ich danke dir für Deinen interessanten Kommentar.
LG Joachim

Archi 05/12/2016 21:07

Guten Abend Joachim

Beim ersten Bild war ich erst erstaunt, warum die Musiker so arrogant erscheinen.
Ich kannte diese Art von Malstil nur im Bezug zum modernen Druidentum, die gerne mal Menschen zeigen, so wie sie auf andere Menschen wirken.

Nach Lesen deines vollständigen Blogeintrags bin ich noch viel mehr erstaunt, denn in Lychen hätte ich solche Bilder und Bezüge nicht erwartet.

Die Bilder sind genial. Gerade die CelloDame mit ihrem verträumten Gesicht gefällt mir besonders gut.
Die Herren der Musikinstrumente wissen, dass sie mit ihren Tönen etwas bewirken, warten auf Reaktion.

Es wäre nicht der Malstil, den ich irgendeinem Vorrang geben könnte, aber die Kelten hatten Bilder für fehlende Schrift eingesetzt.

Was kann es Schöneres geben, als Bilder zu malen, anstatt vieler unnötigen Worte zu sagen.

Alles wäre es Wert sehr lange zu diskutieren. Der Maler hatte seine Ideen in der Vergangenheit und Zukunft gleichzeitig gefunden.
Egoismus und Hochmütigkeit scheint man zu sehen, aber der Urgedanken ist Erfahrung,
die man erst selber machen muss.
Man lernt durch Bilder, ohne sich durch Wörter wundzuhören.

Meinen lieben Dank

Uli

anais 05/14/2016 08:41

Guten Morgen Uli,
Bemerkenswertes hast du über die Kelten geschrieben. Das wusste ich nicht. Habe herzlichen Dank dafür. Die Bilder sind hier in Lychen ausgestellt, weil, weil die Malerin den irischen Künstler persönlich kennt. Durch den freundschaftlichen Kontakt ist die Ausstellung zustande gekommen. Ich bin ebenfalls der Auffassung, dass Bildbetrachtungen das Denken anregen, neue Sichten eröffnen und der Seele gut tun. die Malerei selbst als schöpferische Tätigkeit sowieso. Deine Worte haben mir sehr gut getan, liebe Uli.
LG Joachim

Nell 05/12/2016 20:02

Bonsoir Joachim et heureuse de vous retrouver. Ils sont rigolos, ces musiciens. J'adore cette peinture si humoristique et l'exposition avait l'air très belle. Un vrai régal pour les yeux, Joachim. Et pour la bouche? Il y a avait-il café et gâteaux? Hum!! je rigole... C'est l'amitié qui parle. Belle et douce soirée et gros bisous. A bientôt et merci pour vos passages sur mon blog, cela me fait très plaisir.

anais 05/14/2016 08:59

Bonjour Nell,
merci pour votre commentaire favorable. C'est sans doute inéressant pour vous, parce que en France il y a aussi une ancienne culture celtique. Pour la bouche il n' y avait que des boissons pas de gâteaux. Il semble qu' on y veuille garder la ligne.
Gros bisous et bonne fête de Pentecôte!
Joachim

Nina 05/12/2016 19:16

Hallo Joachim,
schade, daß Vera von Wilcken in diesem Jahr nicht selbst ausgestellt hat. Ich hatte mich schon auf ihre Bilder gefreut, da sie im Internet mit ihren Werken kaum zu finden ist. Bleibt nur ein ferner Ausstellungsbesuch offen.
Die ausgestellten sehr grafisch anmutendenden Bilder, sind natürlich auch wieder Meisterwerke. Es ist eine sehr ausdrucksstarke Gestaltungstechnik, die Anordnung der grafischen Formen ist dem Künstler in meinen Augen perfekt gelungen. (Soweit ich das beurteilen kann.)
Die Dame mit dem Cello finde ich persönlich sehr gut.
Die Gemälde finden bestimmt in entsprechenden Räumen einen guten Platz und entfalten dort noch mehr ihre Wirkung auf den Betrachter.

Ich wünsche Ihnen schöne Pfingstfeiertage und alles Gute, Nina.

anais 05/14/2016 08:48

Hallo Nina,
Die Ausstellungen in der "Praxis Hagen" werden sicherlich noch wechseln, und Vera von Wilcken wird wieder eigene Bilder zeigen. Ich schaue sie mir auch gerne an. Sie haben eben etwas Besonderes. Die Arbeiten des irischen Künstlers bringen uns hier so etwas wie neuen, frischen Wind in die Ateliers. Das weckt wieder neues Interesse.
Beste Grüße
Joachim