Traditionelle Häuser und der kleine Flores-Mensch

Veröffentlicht auf von anais

Traditionelle Häuser und der kleine Flores-Mensch

Am Donnerstag, dem 16. März 2017, verabschiedeten wir uns vom katholischen Hotel Wisma Sta. Maria in Ruteng. Wir schauten uns noch einmal den schönen Garten an, machten Fotos und warteten auf den Toyota mit Fahrer und Guide. Der letzte Tag in Ruteng hatte begonnen. Zuerst fuhren wir fast eine Stunde lang über eine sehr schmale Asphaltstraße immer in Kurven bergab zu dem Tal, in dem sich die Höhle Gua Liang Bua befindet, wo im Jahre 2003 das Skelett des Homo floresiensis gefunden worden war. In der offenen Höhle finden auch heute noch Ausgrabungen statt, die von den Niederlanden finanziert werden. In dem nahe gelegenen kleinen Museeum sind das Skelett und weitere Funde, z. B. die Überreste eines Zwergelefanten, ausgestellt. Der Flores-Mensch gehörte zu einer kleinwüchsigen Homoniden-Art mit einer Körpergröße von weniger als einem Meter. Wahrscheinlich ließ das geringe Nahrungsangebot die größeren Säuger der Insel, z. B. auch Elefanten, über Generationen kleiner werden, bis diese Arten durch einen Vulkanausbruch ausstarben. Der Hobbit auf Flores, so weiß man heute, ist bereits vor 50 000 - 60 000 Jahren ausgestorben, lange bevor Vertreter unserer Art die Insel erreichten.

Die Rückfahrt verlief genauso abenteuerlich wie die Hinfahrt über die schmale, gewundene Bergstraße in schlechtem Zustand. Als wir an eine Schule kamen, hielten wir an, stiegen aus und wurden von den Schülern mit einem großen Hallo begrüßt. Und wie immer: Fotos, Fotos, Fotos!

Als wir wieder in Ruteng waren, fuhren wir zu den traditionellen Häusern Rumah Adat, die von Familien bewohnt sind. Wir schauten uns das Innere der Häuser an und sahen die Dachkonstruktion aus Holzbalken, die als Vorbild für die Anordnung der Spinnennetz-Reisfelder gedient hatte.

Bevor wir die Rückfahrt nach Labuan Bajo antraten, hielten wir auf meine Bitte noch einige Minuten vor den beeindruckenden, aus Holz gebauten Kathedralen, Die auf dem Foto etwas weiter entfernte Kirche ist neu. Ich bat in der alten Kathedrale um Erlaubnis, auch den Innenraum fotografieren zu dürfen.

Dann ging die Fahrt über 4 Stunden wieder zurück zu unserem Hotel an der Küste. Unterwegs hatte Frank ein Unglück. Er stürzte mit seinem Scooter, weil er das Gas nicht zurück nehmen konnte. Der Hebel hatte sich gelöst und war blockiert. Als er einem heran kommendem Bus ausweichen wollte, stürzte er ins Gras am Straßenrand. Anwohner und Reisende kümmerten sich sofort um ihn. Zum Glück hatte er sich nicht verletzt.

Am späten Nachmittag waren wir nach zwei sehr interessanten Tagen wieder im Hotel angekommen.

Les Maisons traditionnelles et le petit Homme de Flores

Le jeudi 16 Mars 2017, nous avons dit au revoir à l'Hôtel catholique Wisma Sta. Maria de Ruteng. Nous avons encore regardé le beau jardin, pris des photos et avons attendu le Toyota avec chauffeur et guide. Le dernier jour de Ruteng avait commencé. D'abord, nous avons roulé pendant près d'une heure sur une route goudronnée très étroite sinueuse toujours en descente vers la valléedans laqueiie la grotte Gua Liang Bua est situé, où le squelette d'Homo floresiensis a été trouvé en 2003. Dans la grotte ouverte des fouilles ont lieu aussi encore aujourd'hui, financées par les Pays-Bas. Dans le petit musée à proximité  sont exposés le squelette et d'autres pièces, tels comme les restes d'éléphants nains. L' Homme de Flores était une espèce de petite taille de Homonides avec une hauteur de moins d'un mètre. Le faible approvisionnement alimentaire avait probablement conduit à la situation que les plus grands mammifères de l'île, par exemple des éléphants sont restés plus petits à travers de générations avant que ces espèces  sont éteintes par une éruption volcanique. Le Hobbit sur Flores, comme nous le savons maintenant, est déjà disparu avant 50 000 -  60.000 ans  bien avant que les représentants de notre espèce ont atteint l'île.

Le voyage de retour était tout aussi aventureux que le voyage aller sur la route de montagne étroite et sinueuse en mauvais état. Quand nous sommes arrivés à une école, nous nous sommes arrêtés, sommes sortis et nous avons été accueillis par les étudiants avec un grand bonjour. Et comme toujours: Photos, photos, photos!

Lorsque nous étions de retour à Ruteng, nous avons visité les maisons traditionnelles Rumah Adat, qui sont habitées par des familles. Nous avons examiné l'intérieur de la maison et nous avons vu la structure du toit de poutres en bois, qui avait servi de modèle pour la structuration des champs de riz en forme de toile d'araignée.

Avant que nous avons commencé le voyage de retour à Labuan Bajo, nous nous sommes arrêtés à ma demande quelques minutes avant les impressionnantes cathédrales construites en bois. L' église plus lointaine dans la photo est nouvelle. Dans l' ancienne cathédrale j'ai demandé la permission pour photographier l'intérieur.

Ensuite, nous sommes retournés à notre hôtel sur la côte. En route, Frank a eu un accident. Il est tombé avec son scooter, parce qu'il ne pouvait pas reprendre le gaz. Le levier était venu lâche et a été bloqué. Quand il a essayé d'éviter une approche d' un bus, il est tombé dans l'herbe sur le bord de la route. Les résidents et les voyageurs ont pris soin immédiatement autour de lui. Heureusement, il n'a pas été blessé.

 Au bout de deux jours très intéressants, vers l' après-midi nous sommes rentrés à l'hôtel.

Traditionelle Häuser und der kleine Flores-Mensch
Traditionelle Häuser und der kleine Flores-Mensch
Traditionelle Häuser und der kleine Flores-Mensch
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Veröffentlicht in Java und flores

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Katharina vom Tanneneck 07/01/2017 00:31

Hallo Joachim,
ich glaube, ihr habt eine wunderschöne Reise unternommen mit sehr vielen, neuen Eindrücken. Gut, dass Frank nichts schlimmes passiert ist aber einen Schreck wird er schon bekommen haben. Grüße ihn ganz lieb von mir.
Die kleinen Häuser gefallen mir sehr gut. Der Mensch braucht nicht wirklich viel zum Leben, Hauptsache er ist glücklich. Alles Geld der Welt, kann das eigene Glück nicht ersetzen. Die westliche Welt ist leider auf Konsum eingestellt, dabei brauchen wir das nicht wirklich.
Vielen Dank für die schönen Bilder. Ich verstehe Dich sehr gut, dass Du die Kirche sehen wolltest. Ich mag Kirchen und stecke dort auch nach Möglichkeit eine Kerze an, für liebe, verstorbene Menschen. Vielleicht spüren sie es!
Wir wünschen Dir ein schönes Wochenende und vielleicht schaut ja auch mal die Sonne hinter den Wolken hervor. Lach!
Liebe Grüße,
Katharina

anais 07/02/2017 11:51

Hallo Katharina,
herzlichen Dank für diesen schönen Kommentar. Wir haben am Eingang der Kirche zum Altar geschaut. und andächtig in Gedanken verharrt. Wir sind nicht bis nach vorn gegangen. Vielleicht gab es dort Kerzen. sonst zündet auch jeder eine an.
LG Joachim

BG 06/30/2017 18:42

Die Holzkonstruktion ist genial. Bei der Menge an heftigen Erdbeben, verhilft die Spinnennetzstruktur und die versetzten Querstreben dem Bauwerk eine enorme Stabilität bei Erdbeben. Alles kann sich ein wenig bewegen und schwingen aber nicht aus einander brechen. Das Gleiche gilt für die Holzkathedrale, die ein änliches Grundmuster aufweist. "Einfach" aber erbebensicher.

BG

anais 07/02/2017 11:48

Hallo BG,
das ist eine sehr gute Erklärung für die Nützlichkeit der Holzkonstruktionen. Vielen Dank dafür.
Ich wünsche einen schönen Sonntag.
Joachim

virjaja 06/30/2017 11:05

j'aime beaucoup la charpente de la maison, quel travail, et les églises si jolies! bisous Joachim. cathy

anais 07/02/2017 11:38

Merci, Cathy. C' était aussi impressionant pour nous.
Bon dimache!
Bisous!
Joachim

Archi 06/30/2017 10:39

Guten Morgen Joachim

Zuerst meine Worte heute an Frank. Es tut mir sehr leid, denn es hätte so viel Schlimmes passieren können. Ich hoffe, es gab nur einen Schreck und keine großen Schmerzen.

Manche Bilder, lieber Joachim sehen so aus, als ob sie im MA aufgenommen wurde, richtig spannend. Die Deckenkonstruktion der Häuser finde ich einmalig schön. Sie sorgen so sicher für eine gute Durchlüftung
Die Hütten sind so spärlich eingerichtet, und die Kiche dazu ist schon fast prunkvoll. Ziemlich krass finde ich diesen Unterschied.
Wenn ich mir den Unterschied zur westlichen Gesellschaft ansehe, müssten sich so manche Jammerlappen wirklich schämen !

Die Ausgrabungen bringen sicher noch mehr Ungeklärtes hervor. Manches sollte man allerdings ruhen lassen, wie zB Verstorbene.

liebe Grüße Uli

anais 07/02/2017 11:35

Hallo Uli,
das zeigt so etwas die Lebensverhältnisse von indigenen Völkern. In den nicht traditonellen Häusern der einfachen Leute sieht es nicht viel anders aus. Viele leben von Subsistenzwirtschaft. Nicht sehr weit weg von Flores liegt Neuguinea. Dort ist diese einfache Lebensweise noch deutlicher zu sehen. Ich denke mal, bei Archäologen spielt die Totenruhe keine vorrangige Rolle. Frank war schnell wieder o. k. Es geht ihm ganz gut.
LG Joachim