Ausflug zum Großen Stechlinsee

Veröffentlicht auf von anais

Ausflug zum Großen Stechlinsee

Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, machten wir am Nachmittag einen Ausflug nach Neuglobsow am Großen Stechlinsee. Von Lychen aus fuhren wir mit dem Auto zuerst nach Fürstenberg/ Havel (11 km) und von dort aus 13 km weiter in Richtung Rheinsberg bis Neuglobsow.

Wie auch an den Vortagen so war auch der Freitag wieder ein sehr stürmischer Tag. Nachmittags aber schien die Sonne, die uns in die freie Natur lockte. In Neuglobsow angekommen, stellten wir das Auto am Ortseingang ab. Wir spazierten die lange Dorfstraße entlang und bewunderten vor allem die alten Fachwerkhäuser, in denen früher die Glasmacher lebten. Der Ort entstand nämlich zusammen mit der Errichtung einer Glashütte im Jahre 1780, Bis 1900 wurde in Neuglobsow grünes Tafelglas hergestellt. Seit 2002 befindet sich dort auch ein Glasmuseum. Literarisch bekannt wurden Dorf und Landschaft durch den Dichter und Schriftsteller Theodor Fontane, der Neuglobsow auf seinen Wanderungen durch die Mark Brandenurg besuchte. Theodor Fontane verarbeitete das Ortsmilieu und Sagen um den See in seinem Roman "Der Stechlin". Seit 2008 ist Neuglobsow  "Staatlich anerkannter Erholungsort" und liegt am Ostufer des Großen Stechlinsees und am kleineren Dagowsee im Landkreis Oberhavel.

Unser Spaziergang führte uns an einem Restaurant und Café vorbei, das in dieser kalten Jahreszeit geöffnet war. Wir merkten es uns für die Rückweg. Wir wollten erst einmal weiter laufen bis ans Ufer des Stechlinsees. Durch den Wald führt ein breiter Weg hinunter zum Wasser genau in die nordwestliche Richtung, aus der uns der kalte, stürmische Wind entgegenblies. Am Ufer hielten wir es nicht länger als 10 Minuten aus vor Kälte. Schnell liefen wir wieder zurück in den Ort und kehrten ins Restaurant ein, wo wir uns bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen wieder aufwärmten. Während unseres Gesprächs fiel mir ein, dass auf dem Grund des Stechlins wohl ein roter Hahn leben soll, der, wenn Ruhe und Frieden des Sees gestört werden, an die Oberfläche auftaucht und den Störenfried mit in die Tiefe zieht. So jedenfalls soll es einmal einem wagehalsigen Fischer ergangen sein.

Bei Theodor Fontane hat der See noch andere mystische Besonderheiten. Beim großen Erdbeben von Lissabon und auch beim Ausbruch des Vulkans Krakatau Ende des 19. Jahrhunderts soll mitten auf dem See eine hohe Wasserfontäne empor geschossen sein und obendrauf der zornige rote Hahn.

Wir werden vielleicht einmal im Sommer wieder hierher fahren, um in dem See mit dem glasklaren Wasser zu schwimmen. Mit 70 Metern Tiefe ist er der tiefste See des Landes Brandenburg.

Excursion au lac Grand Stechlin

Le 8 mars, Journée internationale de la femme, nous avons fait une excursion à Neuglobsow au bord du lac  Grand Stechlin dans l'après-midi. De Lychen, nous avons d'abord conduit en voiture à Fürstenberg / Havel (11 km), puis encore 13 km en direction de Rheinsberg à Neuglobsow.

Comme les jours précédents ,le vendredi a été un autre jour orageux. Dans l'après-midi, cependant, le soleil brillait, ce qui nous a attiré dans la nature. Arrivés à Neuglobsow, nous avons garé la voiture à l'entrée. Nous avons marché le long de la longue rue du village et avons surtout admiré les vieilles maisons à colombages où vivaient les verriers. Le lieu a été créé avec la construction d'une verrerie en 1780 et jusqu'en 1900 le verre de table vert a été fabriqué à Neuglobsow. Depuis 2002, il y a aussi un musée du verre. Le village et le paysage ont été littéralement connus par le poète et écrivain Theodor Fontane, qui a visité Neuglobsow lors de ses randonnées à travers le Mark Brandenburg. Theodor Fontane a traité le milieu et la légende locale autour du lac dans son roman "Der Stechlin". Depuis 2008, Neuglobsow est un "lieu de repos reconnue par l'État", située sur la rive est du Grand Stechlin et du Dagowsee dans le district d'Oberhavel.

Notre promenade nous a conduit devant un restaurant et café ouvert durant cette saison froide. Nous l'avons remarqué pour le retour. Nous voulions d’abord continuer notre promenade vers la rive du lac Stechlin. À travers la forêt, un large chemin mène à l’eau exactement au nord-ouest, à partir duquel le vent froid et orageux a soufflé contre nous. Sur le rivage, nous n’avons pas supporté le froid plus de 10 minutes. Rapidement, nous sommes retournés au village et sommes allés au restaurant, où nous nous sommes réchauffés avec une tasse de café et un morceau de gâteau. Au cours de notre conversation, je me suis souvenu que sur le fond du Stechlin, un coq rouge vivra probablement. Lorsque le calme et la tranquillité du lac sont perturbés, il apparaît sur la surface du lac et et tire le fauteur de troubles dans la profondeur. Au moins, c'est ce qui aurait dû être le cas auparavant pour un pêcheur audacieux.

Dans la nouvelle de Theodor Fontane, le lac présente d’autres caractéristiques mystiques. Lors du grand tremblement de terre à Lisbonne et lors de l'éruption du volcan Krakatau à la fin du XIXe siècle, une grande fontaine d'eau aurait jailli au milieu du lac, surmontée par le coq rouge en colère.

Nous voulons retourner ici en été pour nager dans le lac avec son eau cristalline. Avec ses 70 mètres de profondeur, c'est le lac le plus profond du Brandebourg.

Ausflug zum Großen Stechlinsee
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virjaja 03/21/2019 10:49

un beau paysage, merci pour cette balade

Marina 03/11/2019 19:47

Lieber Joachim,

es ist schön, dass Sie wieder schreiben. Ich freue mich über diesen Stechlinsee- Bericht.

Gelästert wird auf der Bank, über die Bank, in der Bank,... :-))

Ich habe unlängst in Mühlberg an der Elbe eine Lügenbank gesehen. Laut mittelalterlicher Stadtgeschichte ist diese den Männern vorbehalten. Für Frauen gab es dafür Lästerkugel Halsketten.

Wie gemein !
Die Kugeln wogen 33 kg.

Viele Grüße nach Lychen schickt Ihnen Marina

anais 03/12/2019 08:26

Hallo Marina,
ich freue mich, wieder von Ihnen eine Nachricht erhalten zu haben. Über Läster- und Lügenbanken habe ich jetzt erst zum ersten Mal etwas erfahren. Die Lästerkugeln waren sicherlich eine Strafe für die Frauen, denn 33 kg am Hals sind kaum zu tragen noch zu ertragen. Hier wird jetzt das Gewächshaus in Ordnung gebracht.
Herzliche Grüße
Joachim

Archi 03/11/2019 14:28

Hallo Joachim
Euer Ausflugsziel war genial gewählt.
Der See ist ziemlich groß, und es gibt auf ihm eine Forschungsplatform, die Daten über Lichtverschmutzung und Klimaveränderung sammelt, weil es die dunkelsten Regionen Deutschlands ist.

Bei diesem Link kannst du gerne schauen, wie dieses Labor aussieht.
https://www.seelabor.de/

Wenn ihr im Sommer dort schwimmen geht, werden ihr feine Unterwasseransichten haben. Das stelle ich mir sehr spannend und aufregend vor.

Zur Lästerbank möchte ich noch sagen, dass man an vielen Orten solch eine aufstellen sollte. Tratsch gibt es ja leider zu Genüge, und nach dem Einkauf ist das für manche Personen sicher eine Lösung, ihren Nachbarschaftskampf mal zu überdenken ;-)

lg Uli

anais 03/12/2019 08:36

Guten Morgen Uli,
ich habe mir die website mit dem Seelabor angeschaut. Eigentlich hätten wir davon etwas vom Ufer aus sehen müssen. Aber vielleicht wird es über Wnter abgebaut, oder die Wellen waren zu hoch, um etwas erkennen zu können. Eine interessante Forschungsarbeit. Wir werden sehen, ob dort so etwas im Sommer zu sehen ist, falls wir wieder hinfahren. Danke für den Tipp!
LG Joachim

Katharina vom Tanneneck 03/10/2019 21:32

Hallo Joachim,
auch bei uns war es ein stürmischer Tag, trotz der Sonne. Vielen Dank für die schönen Bilder und die historischen Daten und Geschichten. Dafür bin ich immer zu haben. Lach!
An den Wellen im See, sieht man die stürmischen Winde.
Liebe Grüße von uns allen.
Katharina

anais 03/12/2019 08:40

Guten Morgen Katharina,
ich freue mich, dass Dir der Bericht gefallen hat. Jetzt geht es hier wieder zu Hause weiter. Das Gewächshaus wird in Ordnung gebracht. Heute wird die Plane abgedeckt. Dann muss am Wochenende eine Doppelstegplatte ausgewechselt werden. Die Plastescheiben werden langsam porös. Danach wird in Schalen ausgesät.
LG Joachim