„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“

Veröffentlicht auf von anais

„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“

Zu den schönsten Parkanlage in der näheren Umgebung von Lychen zählt zweifellos der Schlüßhof am Großen Lychensee.

Am 20. Juli 2019 fand dort die große Jubiläumsfeier „10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“ statt. Dazu eingeladen hatten Matthias Kschinschig als Geschäftsführer des Schlüßhofs und Birgit Bichlmeyer als dessen Lebensgefährtin.

Um 11.00 Uhr begann das abwechslungsreiche Festprogramm. Dazu gehörten z. B. eine Diashow über den Schlüßhof „Früher und Heute“, Seminar-Schnupperhappen wie Entspannungstechniken, Meditationsübungen, Spiele für Erwachsene, Kennenlernen einer Kreativtechnik, eine Ideensammlung für die Weiterentwicklung des Schlüßhofs, ein Trommelworkshop für Jedermann und eine Erinnerungsreise „20 Jahre Schlüßhof-Seminare“, sowie die Vorstellung des Schlüßhofs heute: Wofür steht er ? Und wohin kann er sich entwickeln – unter Anregung der Ideensammlung. Mit Musik und Tanz wurden die Gäste bis nach Mitternacht unterhalten.

Die rein vegetarische Küche des Hauses versorgt sonst die Seminargäste – am Samstag aber erfreute das Catering von Herrn Rehlert (Lychen, Pension Waldesruh) alle Gäste des Hofes mit feinsten Speisen und Getränken.

Wir stellten uns am Nachmittag auf der Piazza vor dem Herrenhaus ein, um an der Führung durch Haus, Hof und Park teilzunehmen. Die freundliche Gastgeberin Birgit Bichlmeyer erinnerte zu Beginn in einem kurzen Rückblick an die Gechichte des Schlüßhofs:

Oberst Georg Bruchmüller, ein vermögender hoher Militär war der Erbauer des Schlüßhofs im Jahre 1907. 1921 übernahm Gustav Barnewitz das Anwesen durch Kauf, weil er in der Nähe seines Sägewerkes leben wollte. Nach der Enteignung wurde es Ferienheim der SED-Bezirksleitung Berlin bis zur Wende. Als Sondervermögen von der Treuhand verwaltet schloss der Palästinenser (Syrer?) Younes mit der Treuhand einen Nutzungsvertrag ab und machte das Ferienhotel in der Zeit von 1991 bis 1994 für die Öffentlichkeit zugänglich. Danach erwarb Gerd Barnewitz, Enkel von Gustav Barnewitz den Schlüßhof anlässlich einer offenen Ausschreibung in den Familienbesitz zurück. Matthias Kschinschig leitete bereits seit 1999 Seminare auf dem Schlüßhof. Er hatte sich von Anfang an in das schöne Anwesen verliebt und kaufte es im Jahre 2009. Seine Lebenspartnerin Birgit Bichlmeyer stammt aus einer Gärtnerfamilie. Hier widmet sie ihre ganze Liebe und Kraft der Erhaltung und Pflege der großen Parkanlage mit zahlreichen seltenen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen.Auf der Piazza vor dem Herrenhaus verweist sie auf das helle Gebäude an der gegenüberliegenden Seite mit Seminar- und Meditationsräumen. Das war einmal eine Scheune. In dem ehemaligen Wirtschaftsgebäuden links und rechts befinden sich heute mietbare Ferienwohnungen.

Etwas versteckt hinter Bäumen schaut „Waldhaus II“ hervor - eines der wenigen in den 80er importierten „Neckermann-Häuser“, gekauft von der SED als Gästehauser - weiter entfernt das „Waldhaus I“, heute 9 Gästezimmer bietend. Wieder am Herrenhaus steigen wir über eine breite Treppe in die Beletage zur dreiteiligen „Bibliothek“ , dessen Erker im Hauptraum einen wunderschönem Ausblick auf den Park und den Großen Lychensee präsentiert.Unsere Gastgeberin führt uns zum linken Hoftor Richtung alter Bahnhof, dem früheren Haupteingang und lässt uns von dort auf das „Gesicht“ ( 1. Bild oben), wie sie sagt, der im Jugendstil erbauten Villa schauen.

Vorbei an einer sehr alten, ausladenden Rotbuche gelangen wir zum märchenhaft anmutenden kleinen Bienenhaus. Außen wird es so erhalten, wie es ist, innen zu einer originellen Ferienwohnung neu gestaltet. Dafür wird, wie immer wenn möglich, regionales Handwerk engagiert. Verschönert sind schon die 60 Jahre alten 9 Bungalows, umgebaut zu 18 Gästezimmern mit je 2 Betten.

Auf dem Weg zu einer weiten Freifläche, an Obstbäumen vorbei, gelangen wir zum „Seepavillon“, der alten Bootshalle - heute top modernisiert mit Seminartechnik, Holzschwingboden und Fußbodenheizung. Bestens geeignet für Veranstaltungen jeglicher Art, wie z. B. für die Lychener Tanzgruppe von Robert Günther ?

Weiter geht es zum alten Bootshaus. Wir blicken alle nach oben und bewundern einen der mächtig hohen Mammutbäume des Parks. Unsere Blicke gleiten wieder nach unten hinüber zur riesigen Gunnera, dem Mammutblatt mit seinen überdimensionalen Blättern – auf jeden Fall einen Besuch wert !

Vor dem nordisch-rot gestrichenen Bootshaus aus der Barnewitz-Zeit verweilen wir einen Augenblick. Es ist das einzige seiner Art, das noch am Ufer des Großen Lychensees steht.

Mit hohem Kostenaufwand soll es die nächsten Jahre saniert werden. Birgit Bichlmeyer bezeichnet es als „unser Herzobjekt“.

Vor dem Hang zum Herrenhaus liegen am Ufer zwei Teiche mit Zufluss zum See.

Zu früheren Zeiten fuhren hier die Boote hinein, um an umlaufenden Steg festzumachen. Zwei Seiten werden wieder wie einstmals angelegt, aber zugunsten der Wassertiere ohne Boote.

Etwas weiter, in Richtung Seecafé, duckt sich das kleine alte Entenhaus unter hohen Eichen mitten auf der Wiese gleichsam als Erinnerung daran, dass auf dem Schlüßhof in Vorkriegszeiten Viehhaltung und etwas Landwirtschaft betrieben wurden.

Unser sonniger Rundgang endet auf der großen Wiese am Seecafe - zu DDR-Zeiten als Sauna erbaut - das heute vegetarische Seminarküche und Begegnungsstätte ist.

Wir trinken zur Erfrischung eine Bionade und laufen zurück zum Seepavillon, um den Vortrag von Matthias Kschinschig „Wofür steht der Schlüßhof ? Was soll er werden?“ mit anschließendem Ideenaustausch mitzuerleben.

Nach der Wende immer Seminarhotel gewesen, sollte dieses Konzept nach Ansicht der Betreiber ganz oder teilweise beibehalten werden. Firmen, Organisationen, Hochschulen und Kultureinrichtungen haben diesen Ort schon seit langem als optimal für Fortbildungsseminare aber auch für Entspannungs- und Selbstfindungskurse entdeckt. Teilnehmer an solchen Veranstaltungen kommen immer gerne nach Lychen wieder. Der Schlüßhof kann aber auch einfach eine Stätte der Begegnung sein, offen für alle, insbesondere für die Lychener und die Menschen in unserer Region. Vorschläge und Ideen sind immer willkommen. Die Tore stehen offen.

Birgit Bichlmeyer und Matthias Kschinschig wünschen sich von Herzen, dass alle Besucher und Gäste Lychen und den Schlüßhof als Orte der Ruhe, der Reflexion und der Lebensfreude erleben dürfen und schätzen lernen.

Für meine Freundin Jutta und mich war es ein interessanter und erlebnisreicher Nachmittag.

Petit résumé en français
"10 ans Schlüßhof Seminar GmbH"
Le Schlüßhof, à la périphérie de Lychen, un hôtel de séminaires a récemment célébré son 10e anniversaire. Pour cet événement festif, nous nous sommes rendus sur la côte du Grand Lac de Lychen pour visiter en particulier la très belle villa, construite dans le style Art Nouveau, avec le magnifique parc et pour apprendre comment l’avenir du Schlüßhof devait être conçu. Ce magnifique complexe continuera d’être un hôtel qui accueille des séminaires de toutes sortes, ainsi que la découverte de soi, la méditation, le yoga, etc. Les propriétaires souhaitent que des manifestations culturelles y soient organisées. Ils ont ouvert leurs portes aux citoyens de Lychens et de la région.

Ce fut un après-midi intéressant et riche en événements pour mon amie Jutta et moi-même.

 

 

„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
„10 Jahre Schlüßhof Seminar GmbH“
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post

Archi 07/30/2019 19:55

Guten Abend Joachim

Manche Bienchen fliegen nachmittags noch alleine aus um vielleicht erst später ihren Standort zu sagen. Da wo es besonders schön ist - möchte man nicht gleich mitteilen, denn das Herzgefühl kann man nur im eigenen Innern teilen.
Wenn du deinen Freunden später diese schönen Bilder zeigst werden sie fragen :
Warum hatte ich nicht genug Zeit um bei dir zu bleiben.

Freundschaft ist nicht an Zeit begrenzt, denn Zeit ist relativ.

Einen schönen Abend für dich lieber Joachim
Uli

anais 07/31/2019 17:26

Vielen Dank liebe Uli. Freundschaft möchte vor allem auch in Freiheit und eigener Selbständigkeit gedeihen.
LG Joachim

Archi 07/29/2019 10:35

Guten Morgen Joachim
Deine Freundin Jutta und du hattet einen tollen Ausflug gehabt.

Das feine Projekt ist eine Oase der Ruhe. Es muss besonders schön dort gewesen sein.
Mir gefallen die Abendaufnahmen mit den leuchtenden Bäumen besonders. Ein wenig Karibik in Lychen :-)

liebe Grüße Uli

anais 07/30/2019 17:43

Hi Uli,
das war ein schöner Nachmittag. Ich bin abends allein hingefahren und habe die Beleuchtung bewundert. Auch dort zu Abend gegesssen.
LG Joachim

Katharina vom Tanneneck 07/28/2019 23:07

Hallo Joachim,
danke für den interessanten Artikel und die wunderschönen Bilder, die einen Eindruck von diesem herrlichen Objekt widerspiegeln. Ohne Dich hätte ich wohl nie davon erfahren. Dort könnte man sicher länger verweilen aber es ist wohl nur für Seminarteilnehmer vorgesehen, oder?
Liebe Grüße,
Katharina

anais 07/30/2019 17:48

Hallo Katharina,
dort kann man auch einfach nur für die Erholung buchen. Ich würde das Bienenhaus nehmen. Lach!
LG Joachim

Valencroix 07/28/2019 23:01

Quel superbe endroit paisible !
Bonne fin de journée Bisous

anais 07/30/2019 17:51

Merci pour le gentil commentaire. Je vous souhaite une agréable semaine aujourd'hui!
Bisous!
Joachim

virjaja 07/28/2019 13:05

sympa cet endroit!!! et bonne idée de le faire visiter aux habitants. bisous Joachim, bon dimanche. cathy

anais 07/30/2019 17:55

Merci chère Cathy. Un beau mardi soir!
Bisous!
Joachim