Yauhtlí und Dracocephalum

Veröffentlicht auf von anais

Yauhtlí und Dracocephalum

Yauhtlí und Drachenkopf sind keine Gestalten aus der Geisterwelt sondern wirkliche Wesen aus der Kräuterwelt. Allerdings sind sie hier bei uns keine Wildkräuter sondern sie müssen gesät und gepflanzt werden. Beide Pflanzen sind stark aromatisch und eignen sich vorzüglich für die Zubereitung von Kräutertees.

Yauhtli ist der aztekische Name für diese Gewürztagetes (Tagetes lucida), die in Gestalt und Aussehen kaum etwas von den üblichen, bekannten Tagetes hat. Typisch sind die kleinen gelben Blüten, die in Büscheln zusammenstehen. Die Pflanze galt bei den Azteken als heilig. Das getrocknete Kraut, zu Pulver zerstoßen, wurde bei Opferzeremonien den "Auserwählten" ins Anlitz geblasen, bevor sie den Göttern geopfert wurden.

Yauhtli war aber auch bereits in jenen Zeiten ein beliebtes Küchengewürz wegen der außergewöhnlichen Aromakombination. Die ganze Pflanze, vor allem die Blätter, duften intensiv nach Lakritze und Waldmeister.

 Das leuchtende Gelb der kleinen Tagetes-Blüten ist eine Zierde in Beeten oder an Wegrändern. Die jungen Pflanzen blühen ab Juli den ganzen Sommer lang.

Werden die Blätter gepflückt und getrocknet, soll der Duft noch stärker sein. 

Das zweite Kraut im Blumenstrauß ist der Drachenkopf (Dracocephalum moldavicum), ein Lippenblütler mit leuchten blauen Blütenrispen, auch Moldavische oder Türkische Melisse genannt, Das Kraut ist einjährig und kommt wild auf dem Balkan bis in die Türkei vor. Der Drachenkopf entwickelt ein zitronig, frisches Aroma und wirkt zugleich beruhigend ähnlich wie die Zitronenmelisse.

Ich trockene nun Blätter und Blüten des Yauhtlí-Krautes und bewahre  es danach in Papiertüten auf. Für Teemischungen eignen sich nach meiner Auffassung weniger intensiv aromatische Pflanzen, weil das Lakritz- und Waldmeisteraroma dominant sein sollte.

Auf dem zweiten Tablett liegen rechts Drachenkopf-Blüten zum Trocknen und links viel Herzgespann-Blätter. Die Drachenkopf-Pflanzen habe ich geschnitten und im Büschel zum Trocknen schattig in der Küche aufgehängt.

Bunte Blüten können den Tees eine schöne Färbung verleihen. Besonders schön machen das die Ringelblumen mit kräftigem Gelb.

Gemischt wird später, wenn es draußen regnet.

 

Yauhtlí et Dracocephalum

Yauhtlí et Dracocephalum ne sont pas des personnages du monde des fantômes mais de vrais êtres du monde des herbes. Cependant, ici dans notre pays, ce ne sont pas des herbes sauvages, elles doivent être semées et plantées. Les deux plantes sont très aromatiques et sont idéales pour la préparation de tisanes.

Yauhtli est le nom aztèque de cette tagetes épicées (Tagetes lucida), dont la forme et l'apparence ne ressemblent guère aux Tagetes habituelles et bien connues. Les petites fleurs jaunes réunies en grappes sont typiques. La plante était considérée comme sacrée par les Aztèques. L'herbe séchée, pilée en poudre, était soufflée sur le visage des «élus» lors des cérémonies sacrificielles avant d'être sacrifiées aux dieux.

Le yauhtli était déjà une épice de cuisine populaire à cette époque en raison de l'extraordinaire combinaison d'arômes. La plante entière, en particulier les feuilles, sent intensément la réglisse et le petit muguet.

 Le jaune vif des petites fleurs sont un joli ornement pour le jardin.. Les jeunes plants fleurissent tout l'été à partir de juillet.

Si les feuilles sont cueillies et séchées, le parfum devrait être encore plus fort.

La deuxième herbe du bouquet est la tête de dragon (Dracocephalum moldavicum), une plante de la famille des labiacées avec des panicules de fleurs bleu vif, également appelée mélisse moldave ou turque. L'herbe est annuelle et se produit à l'état sauvage dans les Balkans jusqu'en Turquie. La tête du dragon développe un arôme citronné et frais et en même temps un effet calmant similaire à celui de la mélisse.

Je sèche maintenant les feuilles et les fleurs de l'herbe Yauhtlí et je les conserve dans des sacs en papier. À mon avis, les plantes moins intensément aromatiques conviennent aux mélanges de thé, car l'arôme de réglisse et de petit muguet devrait être dominant.

Sur le deuxième plateau à droite se trouvent des fleurs de tête de dragon à sécher et à gauche beaucoup de feuilles d'agripaume. J'ai coupé les plantes du dragocephalum et les ai suspendues dans la cuisine pour qu'elles sèchent à l'ombre.

Les fleurs colorées peuvent donner aux thés une belle couleur. Les soucis avec leur jaune vif le rendent particulièrement beau.

Il sera mélangé plus tard quand il pleut dehors.

Yauhtlí und Dracocephalum
Yauhtlí und Dracocephalum

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Katharina vom Tanneneck 08/11/2020 23:44

Hallo Joachim,
danke für diese Information. Diese kannte ich noch nicht. Momentan beschäftige ich mich noch mit unseren heimischen Kräutern und habe schon viel gelernt. Aber man lernt ja immer wieder dazu auch dank Dir.
Liebe Grüße,
Katharina

anais 08/12/2020 17:10

Hallo Katharina,
diese beiden Kräuter sind leicht aus Samen anzuziehen. Der Drachenkopf ist für Einen Tee am abend zu empfehlen. Man schläft dann gut.
Meine Minzen müssen auch geschnitten werden. Also, es gibt eine Menge zu trinken. Aber ein guter Apfelsat ist unübertrefflich.
LG Joachim

Archi 08/11/2020 11:28

Hallo Joachim
Ich kann riechen was du tust :-)
Meine Yauhtli sind im diesen Jahr nichts geworden. Demnächst werde ich sie wieder erst innen aussäen. Kräuter sind kostbares Gold. Man sollte darum auch die 'Un'kräuter besser beobachten., denn irgendwo waren alle mal unbekannt.

liebe Grüße aus dem Hitzeloch DD
Uli

anais 08/12/2020 17:17

Hallo Uli,
wenn die Kräuter trocknen, habe ich immer gute Düfte in der Wohnung. Ich werde demnächst Blätter und Blüten von der Anis-Agastache ernten. Manche mögen das Anisaroma nicht. Ich mag es. Es wird wieder gemischt mit Minze oder anderen Kräutern. Ich habe in diesem Sommer kaum Giersch gegessen, obwohl der doch gut für die Knochen und Gelenke is.
Bei uns ist es sehr, sehr heiß bei strahlend blauem Himmel. Ich wünsche mir wieder ein Gewitter her.
LG Joachim