Sunday, 14. november 2010 7 14 /11 /Nov. /2010 09:10

Herbst2010-006.JPG

Wegweiser nach Brückentin. Foto J. Hantke.

 

N' Rad oda wat?

Det Fahrrad,

det wat ick hab,

fährt uff'n Berch

und wieda ab.

 

Macht öfters och mal klapp, klapp, klapp.

Saust jern durch Fützen,

schwapp, schwapp, schwapp.

Rutscht von 'ne Wurzel janz fix ab. 

 

Een Schlauch is' imma wieda schlapp.

Ick muss denn loofen, trapp, trapp, trapp.

 

Und hebt et mal von unten ab,

denn nich so hoch,

wie da oben dat!

 

Is' det nu 'n Hochrad

oda 'n Luftrad?

Oda wat!?

 

Und det uff'n Sonntach!

Na so wat, lach!

                              J. Hantke

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Saturday, 13. november 2010 6 13 /11 /Nov. /2010 17:33

Topinamburgerichte-002.JPG

 

Eine vitaminreiche Gemüsesuppe für das Mittagessen am Sonnabend.

Statt der kalorienreichen Kartoffeln habe ich den kalorienarmen weißen Topinambur ausgewählt. Porréstangen aus dem Garten, zwei Möhren und eigenes tiefgefrorenes Selleriegrün mit Scheiben der Knolle sowie hausgemachtes Chilliöl sollten als weitere Zutaten ausreichend sein. Das rohe, frische Gemüse habe ich geputzt die Topinamburknollen geschält, gewaschen und in Scheiben geschitten. Alles andere Gemüse in kleine Würfel und Ringe zerkleinert, ebenso auch die Selleriescheiben zusammen mit dem Selleriegrün kam in den Kochtopf mit ausreichend Wasser und wurde bissfest gegart. Als Würze tat ich fein gehackten und getrocknetes Majoran, einen halben Teelöffel Chilliöl und etwas Salz hinzu. Nach ca,. 20 Minuten war die Suppe fertig. Es hat vorzüglich gemundet!

Das Richtige für die schnelle Küche.

Topinamburgerichte-003.JPG

 

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Sprechen durch Schreiben
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Friday, 12. november 2010 5 12 /11 /Nov. /2010 10:04

Franzoseneiche-002.JPG

Die Franzoseneiche im November 2010. Fotos: J. Hantke.

 

Nachdem ich am Donnerstag das historische Ereignis nach Überlieferung unserer Stadthistoriker beschrieben habe, weshalb die sehr alte Eiche "Franzoseneiche" genannt wird, möchte ich dieses Natur- und Geschichtdenkmal etwas näher vorstellen. Die Geschichte von der Franzoseneiche  Ich habe heute versucht, den Umfang des Stammes zu messen und kam auf 5,70 Meter. Der Baum wird wahrscheinlich eine Höhe von 30 Metern erreicht haben. Er steht gemeinsam mit einer zweiten alten Eiche am Hang  derKienofenpromenade am Stadtsee.Franzoseneiche-001.JPG

Diese steht der anderen mit 4,60 Metern Umfang nicht sehr viel nach. Ein Seil links vom Stamm zeigt, dass die Eichen im Jahre 2004 durch Spezialisten, "Boomlöper", auf Standsicherheit geprüft wurden. Dieser Baum wurde mit Drahtseilen im Boden verankert. Beide Eichen wurden im Jahre 2005 als Einzeldenkmale in die Lychener Baumschutzsatzung eingefügt. Die Riesen haben wahrscheinlich ein Alter von mehr als 400 Jahren.

Die Franzoseneiche ist im unteren Teil hohl, und es ist eine Leistung und ein Wunder des alten Giganten, dass er trotzdem die gewaltige Last der Krone trägt.

Franzoseneiche-003.JPG  

Franzoseneiche-004.JPG

Hier noch ein Foto aus der Sommerzeit:

lychen-fotos 004

Die Eichen sind Überreste des früheren Waldbestandes der Hohenlychener Buchheide, die bis hierher reichte. Wahrscheinlich wurde ein großer Teil schon im Mittelalter für die Erzeugung von Holzkohle geschlagen. Es wird vermutet, dass Raseneisenstein zu Eisen geschmolzen wurde, wofür die Holzkohle gebraucht wurde. Allerdings ist das nicht belegt. 

Als die Stadt 1806 von den Franzosen besetzt wurde, musste sie eine hohe Kontribution an die Besatzer zahlen.Deshalb mussten die Stadtväter bei Neustrelitzer Juden eine Geldanleihe aufnehmen und zahlten zunehmend höhere Zinsen, weil keine Rückzahlung möglich war. Erst durch den Verkauf von 6 000 Klafter Eichen- und Buchenholz konnten sie sich von dieser Last befreien. Das freie Gelände wurden die Neuländer, die in Ackerparzellen aufgeteilt wurden.

Ein Anlass für diese Beschreibung ist auch der Bildband von Jeroen Pater, "Europas alte Bäume", erschienen 2010 im Kosmos-Verlag. Ich habe dieses prächtige Werk bei Jokers erstanden und bin beeindruckt, mit welcher Liebe darin die mächtigsten Bäume Europas und deren Geschichte illustriert und beschrieben werden.

"Leider", muss ich als Lokalpatriot sagen, "war die Lychener Franzoseneiche nicht dabei."

Ein Bildband, empfehlenswert für alle, die das Naturwunder "Baum" zu schätzen wissen und für diejenigen, die es begreifen möchten.

Franzoseneiche-006.JPG

 

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Thursday, 11. november 2010 4 11 /11 /Nov. /2010 10:58

Stammtischglocke-002.jpg

 

Im März des Jahres 1807 trafen in Lychen durch das Stargarder Tor kommend drei französische Ärzte ein. Ein Aquarell, um 1860 . Sie kamen von einer Armee aus Polen und waren zu einem anderen Corps versetzt.

Der am Stargarder Tor wachhabende Einwohner Köppen - ein berüchtigter Wilddieb - brachte die Ankommenden zum Bürgermeister. Bei dieser Gelegenheit bemerkte er das schwere Felleisen, das jene bei sich hatten. Er glaubte, dass sich Geld und Wertsachen darin befänden. Sofort eilte Köppen noch am selben Tage nach Himmelpfort und beredete die Gebrüder Glamann - auch berüchtigte Wilddiebe - die drei Ärzte in der Heide hinterrücks zu ermorden und zu berauben. Der Knecht des Mühlenmeisters Hoffschild, der die Ärzte nach Zehdenick bringen sollte, wurde in den Plan eingeweiht.

Der Augenblick nahte! Sobald er in den Wald kam, bog er von der Landstraße ab und fuhr in das Dickicht, wo Köppen und Glamann standen. Hier erst erfuhr der jüngste Glamann, worauf es abgesehen war. Ehe er es hindern konnte, schossen die beiden anderen zwei Ärzte tot.

Nun sollte es auch über den Dritten hergehen. Allein der jüngste Glamann erklärte: "Wer diesen dritten Arzt auch totschießt, dem werde ich selbst die Kugel durch den Kopf jagen. So wurde dieser Arzt gerettet.

Statt des Geldes und der Wertsachen aber fanden die Räuber nur chirurgische Instrumente in dem Kasten.

Der Müllerknecht kehrte mit dem Blut besudelten Wagen nach Lychen zurück und sagte aus, dass er vom Schillschen Corps angefallen und die Franzosen erschossen wären.

Dieser Aussage maßen die Franzosen keinen Glauben bei. Der Knecht sollte darauf festgenomen werden.. Er entfloh aber.

Bürgermeister Loos fürchtete, dass, wenn diese Angelegenheit nicht aufgeklärt würde, die Stadt es schwer werde büßen müssen. Er beschloss, alles zu tun, um die Schuldigen ausfindig zu machen.

Da Köppen geäußert hatte, dass er schnell zu Glamann nach Himmelpfort gehen müsse, kam man auf die Spur der Mörder. Der Bürgermeister fuhr mit dem Gendarmen Herm nach Bredereiche, wo inzwischen der gerettete Franzose auch angekommen war. Sofort wurden die Täter Glamann verhaftet. Aber der älteste Glamann entsprang und entkam.

Auf dem Rathaus in Lychen fand alsdann das Standgericht statt. Dem Stadtrichter Schulze wurde die Verteidigung der Verbrecher übertragen. Das Urteil lautete auf Todesstrafe.

Der jüngste Glamann sowie Köppen wurden standrechtlich erschossen auf dem Angelberg. Es soll an der Stelle gewesen sein, wo die Franzoseneiche heute noch steht.

 

(Aufgeschrieben vom Lychener Stadtchronisten Eberhard Kaulich).

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Wednesday, 10. november 2010 3 10 /11 /Nov. /2010 17:41

Kohlrabisalat-001.JPG

 

Ich habe dieser Tage die Kohlrabis der Sorte "Gigant" geerntet. Sie haben eine lange Wachstumszeit, weil sie besonders groß werden. Eine Riesenknolle!  Kohlrabi-Salat habe ich bisher ganz einfach zubereitet. Ich habe die Knolle geschält, gewaschen und geraspelt. Mit etwas Salz und Peffer gewürzt und verzehrt.

Diesmal habe ich mir etwas Besseres einfallen lassen. Als Zutaten habe ich ausgewählt:

- eine mittelgroße Kohlrabiknolle,

- einen süßsauren Apfel,

- eine mittelgroße Yacon-Wurzel

- eine kleine mittelscharfe rote Paprikaschote,

- den Saft einer halben Zitrone,

- einen gehäuften Teelöffel Zucker,

- eine Prise Salz

- einen Teelöffel Olivenöl.

 

Kohlrabi und Yacon-Wurzel habe ich geschält und genauso wie den Apfel gewaschen. Dann wurde alles in feine Streifen geraspelt und mit dem fein zerschnittenen Paprika gemischt. Die feinen, zarten Blätter des Kohlrabis habe ich zerkleinert hinzugetan.

Weil der geschälte Yacon an der Luft etwas grau verfärbt, wenn er nicht behandelt wird, habe ich den Zitronensaft dazu gegeben. Die Säure verhindert die Verfärbung. Da war mir die Mischung natürlich zu sauer. Der gehäufte Teelöffel Zucker hat das wieder ausgeglichen.

Ich habe mir einen erfrischenden, wohlschmeckenden, süßsauren und gesunden Salat gezaubert und alles aufgegessen!

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Natur und Wissenschaft
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