Tuesday, 25. january 2011 2 25 /01 /Jan. /2011 22:00

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Uwe Jähnichen, "Das Paradoxon der Zeit...", Öl, 2011.

 

Als Surrealist und leidenschaftlicher Verehrer des genialen spanischen Malers Salvador Dalí hat Uwe Jähnichen, Link: Schräge Kunstobjekte , sein neuestes Werk fertig gestellt - eine Ölmalerei als Geschenk für Freunde.

Seinem Bild hat er stilgerecht den folgenden deutschen Titel zugedacht und diesen im Gedenken an den großen Meister Dalí zugleich ins Spanische übertragen lassen:

 

"Das Paradoxon der Zeit/Endlose, aufgeschnittene Gurke aus der Sicht einer schwebenden Handhülle, welche filigran einen weichen, tropfenden Stahlträger vorüberträgt." (Aus dem Zyklus "Verrinnende Gesellschaft").

 

"La paradoja del tiempo/ Infinito pepino cortado desde la perspectiva de la envoltura de una mano flotante que de manera filigrante translada una viga de acero blanda y goteante." ( Del ciclo "Sociedad en transcurso" ).

von anais - veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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Sunday, 23. january 2011 7 23 /01 /Jan. /2011 17:53

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"Wir haben es satt!" Unter diesem Motto fand am 22. Januar die Großdemo gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte in Berlin statt. 22 000 engagierte Befürworter gesunder Nahrungsmittelproduktion und Gegner von Massentierhaltung und genmanimulierter Agrarwirtschaft versammelten sich am Sonntagmittag vor dem Hauptbahnhof, um in einem langen Protestmarsch durch das Berliner Zentrum bis zum Brandenburger Tor zu ziehen.

Ich musste unbedingt dabei sein!

Gemeinsam mit Berliner Freunden und Greenpeace-Aktivisten marschierte ich mit, vom Hauptbahnhof über eine lange Brücke, durch die Straßen der Friedrichstadt, am Deutschen Theater und dem Friedrichstadt-Palast vorbei, durch Geschäftsstraßen bis zum Brandenburger Tor, wo die Abschlußkundgebung stattfand.

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Für richtige Kampfstimmung sorgte die Trommeltruppe von Greenepeace, die laut den Rhytmus der immer wieder ertönenden Protestchöre angab:

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"Wir haben es satt!"  "Jeder kann etwas tun!" riefen wir Teilnehmer und machten damit unserem Unmut gegen die, allen ethischen Prinzipien widersprechenden, industrielle Landwirtschaft Luft. Ich war beeindruckt von der Vielfalt der Demonstranten. Alte Kämpfer aus der früheren Protestbewegung und sehr viele junge Leute - Väter und Mütter mit Kinderwagen - waren dabei. Bauern reisten mit Traktoren aus Bayern, Mecklenburg, Niedersachsen, Brandenburg und anderen Regionen an. Bäuerinnen und Bauern sprachen auf der Abschlusskundgebung und forderten mehr Unterstützung für die ökologisch saubere Landwirtschaft.

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Dieser Protest richtete sich zugleich gegen die Landwirtschaftskonferenz, die jetzt, anläßlich der Grünen Woche, in Berlin unter Teilnahme der Lobby großer Nahrungsmittelkonzerne und des Monsanto-Konzerns - Produzent genmanipulierten Saatguts im großen Stil - stattfindet.

Weil auch die Partei der Grünen in der Demo vertreten war - alle Achtung den Mitstreitern von der Basis - ergriff auch Renate Kühnast lauthals das Wort. Sicherlich mit einem Blick in eigener Sache auf die nächsten Wahlen in Berlin, obwohl ihre Politik als "Verbraucherschützerin" nicht ohne genmanipulierte Flecken ist. Hat mir nicht so gut gefallen!!

 

Begeistert war ich von Bärbel aus Bayern.

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Von Musikgruppen mit Schweineköpfen.

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Menschliche Kühe ließen sich willig mal am Euter melken.

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Milchkannen mit Aufklebern wurden mitgezogen.

 Demo 006

22 000 Teilnehmer, eine große Masse, aber noch viel zu wenig in der neuen Bewegung zum Umdenken unserer Einstellung zur Ernährung. Deshalb war diese Großdemo - so wurde von Sprechern betont - der Auftakt für weiteren Protest verantwortungsbewusster Produzenten und Konsumenten in Deutschland.

von anais - veröffentlicht in: Kritische Meinungen - Community: Natur und Wissenschaft
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Friday, 21. january 2011 5 21 /01 /Jan. /2011 16:20

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Als ich vor einigen Tagen in Berlin eine Verkaufsstelle der Bio-Company besuchte, kam mir die Idee, verschiedene Linsensorten auszuprobieren. Mit den Hülsenfrüchten lassen sich wohlschmeckende Eintöpfe. Salate, Pürees und Brotaufstriche zubereiten. Je ein Päckchen rote, grüne, gelbe und schwarze Linsen kaufte ich ein. Zwar ist das dort etwas teurer als im normalen Geschäft oder Supermarkt, aber dafür ist es von kontrollierter Bioqualität. Als erstes Gericht habe ich "Rote Linsen mit Backpflaumen" gewählt. Die Linsen wurden über Nacht in kaltem Wasser aufgequollen. Zur Mittagszeit habe ich eine mittlere Kartoffel geschält, gewaschen und in kleine Stücke zerschnitten. Ebenso eine mittelgroße Möhre und eine Yacon-Wurzel. Alles in einen Kochtopf mit ausreichend Wasser getan, mit etwas Mayoran, Salz und Chilliöl gewürzt. Die Backpflaumen wurden zuvor in kaltem Wasser eingeweicht. Rote Linsen und Gemüse habe ich fast weich gekocht, die Backpflaumen hinzugetan und alles noch einmal kurz aufgekocht. Eine mittelgroße Zwiebel und eine Knoblauchzehe habe ich goldgelb in etwas Rapsöl angebraten und in die Suppe gegeben. Fertig war der Linseneintopf, garniert mit fein gehackter Petersilie. Ausreichend für zwei Personen.

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Zutaten:

- 150 Gramm rote Linsen

- eine mittlere Kartoffel

- eine mittelgroße Möhre

- eine mittelgroße Yacon-Wurzel

- eine mittelgroße Zwiebel

- eine Knoblauchzehe

- einen Esslöffel Rapsöl 

- etwas Chilliöl

- Mayoran

- Salz

- Petersilie  

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Natur und Wissenschaft
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Thursday, 20. january 2011 4 20 /01 /Jan. /2011 15:56

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Selbst in Lychen gab es im Mittelalter Anklagen wegen Hexerei.

So beklagt sich Lorenz Gertt, "1602 burger zu lichen" über den Rat seiner Stadt. Man hatte seine Frau von der Straße weg verhaftet und in das Gemach gebracht, wo man eben die arme Sanna Hennings so grausam gefoltert hatte. Diese nämlich hatte sie beschuldigt, und als die Bürgersfrau nichts von den Beschuldigungen gestehen wollte und man ihr ohnehin nicht das Geringste hat beweisen können, hat man sie "in das ergste gefengnus" gelegt und war willens, sie auch zu traktieren wie Sanna Hennings. Schließlich mit dem Erfolg, dass sie, wie der Magd Sanna Hennigs Mutter, "todt uf der Letter" (= Leiter) blieb.

Die Magd hatte man ganz fürchterlich geschunden. Lorenz Gertt schreibt selbst, der Rat habe sie so "uncristlich und unerhörter weiße" peinigen lassen, dass sie eben auf jede unmögliche Frage des Rates ein Ja sagte und die ungereimtesten Dinge bekannte, um bloß der Schmerzen ledig zu werden. Was Unmögliches von den der Zauberei Angeklagten alles bei den entsetzlichen Qualen der Folter gestanden wurde, davon ein Beispiel über die Teilnahme am Hexentanz auf dem Brocken:

Da bekannte eine Frau, sie wäre die letzten drei Jahre jedesmal auf Walpurgi nachts zum Tanz auf dem Brocken gewesen. Des Abends zuvor hätte ihr Buhle ihr eine Salbe gebracht, die unter die Arme, in die Ellenbogen, unter und auf die Knie, auf Rücken und Bauch geschmiert werden musste. Unter Sprechen des Zauberversleins: "Woll up, woll up" sei sie zum Giebel hinausgefahren und auf einem schwarzen Pferd mit weißen Zähnen durch die Luft zum Brocken geritten. Dort wäre getanzt worden. Nach dem Tanz hätte der oberste Teufel, den sie Seff Jürgen geheißen, ihnen Butter und Käse gebracht und Wein aus einem Teich mitten auf dem Brocken, der sonst nur Wasser enthalte. Gegen Mitternacht habe ihr Buhle ihr und jeder seiner Bräute drei Pfennig zum Lohn gegeben, und dann sei sie heimgeritten und zum Schlag eins zu Hause gewesen. So, bis in's Kleinste, hatte die Gefolterte erzählt. Ganze drei Stunden all hat man der armen Magd auf der langen Leiter den Leib gestreckt, dass er so schmal wie ein Arm geworden. Unter den Rücken hatte der Büttel ihr ein Stück Holz gelegt und damit immer auf dem Rücken entlang "gerumpelt". Dann hatte er an die Stricke geschlagen, womit man ihre Glieder straff gezogen hielt, "damit die wehetagen in den gliedern geheufet". Was Wunder, wenn das arme Menschenkind wie gemeinhin bei Anwendung der Folter, die unmöglichsten Dinge bekannte.

So zog auch die Frau des Gertt in ihr Geständnis, und man hörte diese in der Folterkammer zu den von Sanna Hennigs gemachten Angaben. In der Nacht darauf weinte und klagte die Gequälte, dass sie ehrliche Frauen und ihre Mutter bezichtigt habe. Die zwei Lychener Bürger, die draußen an der "Stadtbude" Wache standen, kamen herein, und diesen gegenüber wiederholte sie alles und betonte, dass man sie nicht eher wollte loslassen, und dass sie vor Schmerzen alles hätte bejahen müssen. Es täte ihr herzlich leid, und klagte sie es Gott im Himmel.

Die beiden Bürger, Karsten Othmann und Michael Hermstorff, aber erzählten Gertt davon. Dieser ließ sie ihre Aussagen vor dem Prenzlauer Notar Joachim Rehberg wiederholen und bekräftigen.

Den gesamten Hergang berichtete Gertt an die Brandenburger Schöppen und bat sie, dem Rat von Lychen folgendes zu befehlen: Er solle sein "blutdürstiges beginnen und uncristliches Vornehmen und die Peinigung einstellen", bis dass alles genauer festgelegt sei. Auch die Magd sei zu schonen.

Der Bescheid von dort sah wie gewünscht aus. Gertt solle beweisen, dass man die Sanna Hennigs unrechtmäßig hart gepeinigt habe, über die Frau Gertts Ungünstiges auszusagen. Deshalb soll der Rat die Frau in gelindere Verwahrung bringen und mit jeder Peinigung einhalten, ihm vor allem Zeit zu lassen, Material für die Verteidigung zu sammeln. Weiteres würde dann entschieden werden.

Wie die Angelegenheit auslief, ist unbekannt. Ob es aber Gertt gelang, das Geforderte zu beweisen, steht dahin. Denn die Folter, die entsetzlichen Qualen formten die Aussage doch nach dem Wunsch der Richter. Und wer der Zauberei etc. angeklagt war, war so gut wie verloren.

(Aus: "Templiner Kreisblatt", 1929, Nr. 17, Beilage "Unsere Heimat")  

von anais - veröffentlicht in: Lychener Stammtisch-Geschichten - Community: Sprechen durch Schreiben
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Tuesday, 18. january 2011 2 18 /01 /Jan. /2011 22:04

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Jetzt ist sie da, die exquisite, fesche Unterwäsche für die anspruchsvolle Dame!

Ich musste eine ganze Weile warten, bis Stahlkünstler und Surrealist Uwe in einer alten Truhe aus der Sammlung seiner Großmutter die bequemen und gesunden Unterhosen aus alten Zeiten gefunden hatte. Seine auf Schneid und Schick bedachte Mutter Jutta nahm sie sogleich in Empfang. nicht um die Beinkleider anzulegen sondern, um sie zu waschen und mit Sorgfalt zu bügeln.

Uwe hatte die Idee, die wertvolle, feine Wäsche in seiner Berliner Künstlergalerie in Berlin-Lichtenberg, Skandinavische Straße modisch an der wohl proportionierten Dame zu drapieren, damit sie so richtig zur Geltung käme.

Die Dame trägt eine verzierte Nachtjacke über das weite Unterteil mit offenem Schlitz. Der Busen wird von einem Gesundheits-Bh in Form gehalten. Alles aus feinstem Linnen!

Über die Bezeichnung des leider aus der Mode gekommenen Dessous entbrannte vor nicht allzu langer Zeit eine Diskussion auf meinem Blog, und Forderungen von modebewussten Damen link , link wurden erhoben, die Streitobjekte, um die es in einem Artikel ging, doch einmal zu zeigen. Link: Ach! Die arme, alte Diesner!

Dazu muss ich bemerken, dass ich den "Liebestöter" bisher noch nicht aufgetrieben habe. Aber- wir wollen doch Liebe nicht töten sondern anregen. Dieses erotische Stück tut es ganz gewiss!

Es sollte wieder des öfteren getragen werden, meine ich.

 Mit geübtem Auge hat Uwe die wichtigsten Stellungen - von vorn, von hinten, von der Seite und ganz nahe mit Durchblick - auf seine Linse gebannt.

Bitte schön! 

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von anais - veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien - Community: Sprechen durch Schreiben
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