Monday, 26. september 2011 1 26 /09 /Sept. /2011 09:28

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Am vergangenen Wochenende fanden zum zweiten Mal in diesem Jahr die "Tage der Offenen Gärten" in den Uckermark statt. Ich war gespannt, ob im spätsommerlichen September das Interesse an Gartenkultur genau so rege ist wie im blütenreichen Juni. In meinem Nutzgarten sind die Monate September und Oktober Zeit der Ernte, des Umpflanzens und des Jätens und Säuberns. Wochen zuvor hatte ich schon jede Menge Unkraut gezogen und zu einem hohen Hügel am Rande des Gartens zusammengetragen. Die letzten großen Zucchinis ließ ich zur Schau liegen, Rote Beete standen noch in Reih' und Glied, Der Paprika hatte sich rot gefärbt, blauer und gelber Wein leuchtete in der Sonne, Yacon und Topinambur waren hoch gewachsen, der Neuseeländer Spinat streckte seine satt grünen Ranken aus. An den Rändern und auf den Blumenbeeten blühte es in Gelb, Rot und Blau.

Meine Lychener Naturfreunde Gabriele und Horst Benedix ünterstützten mich mit einer Fotoausstellung und roten Frühlingsprimeln zum Mitnehmen. Gabriele zeigte eine Auswahl ihrer schönen Fotos aus Wald und Flur unserer Lychener Landschaft. Ich hatte einige Tüten mit den verschiedensten getrockneten Minze-Teesorten, Jiaogulan (Kraut der Unsterblichkeit), Melisse und getrocknetem Perilla-Tee für die Besucher vorbereitet, dazu eine bunte Tomatenkollektion und die Früchte der Inka-Gurke. Ein paar Töpchen mit grün-weißem Jamaika-Thymian, der auf Bratkartoffeln besonders gut schmeckt, fanden Erstaunen und Bewunderung.

Bei den immer wieder neuen Gartenrundgängen erklärte ich, was bei mir so alles gedeiht und verwertet wird. Erdmandeln, Yacon, Perilla und Neuseeländer Spinat waren Neuheiten für fast alle. Sie staunten auch nicht schlecht, als ich ihnen die Inka-Gurke als filigranen Giganten zeigte, der seine mit Früchten behangenen Ranken weit über das Schuppendach hinaus geschoben hat.

Eine immer wieder gestellte Frage hat mir großen Spaß gemacht. Im unteren Teil des Gartens wächst der chinesische Blumenhartriegel, der sich alle zwei Jahre im Mai/ Juni mit großen weißen Blüten schückt. Jetzt hängen an dem Strauch rote, erdbeerähnliche Früchte. So fragten eben viele: "Sind das dort Litschis?" " Oho! Litschis in der Uckermark! Das wäre etwas ganz Neues und Feines," meinte ich und erklärte, die Früchte wären pappig und deshalb nicht genießbar. Dann stellte sich am Sonntagnachmittag aber ein junges Ehepaar ein, und die hübsche Frau widersprach mir: "Das stimmt nicht! Wir waren auf der Insel Mainau, und da kann man diese Früchte essen." "Na," meinte ich neugierig, "Wenn das so ist, dann werde ich mal eine Reife abpflücken, und wir probieren sie." Und wirklich, das gelbe Innere schmeckt süß und saftig! Nachfolgende Besucher haben die Beeren ebenfalls probiert. Wahrscheinlich hatte ich vor zwei Jahren eine Unreife für mich abgepflückt, die ich nicht essen konnte. So haben wir alle wieder etwas hinzu gelernt.

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An beiden sonnigen Nachmittag gab es Kaffee und leckeren Pflaumenkuchen, den Gabriele gebacken hatte. Wer wollte, konnte auch meine Schnittchen mit Himbeermarmelade oder Kräuterquark kosten. Roter Perilla-Tee und Pfefferminztee standen als Getränke bereit. Am Sonntagnachmittag war die Runde derer, die eine Weile geblieben sind, etwas größer. Wir plauderten, und ich las einige meiner Stammtisch-Geschichten zur Erheiterung vor.

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So war auch dieser offene Frühherbstgarten ein schönes Erlebnis für uns alle.  

von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Natur und Wissenschaft
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Wednesday, 21. september 2011 3 21 /09 /Sept. /2011 15:50

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Am Dienstag fand in der Uckermark der "Tag der offenen Tür" der Volkssolidarität statt. In Lychen hatte das Mehrgenerationenhaus ab 10.00 Uhr seine Pforten für die Besucher geöffnet. Mit sehr viel Liebe hatten Hobbyfotografen. die Strickgruppe und andere Hobbykünstler eine interessante Ausstellung am Rande des großen Raumes für Geselligkeiten und Veranstaltungen vorbereitet. Sehr schön anzusehen waren die Naturfotografien im Großformat und die vielen Strickwaren. Ich war vor allem von den warmen Socken für 5,- Euro ganz bestrickt. Feine Häkelarbeiten waren ebenfalls zu sehen. Ich hatte vier Malereien ausgestellt und ein besonders hübsches Album, angefertigt von Frau Benedix zu meinem Geburtstag. Viele meiner Gedichte hatte sie darin auf passenden Hintergrundfotos gedruckt. Ein Geschenk, über das ich mich sehr gefreut hatte.

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Am Vormittag trafen einige Schaulustige ein, vor allem ältere Bürger. Die Musikerinnen und Sängerinnen Anni Hartmann und Hermine Gottlick brachten das erste Ständchen.Am Nachmittag, zu Kaffee und Kuchen, sangen beide lustige, humorvolle aber auch gefühlvolle Lieder im Duett. Viel Beifall haben sie von dem kleinen Publikum erhalten.

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Nun sollten sich die Lychener allerdings daran erinnern, dass das Haus für drei Generationen eingerichtet wurde, also für Kinder, Leute im besten Alter und Senioren. Ein harmonisches Zusammenleben bei Kultur, Sport und Geselligkeit der drei Generationen, so hoffte und wünschte man - würde sich dort entfalten. Ich habe auf dieser Veranstaltung keine jüngeren Frauen und Männer erblickt. Von Kindern oder Jugendlichen ganz abgesehen. So wird wohl aus dem erhabenen Ziel nichts werden. Das wäre auch ein Wunder in dieser Gesellschaft, wo jeder in erster Linie sein eigenes Ding macht. Diejenigen, die einen Blick hineingeworfen haben, sind aber sicherlich auf ihre Kosten gekommen. 

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von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Sprechen durch Schreiben
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Sunday, 18. september 2011 7 18 /09 /Sept. /2011 17:14

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Als ich heute vormittag in den Garten ging, um die Himbeeren zu pflücken, war der Himmel zwar mit grauen Wolken bedeckt, aber ich hoffte, die Beeren im Trocknen zu ernten. Die Himbeersträucher sind von der mehrfach tragenden Sorte. Man kann bei gutem Wetter davon bis in den Oktober hinein ernten. 

Bei den Roten fing ich an, da tröpfelte es schon von oben herab. So ein paar Tropfen, dachte ich mir, schaden nichts. Als ich die roten Beeren abgeerntet hatte, ging ich hinüber zur anderen Seite, wo die Gelben stehen. Als ich mit der ersten Rute begann, verstärkte Petrus seinen Gießkannenguss. Eigentlich wollte ich in diesem Moment aufhören, weil die gelben Himbeersträucher mehr sind als die Roten. Ich wollte allerdings noch vor dem Mittagessen aus den Früchten Marmelade kochen. So habe ich also weiter gepflückt bis alle Zweige abgeerntet waren. Schließlich war auch die Schüssel voll, und ich war voll durchgeweicht. Aber ich hatte mein Ziel erreicht und konnte so Marmelade kochen.

Und das geht - wie alle wissen - ganz einfach: Ich habe die Beeren erst einmal eine Weile gewässert, damit ich auf der Oberfläche die Ohrenkneifer, Asseln und anderes, nicht gerade süßes Kleingetier absammeln konnte. Dann habe ich die Himbeeren aussortiert. Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Ein Kilogramm musste ich genau abwiegen.

Nun habe ich die Früchte mit 500 Gramm NATURA Gelierzucker aus dem Naturkostladen gut vermischt. Unter ständigem Rühren ließ ich die Masse 3 Minuten lang kochen. Fügte dann laut Anweisung 100 ml Zitronensaft hinzu und kochte alles noch einmal 2 Minuten lang auf, ohne das Rühren, Rühren ... zu vergessen.

Jetzt konnte ich die Marmelade in die sauberen Schraubgläser füllen. Anschließend stellte ich sie 5 Minuten lang auf den Kopf, und mittlerweile ist die leckere Marmelade fest geworden. Ab jetzt wartet sie auf die Schleckermäuler!!

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von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Natur und Wissenschaft
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Thursday, 15. september 2011 4 15 /09 /Sept. /2011 08:15

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Am vergangenen Wochenende feierte die Lychener Musikerin Erika Bondzio ihren 90. Geburtstag. Zu der Festveranstaltung hatte die Ortsgruppe der Volkssolidarität am Sonnabendnachmittag in das Alte Kino eingeladen. Viele Freunde und Bewunderer userer Stadtmusikantin ließen es sich nicht nehmen, der Jubilarin zu gratulieren. Mit Blumen, Geschenken, Gedichten und Trinksprüchen auf ihr Wohl wurde Erika Bondzio reich bedacht.

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Der Bürgermeister der Stadt Lychen, Sven Klemckow, kam mit einer ganz besonderen Überraschung. Er zeichnete die Musikerin mit der Verdienstmedaille der Stadt Lychen aus wegen ihrer mehr als 50 Jahre währenden aktiven Mitarbeit am Kulturleben ihrer Heimatstadt.

Bereits 1946 hatte sie ihr Talent im Großen Lychener Mandolinenorchester unter der Leitung des Musikers und Komponisten Paul Grams unter Beweis gestellt. Nach dessen Auflösung 1965 hatte sie allein weiter musiziert. 1979 reihte sie sich in den Lychener Seniorenchor ein, übernahm später die Leitung und hat den Chor nie untergehen lassen. Bis heute setzt sie dessen Tradition in der fröhlichen Singegruppe der Volkssolidarität fort. Dann kam das Jahr 1981 - genau vor 30 Jahren. Mit einem kleinen Terzett hat sie die Mandolinenmusik neu belebt. Mit ihrem reichhaltigen Liederrepertoire erfreut das Ensemble immer wieder aufs Neue das Publikum nicht nur in Lychen sondern in vielen Orten der Uckermark und über die Kreisgrenzen hinaus.

Erika Bondzio hat zahlreiche eigene Lieder komponiert und getextet, die, wie wir alle hoffen, der Nachwelt als heimatliches Kulturgut erhalten bleiben werden.

Die Geburtstagsveranstaltung wird der Jubilarin neuen Auftrieb für ihr weiteres Leben gegeben haben. Der Lychener Frauenchor "Silberklang" brachte ein schönes Geburtstagsständchen, und die Mandolinengruppe spielte zum Abschluss alle ihre Lieblingslieder.

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Spaßig und humorvoll ging es zu, als Rosita Ücker das Gedicht über die Schüssel vortrug und sie Erika zum Schluss schenkte.

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Auch mein Freund Frank aus Berlin fasste sich vor dem Publikum ein Herz und trug ein sinnvolles Gedicht zum Nachdenken vor. Weil Erika ihr ganzes Leben in Lychen verbracht hat, spielte er ihr zwei französische Chansons, "Champs Elysee" und "Mélancholie" zur Abwechslung vor.

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Ich führte durch das ganze Programm und hielt die Festrede (Über das Foto darf gelacht werden!).

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Erika Bondzio hat in einem Interview der "Templiner Zeitung" ihren Wunsch geäußert: "Zehn Jahre möchte ich noch singen und spielen." Wir alle hoffen von ganzem Herzen, dass Mutter Erde ihr diesen Wunsch erfüllt und noch Jahre hinzu setzt!

von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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Tuesday, 6. september 2011 2 06 /09 /Sept. /2011 16:59

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Die Engelstrompete hat sich mit zahlreichen Knospen und Blüten geschmückt. Schaue ich am Abend vor Einbruch der Dämmerung an, so entfaltet sie ihre langen Glocken in zartem Gelb. Betrachte ich sie am folgenden Vormittag, haben sich ihre Blüten vom Vorabend in ein zartes Rosa verwandelt.

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Mit diesem prächtigen Blütenglockenspiel wünsche ich allen meinen Freunden und Besuchern meiner Site eine angenehme Woche!

von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche - Community: Natur und Wissenschaft
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