Wednesday, 10. february 2010
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18:06
1764 erhielt Templin sein viertes Stadttor am Ausgang der Oberen Mühlenstraße. Der Beweggrund für die Öffnung
der Stadmauer an dieser Stelle war die zu der Zeit erfolgte Einebnung der Wallanlagen und die Umgestaltung der neu gewonnenen Flächen vor der Mauer in Gärten. In Straßenbreite wurden ein Teil der
Stadtmauer und ein Wiekhaus niedergerissen. Zwei Torpfeiler im barocken Stil und das auf dem Foto sichtbare Akzisehäuschen wurden errichtet. Im Akzisehäuschen saß der Torschreiber und kassierte für
die Einfuhr von Waren und Produkten in die Stadt. Viele Templiner legten vor dem Neuen Tor ihre Gärten an, und die Stadtväter versprachen sich von der Einfuhr der Gartenprodukte lohnende
Zolleinnahmen. Die Händler hatten hier ihre Kreuzer und Groschen abzuliefern. Die barocken Pfeiler des Tores wurden 1960 abgerissen wegen des zunehmenden Verkehrs, Ab 1994 war das Akzisehaus Sitz
der Templiner Tourismus-Information, die sich allerdings jetzt im alten Rathaus auf dem Marktplatz befindet.
Friday, 8. january 2010
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17:05
Das Prenzlauer Tor ist die größte erhaltene Toranlage in Templin. Es steht an der Nordostseite des mitteralterlichen Stadtkerns. Auf dem Bild ist die
Wehranlage von außen, vom Vortor her, zu sehen. Der ursprüngliche Feldsteinbau ist noch über das zweite Geschoss hinaus zu erkennen. Auf der Stadtseite des dreigeschossigen Torturms zeigen sieben
Blendnischen über der Toreinfahrt den gotischen Vertikalverlauf an. Das dritte Obergeschoss zeigt die gleichen Schmuckelemente wie das Berliner Tor. Den Giebel zieren acht geputzten Blenden
und sechs Filialpfeiler. Die Giebelschrägen sind mit einfachen Formsteinen besetzt, die wahrscheinlich früher vorhandene Krabben imitieren sollen. Auf der Außenseite ist die architektonische
Gestaltung des dritten Obergeschosses und des Giebels nahezu identisch mit der stadtzugewandten Seite.
Die Anlage wird vervollständigt durch das Vortor und zwei Mauern, die Haupt-und Vortor miteinander verbinden und den Zwinger bilden. Vortore waren kriegstechnisch wichtig und dienten als Schutz des
Haupttores. Dieses Vortor besitzt als Besonderheit zwei Durchfahrten. Darüber schmückt ein Fries gleich hoher Spitzbögen die Wehranlage.
Das Prenzlauer Tor wird kurz nach 1400 in dieser Form errichtet worden sein.
An der Südseite befindet sich der sogenannte Waldemarsgang mit dem Waldemarstor. Diese Bezeichnung ist mit der Legende um den falschen Waldemar verbunden. Der letzte Waldemar aus dem Geschlecht der
Askanier wurde 1319 im Kloster Chorin bestattet. 29 Jahre später tauchte ein Mann auf, der sich als dieser Waldemar ausgab. In Chorin habe er einen Diener begraben lassen, und er selbst habe die
verstrichene Zeit im Heiligen Land gelebt. Die Identität wurde anfangs nicht geklärt. Der deutsche Kaiser erkannte ihn an, und die früher askanischen Städte, so auch Templin,
leisteten ihm den Treueschwur. An diesem Schwur hielten sie auch weiterhin fest, als der "Falsche Waldemar" geächtet wurde. Der Kaiser zwang deshalb diese Städte, ihre Stadttore zu vermauern. Die
Stadtväter ließen ein neues Tor in die Mauer brechen und verbanden es mit einer Zwingmauer, die somit den Waldemarsgang bildete. Diese im Original erhaltenen Feldsteinmauer stammt sicherlich aus
der 2. hälfte des 14. Jahrhunderts.
Tuesday, 15. december 2009
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Das Berliner Tor in der Templiner Stadtbefestigungsanlage ist an seiner stadtabgewandten Außenseite fast identisch mit dem Mühlentor. Das Tor wurde früher
auch Hindeburgisches Tor genannt nach dem nächstliegenden Ort Hindenburg. Der fein gegliederte, dreigeschossige Turm hatte einst zwei Zugänge zur Wehrplattform. Heute ist nur noch einer
benutzbar.
Die Stadtseite zeigt eine der schönsten Fassaden
mitteralterlicher, norddeutscher Backsteintore. Eine in Höhe der Stadtmauer angebrachte, weiße Querblende fügt die Tordurchfahrt für den Blick des Betrachters in den Mauerverlauf ein. Jeweils zwei
außen liegende weiße Blenden verlaufen über die drei Etagen und lassen den Turm schlank und hoch erscheinen. Jede der drei Etagen ist durch zwei Zwillingsfenster in Spitzbogenblenden
gekennzeichnet. Die in der Mitte verlaufende, schmale Blende unterstreicht zusätzlich den emporstrebenden Bau. Die unterhalb der Giebelfront angebrachte Querblende schließt die drei Geschosse ab.
Der siebengeteilte Blendengiebel, eine typische architektonische Form des Mittelalters, ist mit ebenfalls sieben Filialpfeilern besetzt, die den gotischen Bau abschließen.
Ursprünglich besaß das Berliner Tor ein Vortor und einen Waldemarsgang. Vortor und Waldemarsgang sind nur noch am Prenzlauer Tor erhalten, das später dargestellt wird.
Im Jahre 1860 wurde das damals recht baufällige Tor ausgebessert und zu einem Kornspeicher umfunktioniert. An der hier nicht sichtbaren Nordseite wurden Speicherlucken und eine Winde
angebracht.
Im Berliner Tor befindet sich seit 1982 eine Ausstellung zum Natur- und Umweltschutz in der Uckermark. Sie wurde 1996 neu gestaltet und ist dem Besucher von der Stadseite aus über den Seitenaufgang
zugänglich.
Thursday, 10. december 2009
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10:26
Das Mühlentor ist das älteste der drei mitteralterlichen Torbauten in der Templiner Befestigungsanlage. So wie sie heute zu sehen sind, stammen
alle drei Tore aus dem 14. Jahrhundert. Ursprünglich waren sie - wie die Mauer - ganz aus Feldsteinen gebaut. Es waren einfache, zweigeschossige Gebäude mit einer Wachanlage über der Einfahrt.
Der Torunterbau aus der Anfangszeit ist noch erhalten. Templin als damals bereits wohlhabende Stadt leistete sich später die fein gegliederten, gotischen Backsteintürme.
Auf der Stadtinnenseite befinden sich vier und drei spitzbogige Blendnischen mit drei Zwillingsfenstern. Friese mit Palmenornamenten setzen die Stockwerke voneinander ab. Diese Plattenfriese sind
sowohl auf der Innen- wie auf der Außenseite des Tores zu erkennen.
An der äußeren Seite hat das Tor eine andere, wuchtigere Gestalt. Dort laufen die beiden Pfeiler bis zum Giebelansatz hoch und bilden einen Spitzbogen. In Traufhöhe liegt die Wehrplattform. Die
Zinnen der Plattform wie auch die Giebelschräge sind mit Filialpfeilern besetzt.
Das Mühlentor trägt auch die Bezeichnungen Gandenitzsches oder Lychener Tor.
Mag sein, dass die Tore in ihrer ursprünglichen Form so ähnlich ausgesehen haben, wie das frühere Stargarder Tor in Lychen, das ist allerdings 1976 wegen mangelnder Instandhaltung und zunehmendem
Straßenverkehr eingestürzt. Zur Anschauung hier ein Aquarell des Lychener Malers Erich Eisert aus dem Jahre 1952.
Wednesday, 9. december 2009
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22:41

Meine Absicht für heute war eigentlich, das erste der drei wunderschönen mitteralterlichen Stadttore von Templin zu zeigen. Als ich aber über den großen Marktplatz schlenderte,
erspähte ich dieses ganz neuzeitliche Tor. Es führt hinein in einen kleinen Hof mit feinen Geschäften und einer kleinen Gemäldegalerie. Ich bin aber vor dem Tor stehen geblieben und habe den
kleinen Akrobaten Pomukol zugeschaut, wie der, ohne müde zu werden, pausenlos kopfüber Saltos dreht. Der ist in seiner Gelenkigkeit zu beneiden. Am liebsten würde ich ihn zu meinem Avatar im Block
machen. Dann müsste ich allerdings meinen Blog inhaltlich ändern. Also belasse ich ihn lieber so, wie er ist.
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