Thursday, 1. september 2011 4 01 /09 /Sept. /2011 18:19

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Als die Lychener Mandolinengruppe kürzlich einen Auftritt auf dem Retzower Dorffest hatte, bereitete ich für mein Ansageprogramm eine kleine Überraschung für die Leiterin der Instrumentalgruppe, Erika Bondzio, vor.

Erika feiert in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. In einem solch' beachtenswertem hohem Alter wäre es für sie sicherlich sehr angenehm, wenn sie sich für alle schweren Arbeiten zu Hause eine Haushaltshilfe, sozusagen eine Magd, halten würde. Wenn diese dazu auch noch vom Lande wäre, könnte sie voller Kraft bei Erika wirtschaften. Für diese Meinung holte ich mir die Zustimmung des Publikums ein.

Erika versorgt sich allerdings noch selbst. So habe ich ein lustiges, humorvolles Gedicht einfach auf sie zugeschnitten und sie als Herrin der Magd eingesetzt.

Im zweiten Teil des Konzerts, wo vor allem Schlager aus der Jugendzeit gespielt werden, trug ich es vor. Erika wusste davon nichts. Und so stellte ich mich neben sie in Positur und begann:

 

Die Unschuld vom Lande

 Frau Erika hat kürzlich ohne Spaßen

ganz plötzlich ihren Hausarzt kommen lassen.

Denn ihre Magd vom Lande, die Lisett,

die liegt seit gestern krank im Bett.

 

Vier Treppen hoch der Arzt muss steigen.

Er fühlt den Puls, lässt sich die Zunge zeigen.

Doch – gänzlich negativ ist der Befund.

Der Arzt, der sagt sich: Die Magd ist kerngesund!

 

Ich kann hier wirklich keine Krankheit konstatieren.

Die Unschuld vom Lande scheint zu simulieren.

Als er sie dann nach Schmerzen fragt,

hat sie's im Vertrauen heimlich ihm gesagt.

 

Zwei Monat' hab ich schon keinen Lohn bekommen

von der Frau Bondzio, drum hab' ich mir vorgenommen:

Ich lege mich ins Bett und rühr' mich eher nicht,

bis dass Frau Erika nachkommt ihrer Pflicht!

 

Der Arzt, der war erst baff, dann dachte er mit Lachen:

Die Bauern, die sind schlau, die wissen es zu machen!

Das Mittel schien ihm recht, und er hat zu der Magd gesagt:

Rutsch' was zur Seite und lass' mich bei Dir liegen!

Denn ich hab' auch noch hundert Euro zu kriegen.

 

Das Publikum lachte aus vollem Halse und klatschte Beifall. Erika aber, schlagfertig wie sie nun mal ist, gab mir einen Knuff in die Rippen, wandte sich daraufhin zum Publikum und fragte laut: „Freunde! Schulde ich noch jemandem Geld?“

 

 

 

 

 

 

 

von anais - veröffentlicht in: Lychener Stammtisch-Geschichten - Community: Sprechen durch Schreiben
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Tuesday, 30. august 2011 2 30 /08 /Aug. /2011 18:46

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Der Plox gehört sicherlich zu den farbenprächtigsten Sommerblumen. Ich habe hier nur ein paar Varianten aufgenommen. Mehrere andere Stauden sind bei mir noch nicht so richtig zur Blüte gekommen weil sie noch zu jung sind. Sie brauchen guten, nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Diese Pflanzen habe ich deshalb an anderer Stelle neu gesetzt und bin gespannt, wie sie sich entwickeln werden. Der Plox wird auch Flammenblume genannt.

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Mit den farbenprächtigen Blüten möchte ich allen meinen Freunden und Besuchern einen guten Verlauf der Woche wünschen!

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von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche - Community: Sprechen durch Schreiben
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Sunday, 28. august 2011 7 28 /08 /Aug. /2011 18:12

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 Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Gerhard Stechbart hat in der St.-Johannes-Kirche am heutigen Sonntag seine letzte Predigt vor dem Ruhestand gehalten. Mehr als 38 Jahre stand er im Dienst der Kirche Berlin-Brandenburg, und fast 30 Jahre lang übte er das Pfarramt in Lychen aus. Viele von uns kennen ihn aus seiner Jugendzeit, als noch sein Vater das geistliche Amt inne hatte. Viel Gutes hat Gerhard Stechbart in all' den Jahren als Seelsorger getan. Immer hat er ein offenes Ohr und Mitgefühl für Menschen gehabt, die bei ihm Hilfe gesucht haben.

Darüber hinaus hat er sich bleibende Verdienste erworben beim Erhalt der mitteralterlichen, gotischen Feldsteinkirche. In die Zeit seines Wirkens fallen die aufwendigen Sanierungen des Daches, des Turms und der Außenfassade. Während der DDR Zeit, als dafür kaum Mittel zur Verfügung standen, hat er selbst mit der Maurerkelle auf der Leiter gestanden und Risse und Fugen ausgebessert. Immer wieder hat er sich für Reparaturen an der klangvolle historische Grüneberg-Orgel eingesetzt. Rundum, er hat das ehrwürdige Gotteshaus in einen guten, sehenswerten Zustand gebracht, worüber sich sein Nachfolger sicherlich freuen wird.

Gerhard Stechbart hat die Kirche gemeinsam mit seiner Ehefrau Marianne zu einem Zentrum geistiger und weltlicher Musik gemacht mit vielen Konzerten und Chorgesang aus nah und fern.

Vor allem viele Lychener haben deshalb seinen letzten Gottesdienst besucht und ihre Sympathie und ihre Anerkennung in Dankesreden, mit Blumen und Präsenten zum Ausdruck gebracht.

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Zweifellos wird Pfarrer Stechbart in seinem „Ruhestand“ weiterhin aktiv bleiben. Was er sich genau vorgenommen hat, hat er uns noch nicht verraten. Aber zu Allem wünschen wir ihm viel Gesundheit, Tatkraft und Freude!

Der Abschiedsgottesdienst klang aus mit einem gemütlichen Beisammensein auf dem Kirchplatz.

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von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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Friday, 26. august 2011 5 26 /08 /Aug. /2011 10:20

  Stammtischglocke-002.jpg   

Diese Geschichte ist ganz frisch, so frisch, als hätte ich sie heute erst erlebt. Sie lässt sich nicht mit wenigen Zeilen wiedergeben. Macht Euch auf etwas gefasst!

Am Ende des erlebnissreichen Nachmittags auf dem alten Gut Christianenhof, mitten in der Nordwestuckermark gelegen, setze ich mich in meinen kleinen silbergrauen Ford Fiesta, um wieder nach Hause zurück zu fahren. Der späte Nachmittag lässt die Sonnenstrahlen über weite Felder gleiten. Trotz der vielen Regengüsse leuchten sie goldgelb, am Horizont umsäumt von Kiefernwäldchen und fernen Dörfern. Ich genieße das herrliche Panorama, denn auf der schmalen, wenig belebten Aspaltstraße von Schönermark nach Gollmitz kann ich gemütlich fahren und fühle mich von keinem Raser bedrängt. Ich halte an und mache ein Foto.

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Irgendwie aber drängt es mich doch nach Hause. Klar, ich möchte nämlich noch eine Runde im Stadtsee schwimmen. Deshalb werde ich nicht mehr anhalten sondern zügig bis Lychen durchfahren. Durch das Dorf Gollmitz, immer rechts, komme ich wieder durch die majestätische Lindenallee, habe bald das kleine Straßendorf Berkholz hinter mir gelassen und lenke mein treues Gefährt auf Boitzenburg / Uckermark zu. Schnell sause ich den steilen Endmoränenberg hinunter und die hügelige Hauptstraße wieder hinauf. Einen kurzen Blick werfe ich auf die geschichtsreiche Arnimsche Kirche St. Marien auf dem Berge inmitten von Boitzenburg und muss vor einer Ampel halten, weil sie rot leuchtet. Diese Ampel steht da schon seit Jahren, wahrscheinlich weil die Stützmauer am Kirchengelände morsch ist. Wer weiß ?

Lange bin ich noch nicht aus dem Marktflecken heraus, da wundere ich mich zum ersten Mal über die etwas holprige Fahrweise meines Autos. Was kann das denn sein, grübele ich, während ich so ungewohnt weiterfahre. Ich gehe auf den vierten Gang zurück. Das Holpern wird stärker. So durchquere ich schon im dritten Gang das alte Hardenbeck auf dem Kopfsteinpflaster in der Hoffnung, dass sich die Holperei gegeneinander ausgleicht oder sich aufhebt. Nichts dergleichen! Auf der gewundenen Uferstraße am Mahlgastsee wird mir die Geschichte langsam unheimlich. Mein einziger Gedanke: Du musst doch noch bis nach Hause kommen, und da liegen noch gute zehn Kilometer vor Dir. Auf der Geraden vor Brüsenwalde stuckert es plötzlich derart, dass ich blitzschnell den Wagen am Straßenrand stoppe und aussteige,

Da sehe ich zu meinem Entsetzen, dass der Reifen des linken Hinterrades nur noch ein einziges, heißes, übel riechendes Knäuel ist neben blanker Felge! Ich steigere mich in Panik. Nur einen Gedanken habe ich: „Lass' das Auto stehen, halte jemanden an, der Dich mit nimmt nach Lychen und rufe Deinen Mechaniker Mike an. Der muss hierher kommen und alles machen!“ In fieberhafter Eile stelle ich das Warnsignal auf. Nehme meine Tasche vom Sitz, schließe ab und stelle mich zum Autostopp vor den Ford. Zum Glück hält ein stabiler Tourenwagen. Das junge Ehepaar mit Tochter lässt mich einsteigen. Wir wechseln ein paar Worte. Mein Dilemma haben sie gesehen. Sie erzählen mir, sie kämen von einem Ausflug zum Schloss Boitzenburg und hätten ihr Charterboot in Himmelpfort zu liegen. „Na, da kommen Sie ja durch Lychen. Lassen Sie mich am Marktplatz aussteigen,“ bitte ich den Fahrer und schweige danach. Wir schweigen alle. Am Lychener Markt angelangt, bedanke ich mich, nehme meine Tasche und steige schnell aus. So schnell ich kann, laufe ich hinunter zu mir nach Hause. Vor der Haustür, außer Atem, greife ich in die Hosentasche: „Kein Schlüssel! Der Schlüssel fehlt,“ flüstere ich. Hastig suche ich in allen Ecken meiner Tasche. Nichts. Ich klingele. Niemand ist im Haus. „Jetzt musst Du durch das Nachbarhaus den Garten hinunter laufen, um am Seeufer auf Dein Grundstück zu kommen.“ Denn die Küchentür hatte ich wegen des Katers Pilli offen gelassen. Ich kämpfe mich durch das Buschwerk. Oben angekommen, schütte ich den Inhalt der Tasche aus in der vergeblichen Hoffnung, der Schlüssel fiele doch noch heraus. Schnell wähle ich Mikes Nummer. Ich habe Glück. Er ist zu Hause. „Ich berichte ihm alles in Kürze und sage: „Mike, ich habe nichts, keinen Autoschlüssel. Nichts!“ „Schau' mal bei Dir nach, ob Du noch eine Fordschlüssel hast. Ich denke, ich habe hier auch noch welche. Ich komme gleich zu Dir, und wir fahren zu der Stelle, wo Dein Pkw steht.“

So – jetzt warte ich voller Ungeduld, laufe draußen noch etwas die Straße ab, ob ich ihn unterwegs verloren hätte. „Den musst Du in dem Wagen liegen gelassen haben, der Dich mitgenommen hat,“ überlege ich. Ich habe mir aber das Kennzeichen nicht gemerkt bei meiner Kopflosigkeit. Nach schier endlosem Warten kommt Mike um die Ecke gefahren: „Ich habe nur einen Schlüssel in der Werkstatt gefunden,“ meint er. „Na, vielleicht passt Deiner.“

Schnell fahren wir zum Unfallort. Ich gehe noch einmal etwas die Strecke bis zum Warnsignal ab, ob ich dort liegen gelassen habe. Nichts. „Mein Schlüssel passt nicht,“ sagt Mike. Ich stecke mein Exemplar rein. Und – wir haben Glück! Er passt! Mike wechselt das Rad und schraubt das Ersatzrad an. Ich schaue mir den Reifen an: „Sieh' mal hier! Ein Loch, wie von einem vierkantigen Nagel!“

Nun wissen wir, was Dir passiert ist“ lacht er. Schnell packen wir alles ein. „Ich fahre gleich weiter nach Himmelpfort. Hoffentlich finde ich die Familie im Yachthafen,“ verabschiede ich mich für heute von Mike, der alles so bewundernswert ruhig, geschickt und mit Umsicht getan hat.  

Mike fährt nach Hause, und ich stelle mir in Gedanken vor, wie ich nur über die Anlegestege im Himmelpforter Yachthafen spazieren würde, und schon käme der freundliche Mann zu mir und würde mir den Schlüssel geben. Wenn nicht, denke ich, habe ich mir ja schon zu Hause ein neues Bund zusammengestellt und muss überlegen, was ich dann tue. In Himmelpfort erkundige ich mich als Erstes, wo der Hafen liegt. An der Ausfallstraße nach Bredereiche soll er sich befinden, hinter der Fischräucherei. Ich fahre aus Himmelpfort hinaus und komme an einen Campingplatz, wo keine Yachten liegen. Missmutig wende ich, frage unterwegs noch einmal am Ortseingang. Da meint eine Frau: „Schauen Sie mal nach links! Sie stehen fast davor.“ Klar, da liegt er! Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist auch der Parkplatz. Dorthin gehe ich zuerst, im feste Glauben, das Auto wieder zu erkennen. Da stehen aber mehrere, die alle fast gleich aussehen. Immerhin ist es bereits gegen 19.00 Uhr! Ich komme auf das Gelände des Yachthafens. Familien sitzen vor ihren Ferienunterkünften und essen ihr Abendbrot. Ich laufe die zwei langen Anlegestege ab. Nur wenige Wasserfreunde sitzen in ihren Booten, aber meine sind nicht dabei! „Es hat keinen Sinn,“ denke ich, „Vielleicht sind sie in irgendeiner Gaststätte.“ Ich fahre nach Lychen, denn bei mir macht sich schon der Magen bemerkbar. „Morgen kehrst Du noch einmal hierher zurück, schreibst zuvor in einem Brief Deine Adresse und Telefonnummer auf und nimmst ein frisches, selbst gemachtes Glas Letscho für die netten Leute mit,“ nehme ich mir vor.

Am folgenden Morgen bin ich gegen 9.00 Uhr wieder vor Ort. Jetzt treffe ich auch den kleinen, sportlichen Hafenmeister, der mir bestätigt, es hätten schon welche angerufen und gefragt, ob sich jemand wegen eines Schlüssels gemeldet hätte. Oh, wie war ich überglücklich!! Bin ich doch nahe am Ziel. „Wer da aber angerufen hat, kann ich allerdings nicht sagen,“ meint der drahtige Meister. „Ich gucke noch ein paar mal in die Boote und frage mich durch,“ entgegne ich. An mehreren Stellen erkundige ich mich nach einem jungen Ehepaar mit Tochter, bis ein netter junger Mann auf das vorletzte , blauweiße Boot zeigt: „In diesem Boot ist ein Ehepaar mit einem blonden Mädchen.“

Meine Freunde sind leider wieder nicht da. So warte ich auf der grünen Wiese bis zum späten Vormittag. Schließlich hinterlege ich meinen Brief und das leckere Glas Letscho beim guten Hafenmeister, der zuversichtlich sagt: „Spätestens, wenn sie das Boot hier wieder abgeben, gebe ich ihnen Brief und Glas.“ Das sind doch endlich gute Aussichten, denke ich für mich und beende diesen Yachthafenbesuch.

Zu Hause angekommen, blinkt kurz vor Mittag der Anrufbeantworter. Mein Retter in der Not teilt mir mit, sie hätten die Schlüssel im Lychener Rathaus abgegeben, versehen mit einem Zettel und der Beschreibung meiner Person. Meine Freude ist unbeschreiblich groß. „Ich werde erst am Nachmittag ins Rathaus gehen,“ nehme ich mir vor, denn um 14.00 Uhr wartet noch eine Stadtführung auf mich.

Kurz nach der Mittagzeit läutet das Telefon. Ich nehme ab. Noch einmal ist es der nette Urlauber. „Ich habe Sie schon am ersten Abend auf dem Steg laufen gesehen. War mir aber nicht so sicher. Ist das der Mann, der die Reifenpanne hatte? Die Schlüssel sind unter den Sitz gefallen. Deshalb haben wir sie erst am nächsten Morgen beim Reinigen gefunden. Erst an diesem Tag haben wir Ihren Brief erhalten und den Verlust im Rathaus abgegeben,“ teilt er mir mit. „Ich freue mich wirklich sehr und danke Ihnen nochmals. Haben Sie denn das Glas mit dem selbst gemachten Letscho bekommen,“ frage ich. „Darüber hat sich meine Frau sehr gefreut. Wir haben in Fürstenberg / Havel Steaks eingekauft und werden dazu das Gemüse essen,“ lacht er durch den Hörer. „Na, dann mal guten Appetit, alles aus dem eigenen Garten,“ wünsche ich ihm, „und wenn sie wieder nach Lychen kommen, besuchen Sie mich auf ein Tässchen Kaffee! Weiterhin gute Erholung auf der Mecklenburger Seenplatte!“

 

So endet das Erlebnis mit viel Glück im Unglück. Es gibt immer wieder nette, hilfsbereite Menschen. Man muss nur wissen, wo sie sind, um sie zu treffen. Besser allerdings – ohne Panne.

 

 

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Monday, 22. august 2011 1 22 /08 /Aug. /2011 16:54

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Am vergangenen Sonntag fand auf dem schönen Gartengelände der Familie Klaus in Christianenhof / Westuckermark die Auswertung der Tage der "Offenen Gärten" im letzten Juni statt. Eine knappe Stunde lang reiste ich mit meinem Pkw über Boitzenburg, Golmitz und Schönermark zum Treffpunkt, der für 14.00 Uhr angesagt war. Nach längerer Zeit führte mich mein Weg wieder einmal durch die herrliche Baumallee, umsäumt von sehr alten Linden zwischen Berkholz und Gollmitz. Ca. 1 km lang liegt die Aspaltstraße im Schatten der Bäume.

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In Schönermark machte ich einen kurzen Zwischenaufenthalt, um die alte Dorfkirche zu fotografieren. Das große Dorf Schönermark ist Zentrum der Westuckermark.

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Auf der Landstraße in Richtung Fürstenwerder brauchte ich nicht lange zu schauen, bis mir das Straßenschild die Einfahrt nach Christianenhof anzeigte. Das war aber ein Weg mit Kopfsteinpflaster aus alten Zeiten der Gutsherrschaft. Das ehemalige Gut Christianenhof zählt nur wenige Häuser. In einigen haben sich Künstler niedergelassen. Bald entdeckte ich das lange Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert mit dem umliegenden parkartigen Garten, das die Gastgeber in liebevoller Arbeit so romantisch gestaltet haben.

 

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Ich trat ein, übergab Frau Klaus einen Strauß Blumen und eine Packung Chinesischer Minze aus meinem Garten. Dann schaute ich mich in der Runde um: 18 Teilnehmer habe ich gezählt, die danach alle über die Besonderheiten ihrer Gartenanlagen, wie alte Obstbaumsorten, prachtvolle Rhododendren, Cottage- und Nutzgärten erzählten. Frau Klaus wertete das erste Ergebnis als durchaus positiv, denn sehr viele Besucher reisten sogar mit Bussen aus Berlin in die Uckermark. Zu mir nach Lychen kam zum Glück kein Bus voller Interessenten, wie ich bemerkte, denn da wäre ich wohl überfordert gewesen. Bei großen Garten- oder Obstanlagen ist eine große Besucheranzahl natürlich erfreulich. Sinn der "Offenen Gärten" war ja - und soll es auch in Zukunft sein -, die Uckermark für Touristen mit einen neuen Angebot noch attraktiver zu gestalten, wie wir alle einmütig feststellten.

Diskutiert wurde auch über die Monate dieser Aktionen. Für uns Gartenfreunde mit Blütengewächsen wäre sicherlich Ende Mai/Anfang Juni günstiger. Aber da spielen bisweilen die Feiertage auf dem Kalender nicht mit. Und so sind die "Offenen Gärten" in der Uckermark im Jahre 2012 für die Zeiten vom 16. - 17. Juni und vom 8. bis 9. September geplant. Die tmu (Tourismus Markting Uckermark) will weiteres Informationsmaterial, wie z. B. Poster, vorbereiten, wenn ihr dazu die Mittel zur Verfügung stehen.

Das interessante Treffen endete mit einer schönen Kaffee- und-Kuchen-Runde, bei der wir Gartenfreunde uns näher kennenlernten.

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von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Natur und Wissenschaft
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