Mönchspfeffer im Kloster-Kräutergarten

Veröffentlicht auf von anais

Weil sich liebe Freunde von mir ein Küchenbild mit Kräutern, Zwiebeln, Knoblauch, Öl- und Essigfläschchen gewünscht haben, bin ich in den ca. 8 km von Lychen entfernten Kloster-Kräutergarten Himmelpfort gefahren. Typische, farbenfrohe Motive vom Basilikum, Salbei, Petersilie u. a. wollte ich fotografieren, weil Fotos eine gute Malvorlage sind.
Himmelpfort - eine Klostergründung von 1299 - bietet allerdings mehrere Attraktionen: die Reste des alten Zisterzienser-Klosters mit Kirche und Speicherhaus, den Kloster-Kräutergarten, ein Haus des Gastes mit dem besten Kaffee weit und breit und nicht zuletzt das Weihnachtspostamt. Weil Weihnachten noch lange hin und jetzt heißer Sommer ist, habe ich also im Klostergarten herumgestöbert und so allerlei entdeckt, wie z. B. den Mönchspfeffer. Mit ihm haben die Mönche im Mittelalter gepfeffert. Und falls der auch eine erotische Wirkung haben sollte, wäre es kein Wunder, dass so mancher sündige Mönch in die Strafkolonie "Fegefeuer" am Küstriner Bach verbannt wurde. Dieses Kraut wäre auch einmal etwas Neues für meine eigene Kräutersammlung.
Gestaut habe ich, wieviele verschiedene Kräuterliköre, Marmeladen, Würzöle und Essenzen angeboten werden. Die Liköre stehen zur Verkostung bereit (Ich war mit dem Pkw da!).
Kleine Besucher können sich im Garten der Sinne an Tastkästen, im Weidentunnel und im Insektenhotel mit der Natur vertraut machen. Spielplatz, Barfußpfad und Labyrinth lassen den Besuch zu einem schönen Erlebnis werden.
Der Kloster-Kräutergarten ist eine sehenswerte Einrichtung von Ökosolar e. V. Dannenwalde. Prosit! Auf Euer Wohl!

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Margot 08/28/2009 21:23

Die armern Mönche! Verbannt in die Strafkolonie wegen so eines Kräutleins! Aber zur Vermehrungsfrage - vielleicht funktioniert es, wenn man eine Spitze abschneidet und ins Wasser stellt. Mache ich mit etlichen Kräutern so.Liebe Grüße von Margot

anais 08/28/2009 22:26


Also, ein Mönch soll wohl seine Geliebte in Stroh eingewickelt und über die Brücke zum Kloster getragen haben. Aber von dem Mädel guckten hinten die Füße raus. So wurde der arme Kerl entdeckt und
ins Fegefeuer geschickt. Die Brücke heißt heute noch "Strohbrücke".
Die Idee mit dem Steckling ist gut. Ich werd's mal probieren.


Regina 08/28/2009 20:19

...oh das hätte mich auch sehr interessieren können, mhh Mönchspfeffer kenne ich gar nicht, muss ich mich mal schlau machen, ich hab doch einen Kräutergarten, lieber Gruß Regina

anais 08/28/2009 21:18


Hallo Regina! Der Mönchspfeffer blüht jetzt noch. Ich werde mal im Oktober hinfahren und fragen, ob sie davon Samen verkaufen. Falls nicht, versuche ich, die Samenstände zart zu
streicheln.


MBT 08/28/2009 15:44

Ja, die Mönche wussten was gut ist mit ihren Kräutergärten, grins
Und dann wird dort auch noch verkauft?

anais 08/28/2009 21:31


Sie haben bestimmt ganz gut gelebt, denn das Kloster war nicht arm. Heute kann der Besucher allerlei naturreine Liköre, Marmeladen, Gewürze, Pflanzen und Sämereien kaufen.