Köstlichkeiten aus dem Wald

Veröffentlicht auf von anais



Ein Korb frischer Waldpilze mit rotem und grünem Basilikum.

Hatte ich heute ein Glück! "Genug der Kultur, hinaus in die Natur!" Das war mein Motto für heute nachmittag. Ich schwang mich aufs Fahrrad und fuhr in ein etwas weiter entferntes Waldgebiet mit alten Buchenbeständen und kleinen Waldseen, um mal nach Pilzen Ausschau zu halten. Zuerst sah ich keine. Plötzlich aber leuchtete ein strahlend Weißer aus dem Moos hervor - mein besonderer "Liebling", der tödlich giftige weiße Knollenblätterpilz, der weniger durch seinen Geschmack als durch seine Schönheit besticht.Voller Respekt legte ich mich flach auf den Bauch, schoss ein Portrait und ließ ich ihn stehen. Dann kam ich in mein bekanntes Areal. Dort sah es schon etwas freundlicher aus. Bunte Täublinge boten sich mir in leuchtenden Farben an. Sie eignen sich wohl besser zum Knipsen als zum Verspeisen, denn sie haben kaum Geschmack. Außerdem gibt es unter ihnen auch den brennenden Speitäubling. Ich wollte sie nicht probieren sondern nur fotografieren.

Es dauerte nicht lange, da fand ich den ersten Kapuziner- oder Reifpilz, ein Edelpilz von feinem Geschmack. Alte Lychener nennen ihn einfach "Waldchampignon" - ist er aber nicht, denn der sieht anders aus und ist hier sehr selten. Und dann erschienen die chremefarbenen Gesellen in Mengen, so dass sie den Korb bald füllten.


Ab und zu, mit etwas Glück, lief ich Pifferlingen über den Weg. Hier und da kleine, feste Maronen und Birkenpilze.

Zu meiner allergrößten Freude fand ich zum Schluss noch eine Krause Glucke an einem Kiefernstamm. Sie ist zwar nicht die Allerschönste, aber sie hat so einen angenehmen nussigen Geschmack.

Nach zwei Stunden frischer Waldluft radelte ich zufrieden wieder nach Hause zurück. Aber nicht, ohne zuvor dem Großen Waldgeist und der Erdgöttin Gaja herzlich für deren Großzügigkeit zu danken. Daheim angekommen, stellten wir alle fest: Das ist ein Schmaus für's ganze Haus! Und Obermieter Willi hat die Beute sofort inspiziert.

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amad 03/21/2010 18:24


bei so vielen schönen pilzen bekomme ich die lust auf neue fotos.
leider kann ich die pilze nicht so gut unterscheiden, ich fotografiere sie auch gerne, aber zum essen bleiben nur die "normalen" pilze übrig.

danke für die schönen bilder
lg
amad 


anais 03/21/2010 19:10


Hallo Amad! Schön, dass Du mal nach Lychen geschaut hast, in die pilzreiche Gegend. Und jedesmal, wenn ich sie finde, bedanke ich mich bei der Erdgöttin Gaia und bei Dagda, dem Gott der Tiere und
des Waldes.
Liebe Grüße
Joachim


Xamantao 09/23/2009 07:02


hmmm.
Voriges Jahr habe ich mit einer Freunding bei einem Förster an einem Pilzseminar teilgenommen. Zuerst war das sehr frustrierend. Alle fanden Pilze, nur wir beiden nicht. Enttäuscht wollte
ich umkehren, als ich merkte, dass ich genau vor einer großen Gruppe Parasolpilze stand. Man sagte mir, die schmecken nicht besonders, aber die waren einmalig gut. Und dann fand
ich auch noch eine Menge andere. Meine Freundin ist fast auf einen großen Steinpilz getreten und sah ihn erst, als jemand "Vorsicht" rief.  Man muss seine  Augen erstmal drauf
einstellen, Pilze unter dem Laub zu erkennen.
Jetzt habe ich Appetit bekommen! Muss mir nun ´n Kaffee machen und Frühstücken!
Schönen Tag wünsch ich Dir!


anais 09/23/2009 07:24


Hallo Xammi! Das ist aber schön, dass Du Dir die Zeit und die Ruhe genommen hast, mir mal wieder was zu "posten" und nicht zu "pusten". Ich setze mich jetzt auf's Fahrrad und schaue nach
Steinpilzen im Buchenwald. Selbst gemachte Pizza mit Steinpilzen - lecker!!
Ich wünsche Dir auch einen schönen Tag
Liebe Grüße
Joachim


MBT 09/20/2009 09:08

Da Danke ich herzlichst!

anais 09/21/2009 07:31


Gern geschehen.


MBT 09/19/2009 22:12


Das ist nur ein Test Joachim, wenn der Banner erscheint kannst du den Kommentar löschen,
LG MBT

MBT 09/19/2009 21:50

Kleine Frage an den Experten:
Warum wird der Fliegenpilz nun Fliegenpilz genannt. Habe schon einiges gelesen, aber das widerspricht sich teils selbst: Der Pilz lockt Fliegen an, der Pilz vertreibt sie. Die einen sagen dies, die anderen sagen das.
Weißt du Bescheid?

anais 09/19/2009 22:26


Der deutsche Name "Fliegenpilz" deutet auf seine frühere Verwendung hin. Sein Hut wurde in Stücke zerbrochen, in eine Schale mit Milch gelegt und zum Fang lästiger Fliegen aufgestellt. Also
müsste sein Geruch in der Milch Fliegen anlocken und somit fängt (nicht vertreibt) er sie z. B. in der Küche. Bitte mal probieren! Aber nicht die Milch trinken, da Du sonst unter Halluzination in
Deinem Blog schreibst.
Liebe Grüße
Joachim