Saturday, 19. september 2009
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Dieser schöne große Esskastanienbaum (Castanea spp) ist mir in Lychen erst jetzt aufgefallen. Er ist eigentlich typisch für den Mittelmeerraum, Kleinasien und sicherlich auch für
Süddeutschland, Österreich und die Schweiz. Hier, in den nördlicheren Gebieten ist er eher selten anzutreffen und wenn, trägt er selten Früchte. Er steht zur Zierde vor einem Friseursalon.
Interessiert habe ich die Eigentümerin gefragt, ob sie die Esskastanien ernte und verwerte. Sie meinte, sie wüsste nicht so recht etwas damit anzufangen. "Na ja", entgegnete ich, "man kann sie doch
rösten, dann schmecken sie lecker." Aber sie schüttelte den Kopf: "Wir haben das mal probiert. Gegessen hat sie nur mein lieber Ehemann." Vielleicht sind ihr die Esskastanien zu kalorienreich. Ich
habe sie mal zum Füllen einer Weihnachtsgans verwendet. Das hat ganz gut geschmeckt, zusammen mit Backpflaumen. "Wenn sie aufplatzen", fragte ich sie, "darf ich mir dann welche holen?" "Aber
immer", gab sie mir lachend zur Antwort. Ich versprach ihr, das Foto mit dem üppig behangenen exotischen Baum auf meine Webseite zu stellen. Vielleicht sind Kenner der Maronen so nett, uns
Empfehlungen zu geben, was man mit Esskastanien so alles zubereiten kann. Scherzhaft sagte ich noch zum Abschied zu ihr: "Man könnte sie doch auch zum Mästen von Schweinen verfuttern." Aber dafür
sind sie ja wohl doch zu schade. Also, was sollen wir mit den Kastanien machen?
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