Saturday, 6. february 2010
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Um die schneeweißen, kalten Wintertage ein wenig in meinen Gedanken zu verdrängen, habe ich mich an die warmen, stimmungsvollen
Sommerabende am Ufer meines Gartens erinnert, der an dem Lychener Stadtsee liegt. Spätabends liegt er ruhig ohne lärmende, vorübersausende Motorboote da, und der Betrachter hat ihn ganz für sich
allein. Manchmal ziehen Paddler oder Kanuten ihre Bahnen durch das Wasser. Hier und dort ein Angler im Kahn oder am Ufer sitzend. Eigentlich wollte ich meinen Hausangler auf den Steg setzen oder
Wasserwanderer in den Hintergrund malen. Selbst an den schwarzen Kater Pilli habe ich gedacht, denn der liegt sehr gerne auf dem Steg und beobachtet die leiseste Bewegung. Freunde, vor allem unsere
Musikerin Erika Bondzio, haben mir abgeraten: "Nein! Lass' den See in seiner abendlichen Ruhe ganz für sich allein."
Also habe ich die Hinweise beachtet und ihn mit Ölfarben auf Leinwand in seiner abendlichen Stille gemalt. Voller Sehnsucht warte ich auf die warmen Sommertage, um vor der Nachtruhe noch ein
erfrischendes Bad zu nehmen und weit in die Abendröte hinein zu schwimmen.
von anais
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veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien
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