An der Westküste entlang nach Maap

Veröffentlicht auf von anais

Dienstag, den 7. Februar 2012.

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Heute unternehmen wir eine Tagestour mit dem Moped in Richtung Nordosten zur Insel Maap. Dort soll sich ein herrlicher Strand befinden.

Die Angestellten in unserem kleinen Waterfront-Hotel raten uns, die Straße an der Westküste entlang zu fahren, weil die Gegend landschaftlich sehr reizvoll sein soll.

Im gegenüber liegenden Oasis-Restaurant frühstücken wir: Rührei mit Schinken, Toast, Butter, Marmelade, reichlich Obst und einen guten Kaffee.

Gestärkt setzen wir in der gewohnten Rangfolge auf. Uns kann nichts passieren, denn Frank besitzt einen nagelneuen Führerschein. Colonia haben wir schnell verlassen und kommen bald zu der Kreuzung, wo die Westroad abgeht. Bis zur Mittagszeit werden wir sicherlich unterwegs sein, denn wir haben die Regionen Weloy, Fanif und einen Teil von Gagil-Tomil zu durchfahren bis nach Maap zum Village View Resort-Hotel, das an dem Strand liegen soll.

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Die Straße ist gut, das Moped fährt sich besser als das auf Chuuk. vor allem kann ich hinten besser drauf sitzen. Die Straße zieht sich nahe der Küste entlang. Immer wieder lichtet sich der Tropenwald, und wir blicken auf den Pazifik. Es geht bergauf und bergab, eine hügelige Landschaft, in der sich die Häuser und Gelasse hinter Palmen und Bananenstauden verstecken.

Der Straßenrand ist die ganze Strecke lang liebevoll bepflanzt worden mit buntem Croton und rot blühenden Hibiskus-Sträuchern.Mit schneeweißen Blüten leuchtet der Ingwer. Das allein ist schon farbenprächtig genug. Wir stoppen öfter, um Bilder zu machen. Blüten, Palmen, Schlinggewächse und Mangroven mit riesigen Stelzwurzeln faszinieren uns ebenso wie sonnige Meeresbuchten mit hellem Sand. Ab und zu fährt ein Pkw an uns vorbei.

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Dann kommt uns ein Schulbus entgegen. Der sieht mir sehr amerikanisch aus. Die Kinder winken uns aus den schmalen Fenstern zu.

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Mittlerweile sind wir zwei Stunden in Aktion. Ich versuche ein paar Fahrproben mit dem Moped. es geht man gerade so. Mir ist aber die Maschine im Stand zu schwer, z. B. wenn ich sie aufstellen muss. Deshalb gebe ich das Kommando wieder an Mr. Cornflakes ab.

Wir gelangen nun weiter in das Innere der Insel. Es ist Hochland mit Trockengewächsen. Überall gedeiht der Schraubenbaum und viel niedriger Farn am Straßenrand. Ab und zu schimmert mal die typische violette Orchidee hindurch.

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Nach mehreren Abzweigungen endet die feste Straße im Norden auf der Insel Maap. Es geht einen Sandweg entlang. Plötzlich stehen wir vor einem Abhang und ahnen, dass da unten die Küste sein muss. Hinunterfahren auf dem Moped ist unmöglich, weil der Hang viel zu steil ist. Ich steige ab. Frank versucht zuerst allein nach unten zu fahren, kommt jedoch ins Schlingern und steigt ab. Das Fahrzeug muss er mehr zurückhalten als schieben, was ihm ganz schön Kraft kostet. Schließlich haben wir, ich meine er, es geschafft.

Wir sehen zuerst einen schmalen Strand. Auf einer Anhöhe steht ein traditionelles Männerhaus. Das Moped stellt Mr. Cornflakes ab. Wir nehmen die Taschen heraus und laufen den Weg entlang nach rechts. Hier befindet sich eine Siedlung mit Wohnhäusern. Und -wie jedesmal - ist keiner da, den wir nach der Hotelanlage fragen können. Was bleibt uns weiter übrig? Wir marschieren zürück, und werden es nach rechts versuchen....

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Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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Regina 05/03/2012 21:46


Ja  da sind sie wieder, die traumhaft schönen Bilder. Lach die Bevölkerung scheint mir aber recht dünn
gesäht zu sein wenn immer keiner außer euch da war  oder sie ruhen in der Mittagshitze, ich wünsche Dir einen
schönen Abend, l G Regina

anais 05/04/2012 12:29



Hallo Regina! Kann schon sein, dass die Leute entweder auf den Matten oder in den Hängematten hinter den Häusern gelegen haben. Sie werden vielleicht auch ihrer Arbeit nachgegangen sein. Die
Kinder waren zu der Zeit in der Schule. Das Schulsystem scheint dort gut zu sein. Ich wünsche Dir einen angenehmen Freitag.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 05/02/2012 23:10


Hallo Joachim, tolle Bilder und einen interessanten Bericht dazu hast Du wieder geschrieben. Ich kann mir vorstellen welche Pracht an Pflanzen Du dort gesehen hast. Da wünscht man sich doch auch
etwas wärmere Temperaturen bei uns im Winter. Was könnte da alles bei uns wachsen.


Mit dem Mopedsche seit Ihr ja gut unterwegs! 


Liebe Grüße, Katharina

anais 05/04/2012 12:26



Hallo Katharina! Ich habe mich sehr gefreut über die Bepflanzungen an den Straßenrändern. Das zeigt doch, wie gut die Bewohner mit ihrer Insel umgehen. Wir wollen hier mit unseren Pflanzen
zufrieden sein. Wir haben hier die Frühlingsblüher in zarter Pracht. Das gibt es dort dagegen nicht. Mit dem Mopedsche fahren wir noch öfter.


Liebe Grüße


Joachim