Berchtesgaden am Abend

Veröffentlicht auf von anais

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Donnerstag, den 18. Oktober 2012. So wanderten wir nach dem Besuch des Salzbergwerkes wieder die lange Asphaltstraße in der Dämmerung zürück, weil wir uns die Altstadt von Berchtesgaden anschauen wollten. Sie liegt auf einer Anhöhe. Viel war von der Ebene aus noch nicht zu sehen.

Mr. Cornflakes und ich, wir orientierten uns an den Wegweisern, die bergauf zeigten. Eine halbe Stunde lang liefen wir - ich schnaufend - den langen Weg nach oben, bis wir zum alten Brauhaus kamen.

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Die Straße verengte sich zur Gasse und führte immer noch bergauf. Rechts über uns prangte ein mächtiges Bauwerk. Ein Schloß, vermuteten wir. Durch eine seitliche Gasse gelangten wir in den weiten Hof, auf dem im Hintergrund die Kirche stand. Ich meinte, die Burganlage stammte wohl aus der Renaissance-Zeit.

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Informationsmaterial hatten wir nicht. Uns faszinierte allein der Anblick der Architektur aus weit zurück liegenden Jahrhunderten. In der Hauptgeschäftsstraße schlossen die Geschäfte. Passanten eilten oder schlenderten paarweise an uns vorbei. Aus den Gaststätten erklangen die Laute fröhlichen Treibens.

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"Irgendwie müssten wir mal wieder zum Bahnhof kommen," sprach ich halblaut vor mir her. "Der liegt unten," sagte Frank. "Wir müssen sehen, wie wir wieder herunter kommen. Sonst müssen wir die lange Straße zurück laufen, über die wir hier hoch gekommen sind." "Aber nicht mit mir," protestierte ich. "Nie im Leben! Lass' und die Leute nach dem schnellsten Weg fragen." Ein junger Mann wusste es: "Gerade aus und den ersten Weg links bergab." Jetzt waren wir beruhigt und ließen uns etwas Zeit, die schönen Wandmalereien an einem Gasthaus zu fotografieren. Aber alles im Dunkeln. Wollten wir Berchtesgaden am Tage erleben, müssten wir noch einmal hierher zurückkehren.

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Schließlich sahen wir, wo der Weg steil nach unten führte. Abwärts geht' immer schneller als aufwärts. Schnell waren wir auf dem Bahnhof. Mussten auch nicht lange warten, bis der Zug - hier nennen sie das S-Bahn - in Richtung Bad Reichenhall abfuhr. Nach einer knappen halben Stunde dort angekommen, kehrten wir ein in das Wirtshaus, das uns unsere Freunde empfohlen hatten. Im Augenblick fällt mir der Name des Hauses nicht ein. Aber Mr. Cornflakes wird sich gut daran erinnern, weil wir dort vorzüglich zu Abend aßen in einer urigen Gasthausatmosphäre mit netter Bedienung und freundlichen Gästen am Tisch.

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Katharina vom Tanneneck 11/15/2012 22:13


Hallo Joachim,


nicht schlecht, Berchtesgaden am Abend!  Ich fand es sehr angenehm, dass man dort gute Verbindungen mit ser
S-Bahn hat. Wir haben das oft genutzt und die Gegend erkundet. In den Restaurants und manch kleiner Kneipe kann man gut und teilweise günstig speisen. Es ist für jeden etwas dabei.


Liebe Grüße, Katharina 

anais 11/16/2012 08:00



Hallo Katharina! Du kennst das dort alles sicherlich besser als wir. Wir fanden die S-Bahn auch sehr gut. Die Gegend ist dicht besiedelt. Schnell kommt man von einer Station zur anderen. Ich
hätte das alte Berchtesgaden gerne am Tage gesehen.


Liebe Grüße


Joachim