Brennesselsuppe

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Nichts wächst zur Zeit so üppig wie die Brennesseln. Weil ich mich darüber beim Gartenumgraben jedesmal ärgere, dachte ich heute morgen bei mir: "Sieh' doch die Brennessel einmal positiv! Koche Dir heute eine Brennesselsuppe, denn die hast Du ja noch nie gegessen." Also schnitt ich eine Schüssel voll junger Brennesselspitzen, lief damit in die Küche und suchte unter den Gemüsetipps das Rezept heraus. Die Brennesselsuppe ist ganz einfach zuzubereiten:

Die Blätter werden gewaschen und klein geschnitten. Zwei mittlere Kartoffeln, eine Knoblauchzehe und eine halbe Zwiebel, geschält und gewaschen, kommen zerkleinert hinzu. Alles wird zusammen mit einem Würfel Gemüsebrühe in den Kochtopf mit genügend Wasser gegeben. Aber die Gewürze! Lorbeerblatt muss mit hinein. Und das hatte ich nicht. Also lief ich schnell zum Tante-Emma-Laden und verlangte Lorbeerblatt. Die Frauen, die mich kannten, fragten neugierig: "Wozu brauchen Sie denn heute Lorbeerblatt?" "Ja," entgegnete ich stolz, " heute möchte ich mir eine Brennesselsuppe zubereiten, und dazu benötige ich Lorbeerblatt." Da lachten doch der ganze Laden, und eine Dame meinte: "Aber! Wir haben doch nicht mehr 1945!" "Stimmt," antwortete ich, "Aber Brennesseln sind auch heute noch gesund!" "Na, dann guten Appetit," kicherten sie weiter. Und ich lief zurück zu meinem Topf. Drei Lorbeerblätter fügte ich hinzu, etwas Pfeffer und Salz. Dann ließ ich das gesunde Grünzeug eine Viertelstunde lang durchkochen. Anschließend pürierte ich es und musste dabei aufpassen, dass ich mir die Küche nicht grün vollspritzte. Zum Schluss gab ich einen Becher saure Sahne hinzu, ließ alles noch einmal kurz aufkochen, und fertig war die Suppe. Ich kostete. Sie schmeckte ausgezeichnet. Dann dachte ich aber bei mir: "Wenn Du die ausgelöffelt hast, hast Du nach einer halben Stunde wieder Hunger." Und so steckte ich keck eine heiße Bockwurst in die Suppentasse. Gucke mal! Und guten Appetit!

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michaela 04/18/2013 09:31


Jetzt ist er am besten! War ja zu Kriegs/Nachkriegszeiten fast ausgerottet (diente auch als Spinatersatz)...Feine Sachen hast Du im Garten, ganz seltene Kräuter...


lg

anais 04/19/2013 17:10



Hallo Michaela,


wenn die Brennesseln jung sind, nehme ich sie gerne. Später muss ich viele entfernen, weil sie lästig werden. Dann zählen sie nicht mehr zu den seltenen Kräutern.


Liebe Grüße


Joachim



Margot 04/25/2010 10:45



Das habe ich mir auch einmal gedacht, überall wachsen Brennesseln, warum nicht einmal eine Suppe draus kochen? Sagen doch alle, dass das so gesund ist, und neugierig war ich auch. Aber geschmeckt
hat mir das dann überhaupt nicht. Wahrscheinlich habe ich die Bockwurst vergessen.


Liebe Grüße von Margot



anais 04/25/2010 17:30



Klar! Für ein Hauptgericht ist sie wenig gehaltvoll. Oder man isst zwei Teller hintereinander. Lach!


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 04/24/2010 22:15



Brennesseln habe ich auch genug im Garten. Irgendwie traue ich mich da aver nicht ran. Obwohl, sie verbreiten einen harmonischen Duft wenn man sie verreibt und ich könnte mir durchaus vorstellen,
es schmeckt gut. Satt wird man davon bestimmt nicht aber als Vorsuppe zu einem kleinen Hauptgericht ist das sicher gut geeignet. Oder man macht es einfach wie Du!


Liebe Grüße, Katharina



anais 04/25/2010 17:27



Für einen kräftigen Esser eignet sie sich wirklich nur als Vorsuppe, und da schmeckt sie gut und ist gesund.


Liebe Grüße


Joachim



xamantao 04/24/2010 20:37



Das sieht ja witzig aus! Hauptsache schmeckt!



anais 04/25/2010 17:11



Ja, die Suppe hat geschmeckt. Aber die Bockwurst war die Hauptsache.


Liebe Grüße


Joachim



Sunny 04/24/2010 18:53



Na, das sieht doch lecker aus. Brenesselsuppe  habe ich auch noch nie gegessen. Sollte ich vielleicht mal probieren.


Ich wünsche Dir ein super schönes Wochenende mit viel Sonne und Spaß


LG Sunny



anais 04/25/2010 17:06



Herzlichen Dank, liebe Sunny! Probiere mal die Brennesselsuppe. Als Vorsuppe eignet sie sich auf jedem Fall.


Liebe Grüße


Joachim