Das blaue Boot ist da!

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Vor einigen Tagen machten wir uns, Stahlkünstler Uwe und ich, auf den Weg, um das neue Boot abzuholen. Schon zur Weihnachtszeit habe ich ein günstiges Angebot zum Winterpreis im Internet beim Bootsvertrieb SHB in Züsedom, in der Nähe von Pasewalk/Mecklenburg-Vorpommern ausfindig gemacht. Es wurde zum Preis von 499 Euro angeboten. Mit Hilfe meines Berliner Freundes Frank wurde der Preis noch um 20 Euro heruntergehandelt. Weil der so etwas besser kann, nahm er den Kauf gleich in die Hand und wickelte ihn per Telefon mit dem Verkäufer ab. Wir sollten noch einige Wochen warten bis zur Lieferung des himmelblauen Plastebootes.

Für ein Plasteboot hatte ich mich entschieden, weil mir mein altes Metallboot mittlerweile zu schwer und zu aufwendig in der Erhaltung geworden ist. Im Dezember, als der See zuzufrieren begann, hatten wir es nur bis auf den Steg ziehen können. Gleich war es angefroren und ließ sich nicht mehr von der Stelle bewegen.

Also, vor einer Woche war es so weit. Uwe hatte sich bereit erklärt, dass Boot auf dem Dach seines Volvo-Kombi mit mir gemeinsam abzuholen. Eigentlich wollte Frank mitfahren, weil er als Käufer aufgetreten war. Er war aber zu der Zeit verhindert. Wir meinten, das wäre wohl nicht so schlimm, denn dem Verkäufer würde es wohl gleich sein, von wem er sein Geld bekäme.

Kurz vor 10.00 Uhr war Uwe bei mir. Wir fuhren über Boitzenburg/Uckermark zuerst nach Prenzlau, weil er in der Kreisverwaltung erst sein Fahrzeug zulassen musste. So staunten wir nicht schlecht, als wir 17 Leute zählten, die vor uns warteten. Uwe hatte Bildlektüre mitgebracht, einen kleinen Band mit Malerei von Salvador Dalí, mit dem ich mir die Zeit vertrieb. Gegen Mittag war Uwe dran.

Wir hatten noch Zeit bis 14.00 Uhr, wie ich mit dem Verkäufer vereinbart hatte. So nahmen wir beide erst einmal ein Mittagessen zu uns – jeder eine blasse Chinapfanne in einem Bistro. Der Hunger war jedenfalls gestillt.

Uwe hatte auf die Mitnahme des ADAC-Atlas bestanden, um den Ort Züsedom zu finden, obwohl ich ihm vorher hoch und heilig versichert hatte, ich wüsste, wie wir zu fahren haben. Aber so sind sie nun mal, die jungen Leute!

In 20 Minuten waren wir schon am Ortseingang des Dorfes Züsedom. Viel zu früh! Eine Stunde lang mussten wir uns dort die Zeit vertreiben. So schlug Uwe das Lenkrad herum, und wir unternamen eine Dorfbesichtigung.

In früheren Jahren muss das einmal ein blühender Ort gewesen sein. Das große, alte Gutshaus stand leer und verlassen da mit blinden Fenstern. Zu DDR-Zeiten war dort wohl eine Schule oder ein Kindergarten untergebracht, denn die Friedenstaube klebt heute noch an den Scheiben. Ein großer Betrieb war ebenfalls verwaist. Nur am Ortsrand, an der Ringstraße, hatten sich Einwohner schmucke Einfamilienhäuser aufgebaut.

Gegen 14.00 Uhr kam endlich der Verkäufer vor sein stattliches Anwesen gefahren. So konnte ich das Boot cash bezahlen. Wir zurrten es auf dem Deck des Autos fest. Glücklich und zufrieden traten wir die Heimfahrt an.

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Ich bedaure, dass ich den Fotoapparat vergessen hatte. Aber hier wieder zu Hause in Lychen habe ich das blaue Boot mit den weißen Sitzen fotografiert. Vor allem wollte ich Uwe im Bild festhalten, wie er keine Mühe scheut, um das Gefährt durch die Haustür zu bringen. Wir schleppten es gleich hinunter zum Seeufer.

Da liegt es nun und wartet darauf, umgedreht und ins Wasser geworfen zu werden. Mal sehen, mit wem ich die erste Probefahrt mache! Jutta, Uwes Mama, hat sich schon angemeldet!

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Silke 03/03/2011 01:40



Hi Joachim! Jetzt dauert es ja nicht mehr lange, bis du loslegen kannst Vergiss die Kamera nicht.


liebe Grüße



anais 03/04/2011 19:19



Hallo Silke! Die Kamera werde ich immer dabei haben. Hoffentlich fällt sie mir beim Bootfahren nicht ins Wasser!


Liebe Grüße


Joachim



Silke 03/01/2011 23:15



Hallo Joachim! Da habt ihr euch ja was schönes vorgenommen. Rudern ist toll. Eine der wenigen Sportarten die ich mag :) Und du kannst dabei auf dem Wasser schöne Tierfotos machen ;)


Liebe Grüße



anais 03/02/2011 19:11



Hallo Silke! Rudern und Schwimmen sind herrliche Sportarten. Fein, dass Du gerne ruderst. Ich bin gespannt, wie das kleine Boot im Wasser liegt. Vielleicht entdecke ich dann auf unseren Seen eine
seltene Tierart oder sonst sind ja auch die üblichen sehr schön. Wir werden sehen!


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vomTanneneck 03/01/2011 22:34



Hallo Joachim, na da muß ich doch nach Lychen kommen! Den letzten Satz habe ich nicht so richtig verstanden. Es sei denn, Du bist vom Sternzeichen her eine Jungfrau?


Liebe Grüße, Katharina 



anais 03/02/2011 19:07



Hallo Katharina! Ja, in dem blauen Boot solltest du wirklich einmal über See fahren. Ich bin vom Sternzeichen ein Krebs. Aber es könnte ja sein, dass ich Jutta jungfräulich erscheine. Wer weiß?
Lach!


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vomTanneneck 03/01/2011 01:39



Hallo Joachim, das sieht aber fein aus das blaue Boot. Ich kann mir gut vorstellen, dass Jutta bei der Jungfernfahrt dabei sein will. Da wünsche ich mal viel Spass und hoffentlich berichtest Du
mit einigen Bildern von der ersten Fahrt.


Liebe Grüße, Katharina



anais 03/01/2011 20:01



Hallo Katharina! Wenn Du mal nach Lychen kommst, drehen wir eine Runde auf dem Stadtsee. Wenn Jutta in das Boot steigen wird, werde ich sie fragen, ob sie das als Jungfernfahrt ansieht. Da
wird sie wohl antworten: "Na, weil Du drin sitzt, lieber Joachim!" Lach!


Liebe Grüße


Joachim 



Martin 02/28/2011 21:20



Sobald wir eine Schwimmweste für Junior finden und die Sonne scheint, kommen wir auch zur Probefahrt !!! versprochen...


Was ist mit dem alten Stahlungetüm geworden ? Könnte mir vorstellen dass Uwe da schon Ideen hat... Vielleicht "der ausgehöhlte Mittelfinger einer sich langweilenden Handhülle die Rasen mäht" oder
sowas :)



anais 03/01/2011 20:09



Hallo meine Lieben alle Drei! Das kleine blaue Boot steht Euch zur Verfügung, wenn Ihr nach Lychen kommt. Das alte Stahlungetüm will ich über Sommer noch hier haben, falls einmal mehrere zusammen
Boot fahren möchten. Ich werde es aber nicht mehr streichen. Im Herbst kann es dann Uwe zu sich holen und Deinen einfallsreichen, surrealistischen Titel verwirklichen. Lach!


Bis dahin bleibt immer schön gesund!!!


Liebe Grüße


Joachim