Der Bambus-Tanz

Veröffentlicht auf von anais

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Sonnabend, den 11. Februar 2012.

Die Pause ist noch nicht zu Ende, da sammeln sich bereits die Tänzerinnen und Tänzer auf dem Weg vor dem Steingeld. Farbenprächtig sind sie gekleidet - die Mädchen und jungen Frauen mit den typischen Baströcken, die Jungen in kurzen Lendenschurzen, bunten, herabhängenen Tüchern und mit Kopfschmuck.

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In zwei Reihen stellen sie sich auf. Jweils zwei Kämpfer stehen sich gegenüber. Mit Gesang und rhytmischen Schritten kommen sie vor das Männerhaus. Eine alte Frau sitzt neben einem Steingeld und ruft mit lautem, kurzem Gesang zum Auftakt. Die Jungen und Mädchen feuern sich mit ihren eigenen kräftigen Rufen an. Schnell und geschickt wirbeln sie ihre Bambusstöcke vor sich her, bis der Erste mit lautem Schrei seinem Gegenüber auf dessen Stab schlägt. Gleichzeitig setzt bei den Tänzern und Tänzerinnen die Stockakrobatik ein.

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Sie sind so flink und behend, dass der Zuschauer das ganze Spektakel kaum mit den Augen erfassen kann. Wir sind begeistert von dem Können und dem fremdartigen Streitgesang in der Yap-Sprache. Mehrmals halten die Streiter inne, bis die alte Frau erneut zur Kampfrunde ruft. Jedesmal wechseln die Schlagbewegungen. Sie sind so heftig und blitzschnell, dass man glaubt, die Akteure würden sich verletzen.

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Meisterhaft, wie sie das machen. Der Tanz dauert eine gute halbe Stunde. Wir beglückwünschen die Mädchen, Frauen und jungen Männer und bedanken uns für die Darbietung. Ein schönes Erlebnis für mich.

Nach der Rückfahrt wieder im Hotel angekommen, gehen Frank und ich ins gegenüber liegende Oasis-Restaurant zum Abendessen. Dort setzen wir uns zu Kevin, der seinen rohen Thunfisch mit Dressing serviert bekommt. Er hat ihn heute auf einer Angeltour gefangen. Es ist si reichlich, dass er uns einlädt mitzuessen. Kevin erzählt uns von seinen irischen Vorfahren. Sie hießen wie er jetzt O' Keef. Dehalb hat er in "O' Keefs Waterfront Inn" Quartier genommen und sucht hier nach Verbindungen zu dem sagenhaften Kapitän, den Die Yap-Insulaner verehrten.

Nach dem gemütlichen Beisammensein legen wir uns ein paar Stunden auf Ohr, denn es heißt Abschied von Yap zu nehmen. Um 1.45 Uhr startet das Flugzeug in Richtung Koror auf den Palauischen Inseln.

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Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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Regina 05/19/2012 10:40


Rohen Thunfisch muss man wohl mögen aber das er seinen eigenen Fang zu essen bekommt finde ich witzig, ich glaube so ein Thun ist nicht einfach zu fangen, die sind ja riesig  die einheimischen Tänze hätte ich auch gerne gesehen, das war bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis, l G Regina

anais 05/22/2012 19:45



HallomKatharina! Ich habe von dem rohen Thunfisch nicht allzu viel gegessen, weil er ohne Dressing sehr nüchtern schmeckt und weich ist. Wer weiß, wie er ihn gefangen hat. Ich glaube, mit der
Angel.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 05/19/2012 00:55


Hallo Joachim, eine faszinierende Welt die uns da bietest. Ich war auch immer begeistert von den Tänzen und Aufführungen der Einheimischen. Die Farbenpracht dazu und die Kunst des Kampfes. Danke
für den interessanten Bericht und die schönen Bilder.


Liebe Grüße, Katharina

anais 05/22/2012 19:49



Hallo Katharina! Mir hat der ganze Nachmittag dort gut gefallen. Von Yap habe ich mir auch eine Musik-CD mit traditionellen Liedern in der Sprache mitgebracht. Sehr schön anzuhören.


Liebe Grüße


Joachim