Der rote Diptam

Veröffentlicht auf von anais

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Dictamus albus, var. ruber.

 

Im Vordergrund blüht der rote Diptam, eine schöne Blütenstaude, die schon im Altertum bei den Griechen bekannt und beliebt war. Die Wurzel wurde früher wegen ihrer Bitterstoffe und Salze offiziell genutzt. Als Heilpflanze erwähnt sie zum ersten Mal Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert. Es git von der Art auch eine rein weiße Form. Bisweilen wird der Diptam auch "Brennender Busch" genannt. weil er bei starker Sonneneinstrahlung und Wärme ein ätherisches Öl ausscheidet. Im südlichen Europa ist es deshalb möglich, dass in der Abenddämmerung kleine Flämmchen über dem Busch züngeln, weil sich das Öl durch die Hitze entzündet. Solche "Brennenden Büsche" spielen in der alten Mythologie eine Rolle. Erinnert sei an Moses' Erlebnis, als er die Schafe seines Dienstherren und Schwiegervaters hütete. In einem brennenden Busch erschien ihm Gott als der "einzig Wahre" und verkündete Moses, dieser wäre auserwählt, sein Volk aus der ägyptischen Knechtschaft zu führen. Als Moses ihn nach einigem Zögern bat, ihm seinen Namen zu nennen, sagte er ihm das hebräische "Jahwe" - "Ich bin, der ich bin", wäre die Übersetzung auf Deutsch. Daraus ist später über die französischen Juden "Jehova" entstanden. Eigentlich kein Name im engeren Sinne. Aber -darüber sollen Religionswissenschaftler streiten. Hier geht es um den Diptam, der bei Moses mit Sicherheit nicht brannte, denn das war ein anderer Strauch in Arabien.

Der Diptam kommt wild in Europa, Asien bis Japan vor. Bei uns ist er winterhart. 

Veröffentlicht in Grüße zur Woche

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