Ein besonders schönes Geschenk

Veröffentlicht auf von anais

000_0002-Kopie-2.JPG

"Das kulinarische Erbe der Alpen" lautet der Titel dieses großartigen Bandes. Auf 368 Seiten im A4-Format, illustriert mit schwarzweißen und farbigen Bildern, wird die Ernährungsgeschichte des Alpenraums dargestellt.

Wie bin ich zu diesem einzigartigen Buch gekommen? Die Vorgeschichte lief  einige Monate. Mein Berliner Freund Frank, naturbegeistert und ernährungsbewusst, hatte eine kleine Geldsammlung organisiert, an der sich meine besten Freundinnen, Freunde und Bekannte beteiligten. Er hatte ihnen erklärt, dieses große Buch sollte ein gemeinschaftliches Geburtstagsgeschenk für mich sein. Und so ist es dann auch Wirklichkeit geworden. Als er es mir im Namen aller überreichte, war ich erst einmal sprachlos. Ich blätterte die großformatigen Abbildungen durch, sah mir das lange Inhaltsverzeichnis an und wusste, dass ich darin viel Neues zu entdecken hatte. Jetzt habe ich Vorwort und Inhaltsverzeichnis gelesen mit Blicken in einzelne Kapitel.

Es beginnt mit dem Wandel der Getreidekultur im Alpenraum. Traditionelle Fette in der Küche wie Mägiöl und Griebenschmalz, Bucheckern-, Kürbiskernöl u. a. werden beschrieben. Ein sehr interessantes Kapitel muss zweifellos die Geschichte von den Ur- zu den Alpenkäsen sein.

000_0007-Kopie-3.JPG000_0005-Kopie-1.JPG

Wer kennt Schwarzhals- und Brillenschaf oder die Eringer Kuh und das Simmentaler Fleckvieh? Alte Tierrassen werden wiederentdeckt. Die Fischtraditionen von der Zeit der Römer bis in die Neuzeit werden dargestellt mit Fischarten, die heute kaum noch jemand kennt wie z. b. die Quappe, ein vergessener Edelfisch. Bewährte Kartoffelsorten pflanzen Bauern noch heute. Und diese Knollen sind unübertrefflich im Geschmack.

000_0010-Kopie-2.JPG000_0011-Kopie-3.JPG

Leckeres Brot, vielleicht mit Zigerklee gebacken, Waldbeeren uns -Obst, Geräuchertes vom Schwein, Wurst und Fleisch vom Rind - in dem Werk scheint alles berücksichtigt zu sein, was der gesunden und ungesunden Ernährung dient. Und - nicht zuletzt - ein langes Kapitel über Alpenkräuter und hinzugewanderte Gewürze.

000_0012.JPG000_0013-Kopie-1.JPG

Am Ende steht ein Verzeichnis der alpinen Delikatessen. Sollten wir einmal wieder in diese schöne Region kommen, schaue ich vorher in das Verzeichnis rein.

Die Autoren wollen nicht zur Umkehr anregen sondern das Interesse für regionale Ernährungsgeschichte und den Erhalt althergebrachter Kulturen wecken.

Der Band ist erschienen im AT Verlag, AZ-Fachverlage AG, Ch-5000 Aarau. 2013, 2. Auflage.

Veröffentlicht in Freizeitspaß

Kommentiere diesen Post

Katharina vom Tanneneck 07/29/2013 22:11


Hallo Joachim,


da hat sich Frank aber wirklich etwas einfallen lassen, womit er Dir eine Freude machen konnte. Ja, wir sollten uns wieder erinnern an Dinge, die schon unsere Vorfahren gut fanden. Ich bin mir
sicher, bald befinden wir uns in einer anderen Zeit und da kann es nur von Vorteil sein, das zu erkennen und vielleicht auch zu befolgen. Heute haben wir leider viel zuviel Chemie in unserem
Essen. Das müßte nicht sein!


Viel Freude mit Deinem neuen Buch.


Liebe Grüße, Katharina 

anais 08/01/2013 13:14



Hallo Katharina,


ja, es ist ein wirklich gutes Buch. Ich werde sicherlich viel Zeit brauchen, um darin zu lesen. Es interessiert mich, weil ich vielleicht darin Neues und Wissenswertes entdecke. Z. B. wird dort
der Schabziger Klee mit sehr aromatischen Samen (Brot backen etc.) als Ziger klee genannt. Vielleicht finde ich neben Brotbacken noch andere Rezepte.


Liebe Grüße


Joachim



Archi 07/29/2013 22:09


Guten Abend Joachim


Ein sagenhaft schönes Geschenk hast du bekommen. Du kannst sehr stolz darauf sein, dass man dich so schätzt.


In vergangene Geschichten graben, ist ein aufregendes Gefühl.


Einen schönen Abend Euch.


lg Uli


 

anais 08/01/2013 13:10



Hallo Uli,


ich habe mich gefreut, dass einige meiner Freunde etwas dazu gegeben haben. Wenn ich den Band durchstudiert habe, werde ich ihn denen, die daran interessiert sind, zum Lesen geben.


Mal sehen, welche neuen Erkenntnisse ich erhalte.


Liebe Grüße


Joachim