Ein Koffer voller Erinnerungen

Veröffentlicht auf von anais

Grieben-015.JPG

 Auf dem jüngsten Lychener Historienstammtisch begrüßten wir die Tochter des Malers Jochen Grieben, Renate Mertens mit Ehemann und Sohn. Aus dem westdeutschen Wiehl kamen sie auch diesen Sommer wieder zur Erholung und um die schöne Natur zu erleben, nach Lychen. Renate Mertens wurde von allen Stammtischteilnehmern herzlich begrüßt. Über 20 Personen waren voller Neugier erschienen. 

Grieben-021.JPG

Renate Mertens hatte eine Überraschung mitgebracht: einen hellbraunen, feinen Lederkoffer aus den 1920er Jahren.

Grieben-019.JPG

Als sie ihn vor uns öffnete. befanden sich darin Fotoalben mit Bildern aus der Geschichte der früheren Apothekerfamilie Spangenberg, die von Jochen Grieben verfassten und illustrierten Kinderbücher, Originalgemälde und Kopien. Das Interesse war groß.

Grieben-018.JPG

Wir ließen die Zeitzeugnisse früherer Jahre bei Kaffee und Kuchen durch die Runde reichen. Renate Mertens gab dazu die entsprechenden Kommentare. "Den Koffer," so erzählte sie, "hüten wir wie ein Kleinod. Er hat uns über viele, viele Jahre begleitet. Schon mein Vater nahm ihn nach seinem Studium auf seine Malreise durch Südfrankreich und Marokko mit. Der Koffer kam nach Lychen, als meine Mutter Dora, geb. Spangenberg, Jochen Grieben 1929 heiratete. Unser Künstler hatte einmal einen Holzschnitt von seiner Schwägerin, der Fotomeisterin Gerda Maria, bei ihrer Lieblingsbeschäftigung angefertigt: im Boot liegen und ein Buch lesen.

Grieben-006.JPG

 Als die Russen im April 1945 vor den Toren der Stadt standen, packten wir unsere wichtigsten Dokumente in den Koffer und versteckten uns im Wald am Rande von Lychen. Und schließlich begleitete er uns auf der Flucht aus der damaligen DDR in den Westen".

In dem anschließenden 1 1/2-stündigen Gespräch war die Spangenberg-Apotheke am Markt Thema. Renate Mertens erzählte dazu die Entstehungsgeschichte des Unternehmens, das im II. Weltkrieg ein Opfer der Flammen wurde. Wir freuen uns, dass der Stammtisch wieder um eine Lebensgeschichte reicher ist. Siehe auch:Marokkanische Stadtansichten .

Veröffentlicht in Lychener Stammtisch-Geschichten

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post

Katharina vom Tanneneck 09/14/2010 00:05



Hallo Joachim, da bist Du dann ja eine Weile beschäftigt. Ist sicher viel Arbeit aber wenn Du es fertig hast wird es sich gut lesen. Ja, je älter man ist um so mehr gibt es zu schreiben! Viel
Erfolg für Dich! 


Liebe Grüße, Katharina



anais 09/14/2010 17:13



Hallo Katharina! Den I. Teil habe ich heute fertig gemacht. Ich habe ihn per Mail mit den angehängten Fotos zum Satz nach Templin gesendet. Hoffentlich klappt das wieder. Veröffentlichen kann ich
den Artikel hier erst nach Erscheinen der Zeitung. Vielen Dank für die netten Wünsche!!


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 09/13/2010 00:34



Hallo Joachim,


schön und danke! Ich freue mich darauf! Einen guten Start in die neue Woche Woche wünsche ich Dir.


Liebe Grüße, Katharina 



anais 09/13/2010 18:50



Hallo Katharina! Ich werde den von der Dame für mich geschriebenen Text redigieren, und wahrscheinlich wird er in zwei Teilen veröffentlicht. das ist eine lange Lebensgeschichte.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 09/11/2010 01:05



Hallo Joachim, das freut mich! Wenn Du darüber schreiben willst, dann war es bestimmt ein richtig schönes Erlebnis und ich beneide Dich darum. Stellst Du Dein Werk auch mal hier rein? Wäre schön!


Liebe Grüße, Katharina



anais 09/12/2010 09:19



Hallo Katharina! Wenn ich den Artikel fertig habe, setze mich ihn unter meine "Seiten" rein. Spätestens morgen muss ich anfangen, denn am kommenden Wochenende ist Redaktionsschluss.


Liebe Grüße


Joachim



Adrian 09/10/2010 11:17



Was fuer ein Gast! Wunderbar:)



anais 09/10/2010 13:26



Das finde ich auch!


LG Joachim



Katharina vom Tanneneck 09/10/2010 09:08



Hallo Joachim, das war sicher ein Erlebnis und viele Erinnerungen wurden wieder wach. Der Linolschnitt gefällt mir sehr gut und wenn man bedenkt, wie alt er schon ist, um so besser. Eine echte
Rarität!


Liebe Grüße, Katharina



anais 09/10/2010 13:32



Hallo Katharina! Das war ein interessanter Nachmittag. Die Frau hat sehr lebhaft erzählt. Ich werde darüber etwas für unsere "Neue Lychener Zeitung" schreiben.


Liebe Grüße


Joachim