Ein Nachmittag im schönen Tanneneck

Veröffentlicht auf von anais

Am Sonntag begannen früh die Vorbereitungen für eine Autofahrt ins Grüne, genauer gesagt, zum grünen Tanneneck. Mr. Cornflackes, mit Vornamen Frank, meine Freundin Jutta, Mutter unseres Stahlkünstlers Uwe und ich, wir hatten uns verabredet für einen gemeinsamen Besuch meiner lieben Freundin Katharina.link Jutta kannte sie bereits aus meinen Erzählungen. Deshalb wollte sie ihre persönliche Bekanntschaft machen. Mr. Cornflackes wollte auf alle Fälle mit, weil er von Katharina durch ihre Kommentare wusste. Vor allem aber wollte er unbedingt das hübsche Anwesen mit dem blauen Dach sehen. Telefonisch hatte ich Katharina bereit auf den "Überfall" vorbereitet. Sie versicherte mir jedoch, dass sie sich über den Besuch sehr freuen würde.

Also packten wir frühmorgens nach dem Frühstück alle Sachen ein, auch ein paar kleine Überraschungen, vor allem Pflanzen für den Garten. Wir starteten und holten Jutta vom "Feld der Träume" ab. Weiter ging es über die Beenzer Landstraße bis Koldenhofer Mühle. Ich kürzte die Strecke über Dolgen ab, und bald gelangten wir nach Möllenbeck. Da waren wir schon so richtig in Mecklenburg.

Hier pausierten wir und besuchten meinen Großcousin Uwe mit seiner Petra, die ich schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte. Kaffee und Brote, die Jutta vorbereitet hatte, taten uns gut. Das Wiedersehen mit meinen Verwandten war eine große Freude. Danach lenkte ich meinen kleinen silbergrauen Ford Fiesta mit der wertvollen, sehr gesprächigen Ladung in Richtung Woldegk und weiter nach Friedland, diese sehr alten, neuen Stadt mit der herrlichen gotischen Kirche und den putzigen Stadttoren aus dem Mittelalter.

Jetzt würde der Leser gerne Fotos sehen. Ich hatte aber zu meiner Schmach bei meinem Großcousin feststellen müssen, dass ich bei allen Vorbereitungen den Fotoapparat zu Hause vergessen hatte. Also muss jeder, der Bilder von Friedland, Vorpommern, sehen will, mal schnell selber dahin fahren. Einverstanden?

Friedland, im Krieg arg zerstört, wurde wieder aufgebaut mit viel DDR-Architektur. Mich faszinierte der weite, schöne Marktplatz mit der gotischen Kirche. Wir aßen gemütlich zu Mittag.

Nun kam die letzte kleine Etappe bis Boldekow. Wir durchquerten das große Dorf und sahen fast am Ende an einem Seitenweg unser Ziel, das Tanneneck. Mr. Cornflackes war enzückt: "Oh, da sind sie, die blauen Dächer!"

Mein lautes Pkw-Manöver lockte Fred an den Zaun. Er winkte uns zu und wies uns durch das geöffnete Tor. Katharina erwartete uns bereits mit der niedlichen, zarten Cleo auf dem Arm. Die Begrüßng war herzlich. Wir nahmen eine Erfrischung zu uns, wechselten alle miteinander und durcheinander die ersten Worte.

Weil wir alle Drei so sehr gespannt waren, Einblick in das feine Anwesen zu bekommen, ließen wir uns von Katharina und Fred durch Räume und Gelasse führen. Wir staunten, fragten und hörten immer wieder zu, als beide erzählten, wie sie sich ihr Heim mit eigener Kraft und Arbeit aufgebaut haben. Wir Drei zogen symbolisch unsere Hüte vor so viel Fleiß.

Fred, mit geschickten Händen und klugem Kopf, hat ein Werk vollbracht, das sich sehen lässt. Genauso gut und spannend konnte er aus seinem Leben erzählen. Katharina holte endlich - ich hatte schon so sehr darauf gewartet - ihre berühmte Quarktorte aus der Küche. Ich durfte sie schon im vergangenen Jahr bei ihrem Besuch in Lychen genießen. Deshalb weiß ich, was ich hier schreibe. Locker, luftig und lecker mit Fruchtstückchen. Ich ließ sie mir zweimal servieren. Während unserer Rundgänge  und Gespräche im Hof, auf der Wiese und im Garten freuten wir uns immer wieder über die lieben Tiere, Cäsar, die Katze und Cleo, das Hündchen.

Es war für uns alle ein herrlicher Sonntagnachmittag. Wahrscheinlich werden Katharina und Fred bald nach Lychen zu uns kommen, nämlich zu den "Tagen der Offenen Gärten in der Uckermark" am 16. und 17. Juni.

Herzlich Willkommen!

baldur-iris-007.JPG

Kommentiere diesen Post

xamantao 05/29/2012 13:54


Das freut mich zu lesen! Habe schon von Pitti gehört, dass Ihr bei Katharina ward.


So, nun muss ich erstmal wieder was arbeiten, kann also nicht in Deinem Blog lesen - leider. Deine Reiseberichte zu lesen, habe ich mir für heute Abend bzw. Nacht vorgenommen und freue mich
schon darauf. Du hast inzwischen eine ganze Menge mehr berichtet, seitdem ich

anais 05/30/2012 19:20



Hallo Xammi! Bei Katharina haben wir einen schönen Nachmittag verlebt. Ich bewundere dich, mit welcher Ausdauer und zu welcher Zeit Du die Reiseberichte lesen willst. du bist wirklich
unermüdlich. Meine Hochachtung!


Liebe Grüße


Joachim



Regina 05/22/2012 19:43


Hallo Joachim, Katharina hat schon von Deinem lieben Besuch mit Freunden berichtet, von dem netten Tag den ihr miteinander verbracht habt und natürlich auch von den schönen Pflanzen die
Du mitgebracht hast, l G Regina

anais 05/22/2012 19:56



Hallo REgina! Ich weiß esw. Ich habe gestern schon auf ihre Seite geschaut. Es war sehr schön bei den Beiden. Vielleicht besuche ich  Dich mal, wenn Frank seine Reha-Kur in der Nähe von Kiel
im September bekommt. Was sagst Du dazu?


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 05/22/2012 00:48


Hallo Joachim, vielen Dank für Euren Besuch und die vielen Pflanzen, die uns mitgebracht hast. Ja und natürlich auch für Deine Mitfahrer Jutta und Frank. Es war richtig schön, die Beiden auch mal
kennen zu lernen. Jutta ist eine ganz Liebe und Frank, na das ist jetzt schon mein ganz besonderer Freund. So locker, offen und ehrlich wie er ist, da muß man ihn doch einfach mögen!


Warum hast Du mir nicht gesagt, dass Du Deinen Fotoaparat vergessen hast? Ich habe doch drei Stück, die sofort aufnahmefähig warteten. Ich hatte es einfach nur durch die Freude vergessen.


Es freut mich, dass Dir mein Käsekuchen geschmeckt hat. Den hast Du vorher allerdings noch nicht probiert. Nach Lychen brachte ich Dir einen Rhabarberkuchen mit und nur darum gab es dieses Mal
Käsekuchen. 


Joachim, es war ein schöner Tag mit Euch und ich hätte mir sehr viel mehr Zeit gewünscht. Ich wollte Dich so vieles fragen. Egal, wir kommen ja bald nach Lychen!


Tausend Dank auch noch für Deinen schönen Gedichtband mit der besonderen Widmung. Ich habe heute darin gestöbert und nichts gefunden, das ich noch nicht kannte. Allerdings bin ich noch lange
nicht damit durch. Da steht schon eine ganze Menge drin!


Danke auch, dass Du nicht die Baustellen erwähnt hast. Da ist es ja nicht wirklich schön. 


Liebe Grüße von mir und von Fred, der Dich auch sehr mag!


Katharina

anais 05/22/2012 19:31



Hallo Katharina! Die Beiden werden sich sehr freuen, wenn sie Deinen schönen Kommentar lesen. Herzlichen Dank für Eure Gastfreundschaft. Ich freue mich schon auf die nächste Unterhaltung hier in
Lychen Stimmt! Du hattest einen feinen Rharbarberkuchen mitgebracht. Der war ebenso gut gelungen. Gibt es vielleicht eine besondere Geschmackserinnerung, die bei mir etwas verkalkt ist? Lach!
Weil Du immer bei mir die Stammtischgeschichten gelesen has, wirst du sie kennen, denn das ist der gesammelte Ausdruck aus dem Blog. Auch Baustellen haben ihre Reize. vor allem, wenn sie noch im
jugendlichen Zustand sind. Sie erregen die Fantasie, wie alles später aussieht. Herzlichen Dank für die Grüße. Grüße Fred wieder herzlich zurück von mir.


Liebe Grüße


Joachim