Eine blitzsaubere U-Bahn

Veröffentlicht auf von anais

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Am Nachmittag des 12. Januar erkunden wir die nähere Umgebung vom Hotel. In den Straßen überall brodelnder Verkehr. Frank freut sich über das fix laufende, grüne Männchen auf der Straßenampel mit Sekundenanzeige. Wieviel Zeit bleibt dem Fußgänger in Taipehs Straßen? Auf alle Fälle 30 - 40 Sekunden mehr als in Deutschland.

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Wir wollen einen Tempel besichtigen, der in der Nähe und mit der U-Bahn leicht zu erreichen ist. Auf der Straße geben uns Passanten gerne Auskunft. In dem Tempel soll die taoistische Religion gepflegt werden, die Hauptglaubensrichtung der Taiwaner. Wir gelangen in kurzer Zeit dorthin. Viele Gläubige legen Blumen an Altaren nieder und ziehen Spruchbänder aus Schränken. Mir ist das alles sehr exotisch, weil ich die Zeremonien nicht verstehe. Frank als Anhänger des Buddhismus meint, auch in diesem Tempel zu einem Gebet niederknieen zu dürfen.

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Anschließend, schon bei Einbruch der Dunkelheit, steigen wir wieder hinunter zur U-Bahn. Wir müssen uns dort erst einmal zurecht finden. Die 4 Linien, eine gelbe, eine rote, eine blaue und eine braune, scheinen jüngerer Bauart zu sein. Die Bahnhöfe sind hell und strahlen vor Sauberkeit. Kein Papier, kein Unrat ist zu sehen. Kein Graffiti an den Wänden. Die Entfernungen auf den Linien sind in Tarifzonen eingeteilt. In den Kreisen auf der Karte, die die Stationen anzeigen, sind die Tarife eingegeben. Wir haben für die erste Fahrt die 25 und müssen deshalb 25 TD in den Schlitz an der Chip-Ausgabe einwerfen. Chip und Wechselgeld werden ausgeworfen. Der Chip wird an der Sperre auf einen Sensor gelegt, damit sich die Sperre öffnet. Man muss sehr schnell sein, um hindurch zukommen. Wenn nicht, muss man sich bei der Aufsicht melden, die dann den Zugang öffnet. Nach der Fahrt das Gleiche noch einmal mit dem Chip, um den Bahnsteig zu verlassen.

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Wir steigen an der Station aus, von der wir zum Taipeh-Tower kommen können. Als wir über Rolltreppen zum Ausgang gelangen, empfängt uns wieder brodelnder Verkehr im gleißenden, bunten Licht der Neon-Reklame, meistens mit chinesischen Schriftzeichen. Im Hintergrund erblicken wir den 388 Meter hohen Turm. Als wir darauf los marschieren, ahnen wir noch nicht, was wir dort zu sehen bekommen. Darüber berichte ich im folgenden Artikel. 

Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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Cebulon 03/09/2012 21:50


Meine Güte, da gibt es ja einiges zu sehen. Die Bilder sind auch sehr schön, aber mir tun irgendwie schon vom Anschauen der Bilder die Füße weh, da gab es sicher einiges zu laufen? Aber ihr
hattet ja schnelle Schuhe an! ;-)


 

anais 03/11/2012 08:52



Hallo Cebulon! Ich bin wegen meiner schiefen Hüfte auch nicht gut zu Fuß. Imm Wasser merke ich zum Glück davon nichts. Deshalb hatte ich immer die Laufschuhe an.


LG Joachim



Pitti 03/03/2012 05:33


Ich finde es schön, so viel Sauberkeit erleben zu dürfen. Das würde ich mir auch hier wünschen. Es tut mir leid, dass der gestrige Tag so stressisch begann. Es ist schön spannend für Danke.


Pitti

anais 03/03/2012 11:13



Hallo Pitti! Ich freue mich sehr, dass Du die Berichte liest. Die Taiwaner haben sicherlich mehr Respekt vor ihren öffentlichen Einrichtungen. Die Mentalität ist wohl eine ganz andere als hier
bei uns in Deutschland. Wahrscheinlich ist der Egoismus nicht so ausgeprägt.


Ein schönes Wochenende und liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 03/02/2012 23:28


Hallo Joachim, das macht ja alles einen sehr guten und sauberen Eindruck. Da könnte sich Deutschland eine große Scheibe davon abschneiden. Ja, wenn man etwas von der Welt gesehen hat, denkt man
mal darüber nach, was die hier mit unseren Steuergeldern alles (oder nichts) machen. In den letzten zwanzig Jahren ist Deutschland merklich verkommen. Und das für eines der reichsten Länder
dieser Welt! Muß wohl an der Politik liegen!


Ich kann mir gut vorstellen, wie Ihr die Reise mit all den neuen Eindrücken, aufgenommen habt. Das könnte mir auch gefallen.


Ich wünsche Dir ein schönes und sonniges Wochenende!


Liebe Grüße, Katharina

anais 03/03/2012 11:10



Hallo Katharina! Genau mit den Gedanken, wie du sie kommentiert hast, habe ich extra die U-Bahn von Taipeh in den Blog gestellt. Die Taiwanesen haben eine andere Einstellung zu ihrem Land. Sie
achten wohl mehr das Gemeingut und sind stolz auf ihr bürgerliches, demokratisches, kleines China.


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!


Liebe Grüße


Joachim



Archi 03/02/2012 21:25


Hallo Joachim


Ich möchte dir für deinen Reisebericht sehr danken.


Ich fliege nicht in einem Flugzeug, weil ich meine,dass man uns Flügel gegeben hätte, wenn wir fliegen gesollt hätten.


Dabei wäre mein Traumziel Indien.


 


Ich hoffe, dass ich viel bei dir lesen darf.


Einen schönen Abend dir.


 


lg Archi

anais 03/03/2012 11:03



Hallo Archi! Wir fliegen nur, wenn es nicht anders geht.Wie sollten wir sonst bis in den Pazifik kommen. ?


Gegen das häufige Fliegen sind wir auch.Im Grunde genommen hast Du Recht mit Deiner Einstellung.Aber wir sind nun mal neugierig,abenteuerlustig und möchten etwas von der Welt kennen lernen.
Indien wäre wohl eine Reise wert. Allerdings wird der Gegensatz zwischen arm und reich schockierend sein.


Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!


Joachim