Es hat sich gelohnt.

Veröffentlicht auf von anais

Stollen-2013-12-12-002.JPG

Der Austernseitlingsfund in diesem Dezember.

 

Am Freitag vormittag startete ich gegen 9.00 Uhr mit dem Fahrrad zu meiner wahrscheinlich letzten Pilzsuche im alten Jahr. Mein Ziel war die Hohenlychener Buchheide. Ich hatte nämlich bis dahin noch nicht die Zeit gefunden, nach den Austernseitlingen Ausschau zu halten. An den Buchenstämmen wollte ich nachsehen, an denen ich bereits im vergangenen Jahr diese gesunden, wohlschmeckenden Baumpilze gefunden hatte. 

Austernseitlinge 004

Zuerst führte mich die Tour an den südlichen Waldrand, wo auf einer Anhöhe ein vom Unwetter vor Jahren abgeknickter Stamm viele Büschel des taubengrauen Kalbfleischpilzes trug. Voller Spannung und Erwartung legte ich das Rad am Wegesrand ins Buchenlaub und blickte hinauf zum Stamm. Helle Flecken sah ich auf der Rinde und auch am davor liegenden, heruntergefallenem Holz.

Als ich nahe dran war, stellte ich fest, dass hier der Austernseitling in diesem Jahr ockergelb war. Ich hatte dafür keine plausible Erklärung. Die gelbe Variante erscheint meistens früher als die taubengraue. Von den Pilzen blieben nur noch Reste, denn, von Insekten und Maden zerfressen, hingen dort lediglich klägliche Fetzen.

An dem am Boden liegendem Stamm hatte sich das Wild an den Pilzen gütlich getan. Weil ich meine Kamera nicht mitgenommen hatte, zeige ich hier noch einmal den Stamm, wie er im vergangenen Jahr aussah.

Austernseitlinge 007

Ich nahm mein Fahrrad und kehrte zurück zum Hauptweg, stellte es wieder ab und kletterte auf die Hügel durch junges Buchendickicht, weil dort hinten ebenfalls Holz aus früheren Jahren lag. Wieder ohne Ergebnis. Es war nichts zu finden.

Nun blieb mir nur noch die letzte Chance an dem Stamm, auf dem ich im vergangenen November die vielen kleinen, sprießenden Austernpilze zwischen grünem Moos fotografiert hatte. So sahen sie im vergangenen Spätherbst aus.

Austernseitlinge 006

Schon von weitem meinte ich zu mir: "Oh, das scheint gut auszusehen." Als ich an den starken Rest der abgestorbenen Buche angelangt war, freute ich mich. Das Suchen und die Mühe hatten sich gelohnt. Das Myzel muss sich kräftig ausgebreitet haben. Ich konnte so viele Austernseitlinge mit nach Hause bringen, dass ich zu tun hatte, sie alle zu säubern und einzufrieren. Sie sind auf dem Aufmachungsbild zu sehen - ein Foto von jetzt.

Ich habe die jüngeren Pilze von der Traube getrennt, ganz gelassen und eingefroren. Die größeren Exemplare habe ich in Streifen geschnitten. Zuerst wollte ich sie trocknen. Aber ich weiß nicht, ob mir das bei meinen Raumtemperaturen gelungen wäre.

Ich habe noch Platz im Gefrierschrank gefunden und sie dort hineingelegt. Die in Streifen geschnittenen Pilze schmecken ausgezeichnet, wenn sie mit Zwiebeln schön braun gebraten werden.

Siehe auch: November in der Buchheide

 

Veröffentlicht in Freizeitspaß

Kommentiere diesen Post

Katharina vom Tanneneck 12/16/2013 22:24


Hallo Joachim,


dann ist das ja eine feine Sache! Das Putzen der Pfifferlinge ist immer eine Menge Arbeit, so gut sie auch schmecken. 


Liebe Grüße, Katharina

anais 12/17/2013 18:13



Ja, Katharina, das ist wohl wahr.



Katharina vom Tanneneck 12/15/2013 13:15


Hallo Joachim,


Du bist einfach ein Glückspilz! Das ist ja eine Menge, die Du da gefunden hast. Das war bestimmt viel Arbeit die Pilze zu putzen aber dafür hast Du nun auch reichlich Vorrat.  


Wir wünschen Dir einen schönen 3. Advent und schicken Dir herzliche Grüße!


Katharina

anais 12/16/2013 16:24



Hallo Katharina,


herzlichen Dank für die schönen Wünsche zum 3. Advent. Bei den austernseitlingen gibt es nicht viel zu putzen. Die Hüte
werden einzeln abgeschnitten. Sandig sind sie nicht, und schlechte Stellen haben sie so gut wie gar nicht. Ist eine leichte Arbeit und schnell gemacht.


Liebe Grüße


Joachim



Archi 12/15/2013 11:19


Guten Morgen Joachim


einen schönen dritten Advent nochmal. lg Uli



anais 12/16/2013 16:20



Danke, liebe Uli. Das ist aber ein freundlicher Schneemann. Der zieht sogar den Hut. alle Achtung. Hut ab.


Liebe Grüße


Joachim



BG 12/14/2013 16:10

Hallo Joachim, Austernpilze wie ein Schnitzel mit Ei und Brötchenpaniermehl panieren und in Butter braten ist unglaublich lecker. Gruß BG

anais 12/15/2013 08:39



Hallo BG,


ein guter Hinweis. Ich kenne das bei Schirmpilzen. Wenn die Pilze breite Hüte haben, lassen sie sich sicherlich alle panieren und braten. ein gesundes Essen.


Ich wünsche dir einen gemütlichen 3. Advent.


Gruß Joachim



Archi 12/14/2013 16:05


Uii, gute Beute Joachim


Zum Pilze sammeln bin ich zu blöde. Ich finde eine ganze Menge, trau mich aber nicht sie zu essen.


Einen schönen dritten Advent für dich und deine Lieben.


lg Uli

anais 12/15/2013 08:36



Guten Morgen Uli,


ich wünsche Euch auch einen schönen Advent und viel Freude bei der Pflege Deiner kleinen Nesthäkchen.


Liebe Grüße


Joachim