Saturday, 20. march 2010
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15:59
Jedes Jahr baue ich eine Reihe Pastinaken in meinem Gemüsegarten an. Die Pastinake ist resistent gegen
Wurmbefall, pflegearm und ergibt gerade jetzt, im zeitigen Frühjahr, ein gesundes Gemüse. Die Pastinake ist winterhart und reichert nach Frosteinwirkung etwas Zucker an. Sie schmeckt deshalb
besonders gut.
Bereits in der Antike war dieses im Mittelmeerraum beheimatete Wurzelgemüse bei Griechen und Römern sehr beliebt. Im Mittelalter erfreute sich die Pastinake in Europa bis zur Renaissance
solch' großer Beliebtheit wie heute die Kartoffel. Die Blätter ähneln dem Sellerie. Ihr Geschmack erinnert etwas an Haselnuss. Sie enthält mehr Kohlenhydrate als die Möhre und ist deshalb süßer.
Sie ist reich an Kalium und Folsäure, enthält entwas Vitamin C, Magnesium, Pantothensäure, Kupfer, Phosphor und Vitamin B6. Sie wirk entkrampfend, reinigend, harntreibend und antirheumatisch. Das
wohl sicher nur im rohen Zustand, gerieben als Salat. Die Verwendung der Pastinake in der Küche ist vielseitig. Als etwas in Vergessenheit geratenes Gemüse ist sie wieder zu empfehlen, vor allem
für den Anbau im eigenen Garten.
Ich habe sie dieser Tage bei der Gartenarbeit entdeckt, zwei Wurzeln ausgegraben und heute einen schmackhaften Eintopf zubereitet.
Pastinakenkremsuppe
Die Wurzeln werden in klarem Wasser sauber gebürstet. Das zarte Grün für die Garnierung abgeschnitten und beiseite gelegt. Um dem Eintopf etwas mehr Farbe zu verleihen. habe ich
zwei mittlere Möhren dazu genommen. Wegen der brauen Flecken auf der Haut schäle ich die Pastinaken, die Möhren werden rein geschabt. Eine mittelgroße Kartoffel kommt noch hinzu, um
dem Gericht etwas mehr Konsistenz zu geben. Alle drei Gemüsezutaten schneide ich in Stifte oder Würfel. Gewaschen kommt alles in den Kochtopf mit genügend Wasser. Dazu gebe ich noch gefrostete,
klein geschnittene Maggikrautblätter, Pfeffer und Salz. Während das Süppchen kocht und brodelt - höchstens 15 Minuten - schneide ich eine halbe mittlere weiße Küchenzwiebel und eine Zehe
Knoblauch klein. Das wird anschließend in einem Esslöffel Rapsöl glasig gebraten. Das inzwischen gegarte Gemüse püriere ich kremig, weil sich dadurch der Geschmack besonders entfaltet. Natürlich
kann ich die Gemüsestückchen auch ganz lassen.
Die fertige Suppe wird angerichtet. Die angebrateen Zwiebeln und der Knoblauch kommen hinzu. Ebenso das klein geschnittene Blattgrün. Dazu - in meinem Fall - eine kräftige Boulette,
hausgemacht! Guten Appetit!
von anais
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veröffentlicht in: Küchenrezepte
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