Sunday, 31. january 2010
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08:48
Haben
Bäume vielleicht ähnliche Hoffnungen und Sehnsüchte wie die
Menschen...?
Die Linde
Noch streifen im Dunkel kalte Winde
durch das kahle Geäst der alten Linde.
Uralt ihr Stamm, zerfurcht und rauh,
ragt weit in den nächtlichen Himmel,
in`s neblige Wolkengrau.
Einsamer Greis in lebloser Stille?
In schütterem Haar schwarze Vogelschar.
Am Morgen fällt ein Sonnenstrahl
auf Wurzel und moosgrüne Rinde.
Mit roten Knospen der kahlen Linde
spielt lau ein leiser
Frühlingswind.
Da reckt sich der Baum in frischem Saft.
Und junge Kraft fließt
- wie einst in
den besten Jahren -
bis zu den feinsten Spitzen hinauf.
Behutsam, im wärmenden Schein,
werden aus Knospen leuchtende Herzen.
Sie legt ihr
grünes Blattwerk an.
Jahr für Jahr geliebt und neu umworben,
will die Linde an diesen Frühlingstagen
wieder für alle die Schönste sein.
von anais
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veröffentlicht in: Meine Gedichte
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