Gebratenes Judasohr

Veröffentlicht auf von anais

Judasohr 008

 

Das Judasohr interessierte mich wegen seines Geschmacks und wegen seiner Konsistenz nach der Zubereitung. Deshalb habe ich es zerteilt und sauber gewaschen.In die Bratpfanne tat ich vier Esslöffel Olivenöl und schnitt eine mittelgroße Küchenzwiebel hinein. Danach legte ich die Pilze dazu und würzte mit Pfeffer und Salz. Ca. 20 Minuten lang habe ich das Judasohr gebraten und zum Schluß ein frisches Ei darüber geschlagen und untergemischt. Mit etwas Petersilie garniert, und fertig war das neue Pilzgericht. Dazu habe ich Pellkartoffeln aus dem Garten und ein paar Tomatenstückchen gelegt.

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 Ich war gespannt, wie das Judasohr schmeckt. Im rohen Zustand sieht es etwas gallertartig aus. Aber der Pilz ist nach der Zubereitung fest. Er hat allerdings keinen Pilzgeschmack, eher unauffällig. Deshalb sollte er fein gewürzt werden, z. B. Mit etwas Knoblauch und Basilikum. Zweifelllos eignet er sich ausgezeichnet für Gemüsegerichte nach asiatischer Art.

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Anschließend habe ich mich über das Judasohr etwas belesen und fand Näheres in einer Broschüre über positive Erfahrungen mit Heilpilzen. Dort ist er neben Mandelpilz (Brasilien), Shiitake (China und Japan), Reishi (Ostasien), Schopftintling (Europa und Asien), Eichhase (Europa), Klapperschwamm oder auch in Asien Maitake genannt (Asien und Europa). Schmetterlingstramete (u. a. Europa) aufgeführt.

 

In der Naturheilkunde (nicht in der Schulmedizin!) wurde in Versuchsreihen mit Pilzpulver aus dem Judasohr (Auricularia) positive Wirkungen bei Entzündungen von Haut und Schleimhäuten festgestellt. Er soll die Blutgerinnung hemmen und den Blutfettspiegel regulieren. Fördert wirkt er sich – wie mehrere andere Heilpilze – auf das Immunsystem aus sowie auf die Behandlung von Hautkrebs. Wer allerdings eine zu geringe Anzahl an Trombozythen im Blut hat, die für die normale Blutgerinnung verantwortlich sind, sollte das Judasohr vielleicht nicht so häufig essen.

Zum Glück findet man ihn auch nicht so häufig wie Maronen und Butterpilze!

 

 

 

 

 

 

 

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Cebulon 08/08/2011 08:23



So mühsam erbeutet, und dann schmeckt er auch noch "eher unauffällig"!? Naja, dafür ist ja nun wenigstens dein Wissensdurst in dieser Hinsicht gestillt.


Ich habe mal bei Wikipedia nachgelesen. Judasohr kannte ich nicht, aber da stand das ein anderer Name Mu-Err ist, davon habe ich schon öfter gehört. Da stand auch, dass es bei Trockenheit bis zu
einem Zehntel seiner normalen Grösse zusammenschrumpft und durch einen Regen wieder aufquillt. Also sollte man es am besten direkt nach einem Regen sammeln, da hat man dann mehr davon!


Naja, wenn auch die Pilze eher unauffällig geschmeckt haben, waren die Zutaten aus dem eigenen Garten sicher umso leckerer.



anais 08/14/2011 19:41



Hallo Cebulon! Es stimmt. eigentlich wollte ich meine Pilzkenntnisse wieder um eine Art erweitern. Das Judasohr ist ja auch nicht häufig. Da loht es sich nicht, auf die Jagd zu gehen. Der Mu-Err
ist der Shitake-Pilz. Mu-Err ist wohl die chinesische und Shitake die japanische Bezeichung für den selben Pilz.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 08/08/2011 00:28



Hallo Joachim, Dein Pilzgericht sieht aber wieder sehr lecker aus. Ich beneide Dich um Deine Kenntnisse. Hier bei uns gibt es auch viele Pilze aber da ich sie nicht kenne, essen wir sie nicht.
Das einzige was ich kenne, sind Pfifferlinge und die mögen wir auch sehr gerne. In Anklam gibt es ja einen Pilzkenner, ich muß mal mit ihm Kontakt aufnehmen und vielleicht kann er mir etwas
beibringen. 


Auch Deine Ausführungen über die Heilwirkung des Judasohres haben mich beeindruckt. Von Dir kann man eben noch sehr viel lernen!


Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche und schicke liebe Grüße.


Katharina



anais 08/14/2011 19:37



Hallo Katharina! Es ist und bleibt wohl so, dass die bekannten Pilze immer noch die schmackhaftesten sind. Ich ziehe auch Pfifferlinge, Steinpilze und vieleicht noch den einen oder anderen, z. B.
die Krause Glucke vor. Wenn Du welche findest, lasse es Euch schmecken!


Liebe Grüße


Joachim