Geheimnisvolles Dschungelleben

Veröffentlicht auf von anais

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Mittwoch, den 22. Februar 2012.

Gegen 9.30 Uhr gehen wir noch einmal in unseren Urwald. Wegen der plötzlichen, unverhofften Regenfälle nehmen wir uns unsere gelben Plastecapes mit. Frank möchte mit dem Camcorder Videoaufnahmen machen und bis zum dem auf der Inselkarte im Nordosten liegenden "Sommerhaus" vordringen. Das wird ein langer Marsch. Das letzte Drittel des Dschungels, so schätze ich, ist uns noch unbekannt. Bis zu dem riesengroßen Stone-Money sind wir schon einmal gekommen, weiter aber nicht. Wir nehmen den Giftbaum und den gewaltigen Big Banyan auf. Ich habe die Order, dazu die Erklärungen abzugeben. Aha, gleich entdecke ich meine Spezialität, weiße Baumpilze. Sie werden fotografiert aber nicht für den Verzehr gepflückt.

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Schließlich wollen wir ja wieder gesund nach Hause kommen. Obwohl - nach Hause steht uns der Sinn gar nicht, weil wir hier so viel Natur und ursprüngliches Leben sehen und eigentlich dazu gehören möchten. Dann machen wir an den wilden Taro-Pflanzen halt, hinter denen andere Baumriesen stehen. Immer wieder gleitet unser Blick die Gipfel hinauf, um Vögel zu beobachten, die ihre unterschiedlichen Rufe ertönen lassen.

 

Palau-500.JPGZikaden machen mit schrillem Zirpen auf sich aufmerksam. Später, im hinteren Teil des Dickichts sind sie nicht mehr zu hören. Viele Epiphyten sitzen auf den Stämmen und im Geäst. Aus moosbewachsenen Baumwurzeln sprießen die oben abgebildeten, seltsame Gewächse heraus, die uns im erstem Moment als rote Würmer erscheinen.

Wir gelangen über Wurzeln und Steine an Felswänden vorbei zu den Muschelkalksümpfen, wo spitze Mangrovensprossen wie Schwerter aus dem weißen Boden ragen, der sich vor Jahrtausenden gehoben haben muss.

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Gerade jetzt setzt wieder ein kräftiger Regenguss ein. Schnell ziehen wir uns unsere Umhänge über und behalten sie vorsichtshalber eine Weile lang an...

Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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Archi 08/26/2012 11:41


Huhu Joachim,


ich frag mal unsere Botanikerin ^^


Danke dir


lg Uli

anais 08/29/2012 21:33



Ja, Uli. Frage mal Eure Botanikerin. vielleicht weiß sie Genaueres.


Liebe Grüße


Joachim



Archi 08/24/2012 19:48


Guten Abend Joachim


Magst du noch etwas über den Giftbaum und die weißen Baumpilze schreiben ?


Deine Bilder sind faszinierend.


lg und einen schönen Freitag


Uli

anais 08/25/2012 16:39



Hallo Uli! Ich würde gerne noch etwas über diesen Giftbaum schreiben, aber dort stand nicht die botanische Bezeichnung dran, nur "Poison Tree". Er war sehr hoch. Ich konnte die Blätter nur weit
von unten sehen. Seine ziemlich glatte, braune Rinde wirkt wohl ätzend auf der Haut. Wir haben ihn nicht berührt. Die weißen Baumpilze waren weich und von der Form her ähnlich dem
Austernseitling. Ob er essbar ist, weiß ich nicht. Die Einheimischen auf der Insel wussten darüber nichts. Bodenpilze habe ich dort gar nicht gesehen. Mehr kann ich Dir leider nicht
berichten.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 08/22/2012 00:06


Hallo Joachim, tolle Bilder von einer echten Dschungellandschaft. Ich fühle die schwülwarme Luft wenn ich da zu schaue. Momentan ist es ja nicht so schwer, weil es hier auch sehr warm ist.
 


Liebe Grüßé, Katharina

anais 08/24/2012 11:03



Hallo Katharina! Das war nun unsere letzte Wanderung in den Dschungel. Aber sie ist noch nicht zu Ende, denn wir wollen ja noch zu dem Sommerhaus.


Liebe Grüße


Joachim