Geschmorter Siam-Kürbis, süßsauer

Veröffentlicht auf von anais

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Heute hatte ich den Wunsch, etwas Herzhaftes, Erfrischendes zum Mittag zu essen. Ich erinnerte mich nämlich an frühere Zeiten, als Mutter Schmorgurken mit Pellkartoffeln auf den Familientisch brachte. Die Gurken kamen wie die Zwiebeln im Sommer aus dem eigenen Garten. Darauf hatte ich Appetit. Landgurken gibt es zur jetzigen Zeit höchst selten im Handel. Außerdem weiß man nicht, wo und wie sie gewachsen sind.

Ich nahm dafür einen großen Siam-Kürbis aus dem Keller, schoss ein Foto und  brachte ihn auf den mit Schnee bedeckten Hof, griff die Axt aus dem Schuppen und schlug auf den grünweiß gemusterten Gesellen ein. Er hat nämlich eine sehr harte Schale. Mit dem Messer kommt man da nicht rein. Die zerteilten Stücke wusch ich in der Küche unter fließendem Wasser ab und begann das Kürbisfleisch herauszulösen. Der Siam-Kürbis hat weißes Fleisch und eignet sich deshalb für die Verwertung als Gemüse.

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Selbst die saftigen, lockeren Teile, in denen sich die schwarzen Samen befinden, eignen sich für den Verzehr. Ich habe einen Teil des festen Fleisches unter der Rinde beiseite gestellt für einen späteren Rohkostsalat. Den anderen Teil habe ich zusammen mit weicheren Teilen grob zerschnitten.

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Weil mir das alles zu blass erschien, und der Kürbis außerdem wenig Eigengeschmach hat, nahm ich eine große rote Paprikaschote hinzu und zerschnitt sie in Streifen.

Zwei Esslöffel Bio-Bratöl gab ich in die Pfanne. Danach gleich fein gehackte Zwiebel, zwei Knoblauchzehen und Schinkenwürfel.

Um einen herzhaften Geschmack zu bekommen, gab ich Gewürznelken und eine Korianderkörner-Pfeffermischung aus der Mühle hinzu.

Alles wurde ca. 20 Minuten in zugedeckter Pfann geschmort. Zum Abschluss kam die süßsaure Flüssigkeit aus zwei Esslöffeln Essigessenz, zwei Esslöffeln Rohrohrzucker, in einer Tasse mit genügend kaltem Wasser verrührt, hinzu. Gut gemischt und noch einmal aufgekocht war mein süßsaures, schmorgurkenähnliches Gericht fertig. Die Pellkartoffeln waren rotschalig, weiße hätten besser ausgesehen. Es hat gut geschmeckt, und viel ist übrig geblieben. Ich habe auch den Rohkostsalat zubereitet. Ich zeige ihn später.

So habe ich selbst dafür gesorgt, dass ich das ganze Wochenende Kürbisgerichte essen muss. Lach!

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