Heftiger Tropenregen

Veröffentlicht auf von anais

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Mittwoch, den 15. Februar 2012.

Wir schauen frühmorgens von unserer Veranda aus in den Himmel über Koror. Das Wetter scheint gut zu werden, die Morgensonne weckt die malerisch gelegene Stadt aus dem Schlaf.

Nach dem Frühstück lassen wir und von Fisher's Finn mit dem Auto abholen, weil wir um ein Gespräch mit der Geschäftsleitung wegen der verregneten Tour zu den Rock Islands und dem verpassten Besuch des Jelly Fish Lake bitten möchten.

Im Café des Dive-Clubs treffen wir Tawa, die Ehefrau des Geschäftsführers. Beide stammen aus Tel Aviv und führen seit Jahren ihr renommiertes Tauch- und Tourengeschäft in Koror.

Frank lässt mich zuerst reden, weil er meint, ich wäre ruhiger in der Verhandlung. Ich gebe Tawa zu verstehen, dass wir wegen des anhaltenden Regens nur einen Teil des Rock-Islands-Programms erfüllt hätten. Zum Quallen-See wären wir nicht mehr gekommen, weil die Tour vorzeitig wegen des schlechten Wetters abgebrochen wurde. Uns wurde nach der Rückfahrt vom Geschäftsführer zugesagt, wir könnten die Fahrt an einem der nächsten Tage wiederholen. So also unsere Reklamation.

Im Stillen hoffen wir, dass wir die neue Tour ohne neue Kosten erhalten. Tawa ist verständnisvoll und nett, zieht sich aber für einige Minuten zurück, um die Angelegenheit mit dem Chef zu besprechen. Dann kehrt sie wieder an unseren Tisch zurück und schlägt uns vor, wir könnten die Fahrt noch einmal machen, wenn wir mit einem Kompromiss für den Preis einverstanden wären. Sie begründet das mit dem starken Benzinverbrauch für solche Hochseetouren und den hohen Benzinpreisen in Palau. Statt der üblichen 105 Dollar pro Person würde sie nur 75 Dollar verlangen.

Wir wissen, dass solche Touren sehr kostenaufwendig sind. Trotz des Unwetters hatten wir ja schon Einiges in den Rock Islands gesehen und erlebt. Deshalb diskutieren wir nicht lange. Mr. Cornflakes nickt zustimmend, und wir willigen ein. Wir erzählen Tawa auch, dass wir Artikel über unsere Erlebnisse zu Hause schreiben und veröffentlichen wollen. Dafür brauchten wir unbedingt Fotos vom Jelly Fish Lake. Na, darüber freut sie sich und findet unsere Idee sehr gut.

 Anschließend genehmigen wir uns einen großen Pott Kaffee. Während der Unterhaltung haben wir gar nicht bemerkt, wie sich der Himmel in der Zwischenzeit verfinstert hatte. Wir blicken hinaus auf die Bucht und sehen, wie in Windeseile eine dichte Regenwand auf uns zu kommt. Im Nu ist alles grau in grau. Es gießt wieder wie aus Kannen. Die kräftigen Güsse halten eine halbe Stunde an. Dann scheint wieder die Sonne.

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Nach einem langen Marsch ins Zentrum der Stadt, Mittagessen und kleinen Einkäufen lassen wir und vom Taxi zum Hotel zurückfahren.

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Kaum haben wir unser Zimmer erreicht, erleben wir das Naturschauspiel noch einmal. Petrus meint wohl, wir sollen zu Hause bleiben, Tagebuch schreiben und Ansichtskarten mit Grüßen an Freunde und Verwandte versehen. abens gehen wir früh zu Bett, weil morgen die extreme Geländetour über den ganzen Tag auf Babeldaob angesagt ist... Palau 150

 

Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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xamantao 06/07/2012 20:10


Na hoffentlich hattet Ihr beim 2. Versuch mehr Glück mit dem Wetter!

anais 06/09/2012 17:57



Der zweite Versuch verlief bombastisch. Du wirst es noch sehen.



Regina 06/06/2012 07:40


Ui auf dem ersten und letzten Bild kann man gut sehen wie es geregnet hat, da ist ja kaum Sicht mehr. Schön das man euch mit den Kosten entgegen gekommen ist, das ist sicherlich auch
nicht alltäglich die meisten Veranstalter hätten wahrscheinlich darauf hingewiesen das sie nichts dafür können wenn das Wetter nicht mitspielt, l G Regina

anais 06/09/2012 17:46



Hallo Regina! Über der Bucht stand eine fast undurchsichtige graue Wand. Es war schließlich ein Kompromiss. Wir hätten uns gefreut, wenn sie noch etwas weiter heruntergegangen wäre. Aber wir
waren zufrieden.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 06/05/2012 23:58


Hallo Joachim, so ein Tropenregen hat schon auch seinen Reiz. Vor allem weil er nicht lange dauert und danach die Sonne wieder scheint. Darum ist dort ja auch alles in üppiger Blüte.


Da habt Ihr aber doch ganz gut verhandelt und so könnt Ihr die Tour noch einmal, bei hoffentlich schönerem Wetter, wiederholen. Da bin ich jetzt aber gespannt. 


Liebe Grüße, Katharina

anais 06/09/2012 17:44



Hallo Katharina! Der Tropenregen hat vor allem dann seinen Reiz, wenn man unter einem Dach sitzt. Ich habe den Guss im Trockenen beobachtet. Naja, eigentlich wollten wir nicht noch einmal bezahlen. Aber wir haben uns überlegt, dass wir doch noch zuzahlen müssten. Die
zweite Tour war gut.


Liebe Grüße


Joachim