Im Etpison-Museum von Koror

Veröffentlicht auf von anais

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Dienstag, den 14. Februar 2012.

Als ich auf das Etpison-Museum zulaufe, weiß ich noch nicht, was es dort drinnen zu sehen gibt. Ich bin gespannt und trete ein. Eine freundliche Angestellte des Hauses kassiert den Eintritt, 5, - Dollar. Sie gibt mir ein Faltblatt, in dem nicht viel steht. Ich frage, ob ich Fotoaufnahmen machen darf. Es ist erlaubt, aber ohne Blitzlicht, so wie in allen Ausstellungen. Die Dame erklärt mir, im Erd- und Untergeschoss befänden sich Exponate aus der Geschichte des Inselgebietes Mikronesien. Im Obergeschoss läge der Giftshop. Jetzt ist das Wichtigste geklärt. Ich schaue mich um. Die erste Sektion, in die ich blicke, berichtet über die Kolonialgeschichte: Eroberung durch die Spanier, deutsche Kolonialgeschichte bis zum I. Weltkrieg. Interessant ist das Buch in deutscher Sprache über die Ergebnisse einer Südsee-Expedition von Dr. G. Tilenius aus dem 19. Jhd. und Bilder von den Inseln und ihren Bewohnern aus jener Zeit.

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Neuzeitliches entdecke ich nicht.

Dann komme ich an reich ausgestatteten Vitrinen vorbei, Arbeitsgeräte, Waffen, Töpferware und Kleidung der Mikronesier aus vorkolonialer Zeit. Künstlerische Arbeiten, wie Skulpturen und Schmuck sind zu sehen. Beim Schmuck spielen Glasperlen eine besondere Rolle. Sie galten auf Palau als Zahlungsmittel. Wahrscheinlich sind sie durch Tauschhandel mit China und anderen südostasiatischen Völkern auf die Inseln gelangt. Ebenso waren Teller aus Schildkrötenpanzer ein wertvolles Tauschmittel der Clans und Chiefs. Wirbelknochen von Meerestieren wurden zu Armreifen verarbeitet und als teure Geschenke benutzt. Heute ist das nicht mehr möglich, denn die Arten stehen unter Schutz.

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Fast eine Stunde lang genieße ich interessiert die Ausstellung über eine exotische, fremde Welt und erlange etwas tieferes Verständinis für die kulturellen, wirtschaftlichen und historischen Eigenheiten Mikronesiens. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Ich muss aufbrechen und zu unserem Treffpunkt im Stadtzentrum zurückkehren.

Abens treffen wir uns mit dem Ehepaar der Tauchschule aus Bad Reichenhall bei einem guten Essen à la Carte im Rose Garden.

Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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xamantao 06/11/2012 06:13


Gibt´s nicht überall auf der Welt labberige Toastbrote? Ansonsten: Reis. Müsst Ihr aber aufpassen, dass Ihr davon keine Schlitzaugen bekommt! *lach*





Herzliche Grüße!

anais 06/12/2012 08:03



Wir werden schon finden, was uns schmeckt. Vielleicht Reiswaffeln und faule eier. Lach!


Liebe Grüße


Joachim



xamantao 06/09/2012 19:06


Lieber Joachim, das ist auch ein großartiges Ziel. Bin mal gespannt, wieviele Kilometer Ihr auf der chinesischen Mauer wandert, wenn´s so weit ist! *lach*

anais 06/10/2012 18:14



Liebe Xammi! Die vielen Kilometer sind schon ein Problem. Jetzt hat Jutta auch noch gehört, in china soll es kein Brot geben. Da können wir auf der Mauer beim Picknick keine Stullen
essen!!stell' Dir das mal vor.


Liebe Grüße


Joachim



xamantao 06/07/2012 07:02


Lieber Joachim, nach dort zieht es mich auch wieder. Das Schöne ist, es gibt dort keine giftigen Tiere. Mal abgesehen von angriffslustigen Wespen, die sich ungehindert von Freßfeinden verbreitet
haben, weil sie eingeschleppt worden sind. Irgendwann... aber es stehen bei mir/uns auch Südamerika, Reunion und ähnliche Länder im "Traumurlaubsprogramm". Wenn die langen Flugzeiten bloß nicht
wären und das viele Geld, was man braucht.

anais 06/09/2012 17:56



Liebe Xammi! Das sind sehr schöne Urlaubsziele. Wir reisen eben dann, wenn das Geld da ist. Jutta will jetzt mit mir unbedingt an die chinesische Mauer. Das werden wir irgendwann in nächster Zeit
mal machen. Frank lacht und freut sich in Gedanken, wie Jutta und ich die Mauer entlang klettern werden.


Liebe Grüße


Joachim



xamantao 06/05/2012 04:21


Das war ja eine lehrhafte Stunde für Dich und Erinnerungen an Neuseeland für mich, wo die ursprüngliche Lebensweise der Maori sehr ähnlich zu sein scheint.


Liebe Grüße!

anais 06/05/2012 16:39



Hallo Xammi! Du bringst mich wieder auf den Geschmack. Nach Neuseeland wollte ich immer mal. Mr. Cornflakes schwärmt jetzt von Neuguinea. Das ist aber teuer und sicherlich anstrengend.


Liebe Grüße


Joachim



Regina 06/04/2012 08:35


Schöne Bilder Joachim, da sieht man mal wieder das es auch ohne Geld gehen würde, mit Glasperlen zahlen das gefällt mir  ich gehe auch sehr gern ins Museum und finde es immer sehr interessant wie die Menschen früher gelebt haben und wie schwer sie es doch hatten. Das Freilichtmuseum in Molfsee
finde ich z.B. sehr schön, da haben bis zu 12 Menschen auf engstem Raum zusammen gelebt und die Knechte hatte ihre Kojen direkt mit im Kuhstall, l G Regina

anais 06/05/2012 16:37



Hallo Regina! Ich schaue mir sehr gerne Museen an. Allerdings mag ich nicht zu viel Schriftliches. Originalstücke sehe ich lieber. Dieses Museum in Koror ist übrigens sehr übersichtlich,
geschmackvoll und sauber gestaltet. Das Freilichtmuseum in Molfsee kenne ich noch nicht. Hast Du darüber etwas geschrieben?


Liebe Grüße


Joachim