Im Jelly-Fish-Lake

Veröffentlicht auf von anais

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Freitag, den 17. Februar 2012.

Das Wetter hat sich seit gestern beruhigt. Heute - so hoffe ich - werden wir die einzigartigen, orangenen Quallen erleben.

Um 8.30 Uhr werden wir von Fishers's Fin abgeholt zur zweiten Rock-Island-Tour mit dem Jelly-Fish-Lake und Schnorcheln.

Ins Hochseeboot steigen diesmal weniger Taucher ein: Ein amerikanisches Ehepaar, Mario aus dem Schwarzwald, zwei Japaner und Mr. Cornflakes mit mir.

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Wir fahren durch die Rock Islands bei strahlendem Sonnenschein und nehmen gleich Kurs auf den für uns noch geheimnisvollen See. Er liegt innerhalb einer oder mehrerer Kalksteininseln und ist seit Jahrtausenden oder mehr vom Ozean abgeschlossen, sodass sich in ihm eine endemische Quallenart entwickelt hat.

Es dauert nicht lange, und das Boot legt am Steg an. Alle haben eine Kontrolle zu passieren. Für den See braucht der Besucher eine Permission, eine Erlaubnis. Diese Plastikkarte haben wir gleich an den ersten Tagen bei Fishers Finn erworben.

Ich merke schon, hier müssen wir erst wieder klettern, denn vom See ist nichts zu sehen. Der Aufstieg ist steil über Kalkfelsen. Ein Pfad mit hohen Stufen ist mit einem Seil abgesichert. Vorsichtig klimmen wir nach oben. Gleich geht es durch dichten Tropenwald genauso schräg abwärts zum Steg am See.

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Ungefähr 20 bis 30 Touristen sind schon da und machen mir etwas zu viel Lärm.

Wir wussten vorher, dass dieses Naturwunder viel besichtigt wird. Schon auf Yap hatte uns Kevin erzählt, weil das Gewässer täglich von bis zu 300 Touristen besucht wird, ist der PH-Wert beträchtlich gestiegen, denn nicht jeder ist so vernünftig, mit seiner eigenen Flüssigkeit an sich zu halten, bis er wieder fort ist. 

Zum Schutz des Gewässers wurden rechtzeitig Schonzeiten eingerichtet.

Wir haben eine halbe Stunde Zeit und beginnen zu schnorcheln. Zuerst sehe ich in dem leicht trüben, grünen Wasser gar nichts. Ab und zu tauche ich auf, um zu gucken, wo Frank ist.

Als ich mich der Mitte des salzigen Wassers nähere, tauchen wie aus tiefster Ferne orangefarbene Punkte auf. Ich halte die Kamera bereit. Es werden mehr. Langsam schweben sie nach oben, dem Sonnenlicht entgegen. Sie kommen zur Mittagszeit aus der Tiefe empor. Ich bin fasziniert, habe nur noch den Blick für diese schönen Geschöpfe. Mehrere Aufnahmen habe ich gemacht, als ein durchsichtiges Geschöpf direkt auf mich zuschwimmt. Mir gelingt eine Portraitaufnahme als Andenken an meine liebste Qualle.

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Ungefährlich sind sie, denn sie nesseln nicht. Schnell vergehen die Minuten. Ich schwimme zurück.

Mr. Cornflakes hängt bereit am Steg und unterhält sich mit Mario, der aus der Nähe von Freiburg kommt und leidenschaftlicher Taucher ist.

Auf dem Steg heißt es wieder umziehen. Wir klettern zurück zum Boot, hangauf, hangab,Mario vornweg. Ich bin glücklich, dass ich meine orangenen Jelly Fishes gesehen und erlebt habe und teile meine Freude mit Frank und den anderen...

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Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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Regina 06/30/2012 08:46


Schöne Bilder Joachim, ja das ist der Nachteil wenn viele Besucher kommen, manche wissen sich einfach nicht zu benehmen und denken wahrscheinlich hauptsache ich habe das noch sehen
können, nach mir die Sintflut, traurig aber wahr, l G Regina

anais 07/02/2012 17:20



So ist es, liebe Regina! Zum Glück haben die Palauer eine Schonzeit für See und Quallen festgelegt. Da kann sich der Bestand erholen.


Liebe Grüße


Joachim



Pitti 06/29/2012 16:45


Phantastische Bilder. Danke.


Lg Pitti

anais 06/29/2012 21:05



Ich freue mich, dass sie Dir gefallen, lieber Pitti.


Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein schönes Wochenende.


Joachim



xamantao 06/28/2012 20:01


Boah, sind die schön!!! Wie die leuchten!

anais 06/29/2012 21:13



Das hättest du sehen müssen!!!!



Reinhold.Einloft 06/28/2012 12:32


Das sind ja wunderschöne Tiere! So was habe ich noch nicht gesehen. Schön, dass sie nicht nesseln, ich hab Respekt vor Quallen, nachdem mich eine mit Feuer gestreift und verbrannt hat. Asche
drauf machen und verreiben, haben uns die Einheimischen gesagt, so kriegt man die Nesseln raus. 


Danke für diese einmaligen Bilder


Gruß aus dem traurig-schwülen Tal, RE

anais 06/29/2012 21:10



Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Sie schweben förmlich im Wasser und leuchten durch das einfallende Licht. Asche bei Verbrennungen duch Nesselquallen sollte ich mir merken. Vielen Dank.
Man kann ja nicht wissen, was noch kommt.


Herzl. Gruß


Joachim



Katharina vom Tanneneck 06/28/2012 01:13


Hallo Joachim, das ist ja auch etwas ganz Besonderes! So etwas habe ich auch nie zuvor gesehen. Danke für die schönen Aufnahmen und den interessanten Artikel. Ich kann mir vorstellen, was es für
Dich bedeutet. Eigentlich kann man es kaum beschreiben, weil es unvorstellbar ist, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Ihr habt Euch da schon ein Traumziel ausgesucht! 


Liebe Grüße, Katharina

anais 06/29/2012 21:07



Hallo Katharina! Wenn das bei diesem zweiten Mal nicht geklappt hätte, und ich hätte sie nicht gesehen, wäre ich echt sauer gewesen. So aber war es herrlich.


Liebe Grüße


Joachim