In den Buskett Gärten

Veröffentlicht auf von anais

Malta-109.JPG

 

Mit den Worten "Geheimnisvolles Malta" in Gedanken stiegen wir am Mittwoch erwartungsvoll in den Bus zum gleichnamigen Tagesausflug. Zuerst besichtigten wir die Buskett Gardens am Fuße des Verdala Palastes. Seit über 30 Jahren gelten sie als das "größte Wäldchen Maltas". Immerhin ist es eine ausgedehnte, weite Parkanlage mit mächtigen Kiefern, Steineichen und vor allem vielen Zitrusbäumen. Für uns war es ein Genuss, durch die oft schattigen, von Steinmauern umsäumten Wege zu spazieren. Mich interessierte die Vegetation, und ich ergötzte mich mit Jutta an den leuchtenden Orangenfrüchten. Ab und zu sahen wir auch gelbe Zitronen zwischen dem dunkelgrünen Laub.

Malta-100.JPG

An bestimmten Stellen, die den Blick in die Ferne freigeben, sieht man auf einem Hügel den Verdala Palast am Horizont. Er entstand um 1586 unter dem Großmeister Loubenx de Verdalle. Dort soll sich in der damaligen Zeit die Führungsspitze des Ritterordens vergnügt haben. Heute dient der Palast als Privatwohnung des Präsidenten.

Malta-107.JPG

Sonntags ist der Park beliebtes Ausflugsziel der maltesischen Familien zum Picknick.

Angelegt wurde er auf Geheiß der Großmeister, die ihren Palast im 18. Jahrhundert mit einer französischen Gartenanlage umgeben wollten. Später wurde der Garten sehr vernachlässigt, ist aber heute wieder gepflegt und schön anzuschauen

 

Malta-108.JPG

Ich lief auf dem Rundgang meistens weit hinter der Touristengruppe, mal mit Jutta, mal allein, weil ich die Ruhe genoss, zwischen die Gewächse und Bäume schaute und ab und zu fotografierte. Als alle am begehrten Häuschen Schlange standen, eilte ich schnell vorbei, nahm ein Foto auf, als sich der Marsch wieder in Bewegung setzte und schlug mich etwas in die Büsche.

Malta-110.JPG

Unsere freundliche, etwas ältere maltesische Reiseführerin hatte nämlich öfter auf die Johannisbrotbäume gezeigt, die in arabischer Zeit auf die Insel kamen. Heute sind sie weit verbreitet. Die süßen Schoten werden zu Mus und Sirup verarbeitet. Johanniskernmehl wird hergestellt. In alten Zeiten aber dienten die immer gleich großen und gleich schweren Samen, die Karate, als Gewichte für das Abwiegen der Diamanten.

Einen Johannisbaum und zumindest seine Blätter wollte ich auf dem bild festhalten. Geblüht haben sie nicht. Es waren auch keine Früchte zu sehen. Das abgefallene Laub und die leeren Schoten werden für Kompost und Humuserde von den Bauern genutzt. als ich mit dem Suchen und Fotografieren fertig war, war die Gruppe samt meiner Jutta verschwunden. Gleich um die Ecke, hinter der hohen Mauer war der Parkplatz. Alle saßen schon im Bus und warteten auf mich. Aber - alles nette Leute - keiner meckerte.

 

Malta-113.JPGMalta-114.JPG

Veröffentlicht in Malta und Gozo

Kommentiere diesen Post

Katharina vom Tanneneck 03/26/2013 12:59


Hallo Joachim,


ich kenne diese Marmelade, sie ist sehr teuer aber ich mag sie einfach nicht!


Liebe Grüße, Katharina

anais 03/27/2013 09:31



Aber Katharina. Sie ist doch so herzhaft und bittersüß.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 03/26/2013 00:28


Hallo Joachim,


gerade die bitteren mag ich gar nicht! Manche lieben sie. 


Na ja, keine Chance bei dieser Kälte, da ginge sogar die "bittere" kaputt. 


Liebe Grüße, Katharina

anais 03/26/2013 09:20



Hallo Katharina,


die Bittere soll nicht so schlecht sein. Davon wird Orangenkonfitüre hergestellt. Das wäre doch was.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 03/24/2013 23:14


Hallo Joachim, 


da hast Du ja noch mal Glück gehabt und nette Leute, die auf Dich gewartet haben. Ich hatte da schon ganz andere Erlebnisse. 


Malta ist schon sehenswert und auch die Orangen- und Zitronenbäume, die dort einfach wachsen. Wäre doch schön, wir hätten das auch. 


Tolle Bilder und wieder ein sehr guter Bericht. Danke!


Einen guten Wochenstart wünsche ich Dir und hoffentlich wird es bald wärmer.


Liebe Grüße, Katharina

anais 03/25/2013 18:03



Hallo Katharina,


Wir hatten eigentlich nur lockeren Kontakt zu den anderen Leuten, meistens zu denen, die mit uns beim Mittagessen am Tisch saßen. Sonst waren wir, Jutta und ich zwei Einzelgänger. Lach!


Hätten wir nicht frostige Winter, hätten wir auch Zitrus- und Orangenbäume bei uns. Eine zitrusart verträgt Frost. Das ist die Bitterorange


Liebe Grüße


Joachim



Archi 03/24/2013 10:56


Guten Morgen Joachim


Das sind wieder wunderbare Eindrücke. Einen Orangen-Zitronenbaum sieht man leider nur in Miniausgabe in Treibhäusern hier. Voll verständlich, dass du dem Touristenstrom ausgewichen bist. Menschen
in Gruppen finde ich zu laut, und es stört mich, dass sie überall ihr Freßpäckchen mitnehmen. Kinder scheinen gar nicht mehr erzogen zu werden.


lg Uli

anais 03/25/2013 17:54



Hallo Uli! Wenn man aufmerksam beobachten möchte, sollte man sich nicht in Gespräche verwickeln lassen. Ich stimme Dir voll und ganz zu. Manche laufen durch die schöne, fremdartige Natur und
erzählen von zu Hause. Da nehmen wir Abstand.


Liebe Grüße


Joachim