In den San-Anton-Gärten

Veröffentlicht auf von anais

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Am Donnerstag, dem 28. Februar, sollten wir auf unserem Tagesausflug "Land und Leute" Parkanlagen, Schüler, Handwerker und Fischer sehen und kennenlernen. Wir besuchten zuerst die San Anton Gardens, in denen sich die Residenz des Präsidenten befindet. Der große Park umgibt den 1623 gebauten Landsitz des damaligen Großmeisters Antoine de Paule. Wo einst die Großmeister ihre rauschenden Feste feierten, tagte 1798 die erste maltesische Nationalversammlung. !802 zogen die britischen Gouverneure in den Palast ein. Seit 1974 ist der Bau Residenz des Präsidenten Maltas.

Der Garten ist mit subtropischen und tropischen Bäumen, Stauden und Blütensträuchern angerlegt. In seiner Mitte schwimmen Schwäne auf einem Teich. Bänke laden im Schatten des Grüns zum Verweilen und Betrachten ein. Im Februar bühten die Blumenrabatten mit Stiefmütterchen und niedrigem, buntem Goldlack. Große Drachenbäume, eigentlich beheimatet auf den Kanaren, erweckten den Eindruck eines uralten Paradieses. utta und ich, wir waren begeister und erfreuten uns an der exotischen Pracht.

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Der Hauptweg wird überschattet von hohen Nadelbäumen und mehreren hundert Jahre alten Araukarien. Er führt zum Präsidentenpalais.

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Auf dem Vorplatz trafen wir auf eine Schulklasse. Die blau gekleideten Mädchen und Jungen - vielleicht fünfte oder sechste Klasse - hatten gerade Frühstückspause und freuten sich, weil sie fotografiert wurden.

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Im Innenhof sind vor dem Eingang ins Haupthaus des Palais die Büsten der bisherigen Präsidenten Maltas aufgestellt. darunter, wie wir sehen, auch eine Frau, die Präsidentin Agatha Barbara (!982 - 1987)  Mich hat das maltesische Staatswappen mit dem typischen Kreuz interessiert.

 

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Und über allem thronte ein souveräner Fasan...

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Veröffentlicht in Malta und Gozo

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Archi 04/04/2013 20:35


Hallo Zusammen


Auch meine Mutter hatte mir Sachen genäht. Es waren Unikate, nirgendswo zu kaufen.


Ich hatte ein wunderschönes helles Kleid. Irgenwie war es dann abhanden gekommen.


Es war in einem hellen grün (?), wenigstens sah ich das so, mit einem viereckigen Ausschnitt.


Es war das schönste Kleid, was ich je hatte.


lg Uli


 

anais 04/05/2013 16:09



Hallo Uli,


ich kann mir gut vorstellen, wie gerne du Dein grünes Kleid getragen hast. Ich kann mich noch erinnern, dass meine Mutter mir ein schönes, kariertes Jacket und dazu die passende Hose genäht hat.
Für die Kalte Jahreszeit wurden Pullover und Strümpfe gestrickt. Immer wieder wurden neue Muster gestrickt. Und - wir haben nicht gefroren.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 04/03/2013 23:10


Hallo Joachim,


ich war ja auch einmal Kind und bin zur Schule gegangen. Da waren die Schüler fast alle gleich. Klar gab es Lehrer, die schon mal das eine oder andere Kind vorzogen aber das lag nie am Verdienst
der Eltern. Ich denke, als sich die "Grünen" mit ihrer antiautoritären Erziehung ins Spiel brachten, da wurde vieles kaputt gemacht. Seither tanzen viele Kinder den Eltern auf dem Kopf herum. Man
nanne es "freie Entfaltung" und die Kinder wissen nun nicht mehr was "gut" und "böse" ist. Dafür sind sie heute mit 18 volljährig haben aber nichts gelernt um ihr Geld selbst zu verdienen. Im
Gegenteil, sie verklagen ihre Eltern noch auf Unterhaltszahlung und manche studieren 15 Jahre.


Natürlich gibt es Ausnahmen aber das liegt allein an den Eltern. Es fällt heute richtig auf, wenn man wohl erzogenen Kindern begegnet. 


Ja, die Uli, sie denkt oft wie ich oder umgekehrt. Das liegt vielleicht daran, dass wir beide noch wohl erzogen wurden und auch, dass wir Löwen sind.  


Liebe Grüße, Katharina

anais 04/04/2013 09:48



Hallo Katharina,


meine Schulzeit verlief so ähnlich. Unsere Kleidung wurde von den Müttern genäht aus anderen gebrauchten Stoffen, denn in den Konfektionsläden gab es noch nicht viel. Wir haben deshalb als Kinder
nicht auf die kleidung des anderen geschaut. Höchstens, wenn ein Junge zu lange lange Strümpfe anhatte, dann wurde er von uns verspottet.


So wie das heute ist, ist auch dies Teil dieser Gesellschaft, die nach dem Motto "Mehr, besser, teurer, Luxus" ausgerichtet ist.


Da müsst Ihr Löwinnen noch kräftig brüllen, bis sich etwas ändert.


Ich mauze mit. Mein Sternbild ist Kater. Lach!


Liebe Grüße


Joachim



Archi 04/03/2013 19:27


Ja, die Kathy


... denkt wieder das Gleiche ^^


Dann euch Beiden mal einen netten Abendgruß.


lg Uli

anais 04/04/2013 09:34



Hallo Uli,


Vielleicht Seelenverwandtschaften? Vielen Dank für den schönen Abendgruß.


Dir einen frohen Morgengruß, liebe Uli.


Herzl. Gruß


Joachim



Katharina vom Tanneneck 04/02/2013 22:19


Hallo Joachim,


danke für den wunderbaren Bericht und die tollen Bilder. Da kommt ein Frühlingsgefühl auf. 


Dann möchte ich mich auch noch auf die Schulkleidung beziehen. Fast überall auf der Welt gibt es solche Schulkleidung. Ich habe es in der Karibik gesehen, in den USA und anderswo. Jedes Kind hat
die gleiche Kleidung, egal ob arm oder reich. Die Eltern haben keine Sorgen wegen teuren Designerklamottenn und es gibt keinen Neid. Das sollte an allen Schulen eingeführt werden.


Aber in unserem Land hat man ja kein Geld für die Bürger und ihre Kinder. Man muß Banken unterstützen und sich selber die Gehälter erhöhen. Was für ein trauriger Haufen sind deutsche und EU
Politiker!


Liebe Grüße, Katharina

anais 04/03/2013 10:07



Hallo Katharina,


ich glaube, überall in Ländern, wo Schulkleidung getragen wird, gibt es in den Schulen weniger Disziplinprobleme. die Konzentration auf das Lernen in der Gemeinschaft wird dadurch gefördert. Bei
uns in Deutschland wird das nicht möglich sein, solange Konkurenzdenken diesem uneffektivem Bildungssystem dazu gehört. Die Zwei-Klassen-Gesellschaft wird bereits in der Schule unterstützt. Es
mag Ausnahmen geben, aber in der Regel kann man das beobachten.


Hier in Deutschland wurde das immer mit kommunistischer Gleichmacherei in Verbindung gebracht. Auch in der DDR hat man keine einheitliche Schulkleidung eingeführt bis auf weißes Hemd und blaues
Pionierhalstuch. aber nur bei Feierlichkeiten und Pionierversammlungen.


Auf Schulkleidung werden wir hier wohl noch lange warten müssen.


Liebe Grüße


Joachim


 



Archi 04/02/2013 20:53


Guten Abend Joachim

Deine Reiseberichte sind immer sehr lesenswert.

Heute richten sich meine Gedanken an die Schulkleidung.
Diese sollte überall wieder Sitte sein.

Als ich als Au pair-Mädchen in England war, hatte ich diese Jugend bewundert.
Alle in gleichen Sachen, sehr adrett, keiner musste mit Markenklamotten angeben, keiner wurde diskriminiert, weil die Eltern nicht so viel Geld hatten.

Meine Schulerinnerungen sind eher so, dass die Mädels mit durchsichtigen Anziehsachen die männlichen Lehrkräfte genervt hatten.
So ein Pubi-Weibchen ist nicht zu ertragen...

Als meine Kinder älter waren, ging es nur noch darum,
wer die teuersten Sachen hatte. Sie brauchten nicht lange halten, nur ein Emblem musste drauf.
So ein Turnschuh-Paar kostete damals schon 100-150 DM.
Ich habe meine Kinder so erzogen, dass sie mit hoch erhobenen Kopf auch mit Normalschuhen laufen konnten.
Es war ein Kampf, oft haben sie mich dafür gehasst.
Heute denken sie genauso. Sie kaufen was praktisch ist,
nicht weil es teuer ist.

Einheitskleidung in der Schule ist gerade in der heutigen Zeit ein unbedingtes Muss.
Alleine schon zum Erziehungszweck.

lg Uli

anais 04/03/2013 09:57



Hallo Uli,


Du hast Deine Kinder zu vernünftigen Menschen erzogen. Wie du siehst, denken sie heute genauso wie Du. Du hast somit etwas Gutes erreicht. Leider denken die meisten Eltern heute wohl nicht so.
Sie unterstützen Prestige- und Konkurrenzdenken schon in Kinderhirnen.


Schulkleidung auch in Deutschland wäre richtig. Bleibt aber wohl bei dieser Lebenseinstellung und dem unzeitgemäßen Bildungssystem nur ein Wunsch Andersdenkender.


Liebe Grüße


Joachim