Kornelkirschenmus

Veröffentlicht auf von anais

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Reichlich Früchte hat der Kornelkirschenbaum (Cornus más) in diesem Sommer reifen lassen. Im Gegensatz zu anderen Hartriegelgewächsen haben die roten, länglichen Früchte nur einen Kern und  Ähnlichkeit mit Kirschen. Sie lassen sich schlecht pflücken, denn sie reifen unregelmäßig. sind die ersten Früchte schon rot sind andere noch gelb. Sie fallen nach Reife vom Baum. Liegen sie ein paar Tage im Rasen, schadet das ihrer Qualität nicht.

Ich habe mir deshalb zweimal die Mühe gemacht, bin auf allen Vieren auf der Wiese unter dem Baum umhergekrochen und habe Kirsche für Kirsche aufgesammelt. Ab und an habe ich mir welche in den Mund gesteckt, weil sie angenehm süßsauer schmecken. So kam jedesmal ein kleiner Füf-Liter-Eimer zusammen. Vom ersten habe ich Marmelade gekocht, vom zweiten Eimer habe ich einfach nur Mus zubereitet und in Schraubgläsern konserviert. Ich habe mir nämlich vorgestellt, wie gut es munden würde, wenn auf einem goldgelben Vanille- oder weißen Griespudding das leckere süße Mus kommen würde. Auch im Früchtejoghurt würde es sich gut machen.

Wie zuvor bei der Zubereitung der Marmelade habe ich beim Mus zuerst die Früchte gewaschen und anschließend in einen großen Kochtopf mit etwas Wasser aufkochen lassen. Es löst sich dabei das Fruchtfleisch von den Kernen.

Nun kommt der etwas aufwendige Teil: Die Fruchtmasse mit Kernen muss entweder durch die "Flotte Lotte" gedreht oder durch ein großes Haarsieb gerührt werden, bis nur die Kerne übrig bleiben.

Das so entstandene Mus habe ich mit Rohrohrzucker gesüßt, in 8 kleinere Schraubgläser gefüllt und bei 85 Grad C im Elektroherd ca. 45 Minuten lang eingeweckt.

Die Kornelkirsche ist eine Wildfrucht und deshalb als Nahrungmittel besonders wertvoll. Sie enthält Kalium, Eisen und viel Vitamin C. Phytozine verleihen der Frucht eine antibakterielle und blutdrucksenkende Wirkung.

 

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Hier ist der Baum im Frühjahr zu sehen. Sehr früh, noch vor den Forsythien, öffnet er seine leuchtendgelben Bütendolden

Leberblümchen 001

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Archi 08/27/2013 08:56


Hi Joachim


Warum mühselig, weil so hoch am Strauch ?


Oder zu fest dran ?


lg Uli

anais 08/28/2013 19:34



Hki Uli,


also --- die Kornelkrischen reifen in der Regel unregelmäßig. Wenn die ersten dunkelrot sind sind die letzten noch gelb. Pflückt man sie hellrot ab, sind sie noch ziemlich sauer. Ich habe den
Baum im Garten am See. Da hätte ich unten auf die Erde eine Plane legen können, damit die reifen Kirschen drauffallen. Wenn sie einige Tage liegen, werden sie nicht schlecht. Das habe ich aber
nicht gemacht, sondern ich habe sie aufgesammelt. Alle. die runterfallen, schmecken gut. Viel Spaß beim Pflücken oder Bücken.


Liebe Grüßer


Joachim



Katharina vom Tanneneck 08/26/2013 00:31


Hallo Joachim, 


das sieht sehr lecker und fruchtig aus. Die Arbeit allerdings ist auch nicht zu verachten. 


Bei uns werden jetzt die Holunderbeeren reif und da kommt auch reichlich Arbeit auf mich zu. Aber dieses köstliche Gellee kann ich mir einfach nicht entgehen lassen.


Komm gut in die neue Woche! 


Liebe Grüße, Katharina

anais 08/26/2013 19:19



Hallo Katharina,


Holundergelee ist lecker. Bei uns macht es immer Jutta. Ich bin heute nachmittag mit dem Rad in den Wald gefahren und habe Brombeeren geflückt. Zusammen mit meinen Himbeeren gibt es eine leckere
Marmelade.


Liebe Grüße


Joachim



Archi 08/25/2013 11:32


Guten Morgen Joachim


Das ging ja flott :-)


Vielen Dank für das Rezept, ich hätte nicht so schnell damit gerechnet


Ist schon abgespeichert und wird nachgemacht


lg Uli

anais 08/26/2013 19:17



Guten Abend Uli,


wenn Ihr auf euren Beobachtungsexkursionen unterwegs seid, schaut euch mal um, vielleicht findet Ihr Kornelkirschenbäume. Das Ernten der Früchte ist mühselig.


Liebe Grüße


Joachim