Märchenhafte Unterwasserwelt

Veröffentlicht auf von anais

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Mittwoch, den 18. Januar 2012. Wir haben lange geschlafen. Eigentlich wollten wir schon heute mit einem Motorboot nach Nan Madol, der Ruinenstadt fahren. Diese Tour haben wir aber auf Freitag umbuchen lassen, weil dann Emma und Britton dabei sein können und wir gemeinsam mit Kajaks in die legendäre Stadt fahren wollen.

Gegen 11.30 Uhr lunchen wir. Die Kellnerin gibt mir die Empfehlung, einen "Chief-Salat" zu essen. Ich nehme ihn. Prächtig ist er. Mit Chedda-Käse, anderen Käsestreifen und Thousand-Islands-Dressing.

Nachmittags leihen wir uns Schnorchel und Taucherbrillen aus, 1 Dollar pro Person und Tag. Masken und Schnorchel bringt uns ein Hotelarbeiter etwas später an den Strand.

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Jetzt beginnen unsere ersten Versuche mit der Unterwasser-Kamera. Frank ist begeistert. Er sichert sich die Kamera doppelt am Handgelenk und macht seine ersten Video-Aufnahmen unter Wasser. Nach längerer Zeit gibt er sie endlich mir. Ich mache mir einen Knoten in das Halteband.

Langsam gleite ich über die Korallenbank. Pilz-, Hirschgeweih-, grüne, gelbe und weiße Korallen wachsen am Riff, das steil abfällt in das tiefe Blau des Meeres. Überall farbige Fische, kleine blaue in Scharen, herrliche Skalare, gestreift, barschähnliche und schwarze - wunderbar. Ich entdecke ein junge blaue Koralle. Mindestens anderthalb Stunden erfreuen wir uns an der Farbenpracht der Unterwasserwelt.

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Wir schwimmen wieder zurück in das seichte Wasser und waten zwischen Seegurken zu unserer kleinen Bucht. Dort stehen Emma und Britton und winken uns zu, schnell hinzukommen. Britton hatte am Tag zuvor einen Zweig grüner Betelnüsse, einige breite Pfefferblätter und weißes Kalkpulver für wenige Cents in Colonia gekauft.

Betelnüsse werden hier von vielen Einheimischen gekaut, weil sie eine anregende Wirkung haben, so ähnlich wie Nikotin. Frank animiert mich: "Kaue mal eine mit. Ich will sehen, wie Du reagierst." Ich bin selber neugierig. Britton macht mir ein Päckchen zurecht: Die Betelnuss wird aufgebrochen, etwas Kalk hineingestreut, wer will, tut etwas Zigarettentabak hinzu und in das Pfefferblatt gewickelt. Dann steckt man es in den Mund und kaut drauf los.

Ich mache das. Das Zeug schmeckt bittersüß und scharf. Kaum genau zu beschreiben. Roter Speichel entwickelt sich im Mund, der immer wieder ausgespuckt werden muss. Die Einheimischen haben dafür ihre Büchsen. Wir spucken in den weißen Sand.

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Ich habe nichts Besonderes gespührt. Kann sein, dass ich etwas gesprächiger wurde, denn wir machen unsere Jokes und Fotos. Bis 17.30 Uhr bleiben wir in der Bucht und haben unseren Spaß. Emma setzt sich eine rote Clown-Nase auf. Wir probieren das ebenfalls und lachen uns scheckig. Britton spielt mit Seegurken. Herrlich ist der Nachmittag!

Es wird Zeit zum Abendessen mit unseren kanadischen Freunden. Ich wähle "Macademia-Nuss-Chicken mit Reis", weil Frank das gestern schon gegessen hat und es vorzüglich findet. Eine lange Unterhaltung schließt sich an. Britton greift zur Gitarre und singt seine tollen Songs. Gegen 23.00 Uhr gehen wir ins Bett. Morgen werden wir beide uns die Hauptstadt Colonia anschauen.

Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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xamantao 03/18/2012 20:05


Clowsnase, Seegurke und das Mundwerk von Joachim. Na, wenn das mal nicht die Wirkung der Betelnuss war. *lach*

anais 03/19/2012 19:32



Hallo Xammi! Kann schon sein. So heftig ist allerdings die Wirkung der Betelnuss nicht. Es sieht ziemlich unappetitlich aus, wenn man sie kaut.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 03/16/2012 10:28


Hallo Joachim,


stimmt, momentan ist es schlimm mit over-blog. Ich habe es schon zu allen Zeiten ausprobiert aber immer wieder geht es mal nicht. Das nervt ganz schön! Ich werde mal was im Forum dazu schreiben
aber ob es hilft? 


Die Sonne scheint und es wird ein schöner Tag. Jetzt gehe ich wieder raus in den Garten. Schönen Freitag!


Liebe Grüße, Katharina

anais 03/16/2012 20:10



Hallo Katharina! Schreibe bitte mal etwas dazu im Forum, wenn Du möchtest. Vielleicht antwortet jemand. Ich habe heute das große Gewächshaus innen abgewaschen, weil sich grüne Algen angesetzt
hatten. Jetzt gibt es viel zu tun. Kommende Woche wird bei mir ein Zimmer renoviert. Das mache ich ja nun gar nicht gerne. Lach!


Liebe Grüße


Joachim



Mr.Cornflacks 03/15/2012 16:33


Hallo Mr.Noodles  Das war wirklich ein zauberhafter Tag mit den beiden +sehr lustig+WAS HABEN WIR GELACHT Ponphei war ein traumhafte
Insel+das Hotel The Vilage ist einfach BOMBASTING ICH VERMISSE ES DOCH SEHR


 


Liebe grüsse von Mr.Cornflacks

anais 03/16/2012 09:27



Hallo Mr. Cornflacks! Mit Emma und Britton hatten wir oft viel Spaß. Es wird genau so schön auf der Fahrt nach Nan Madol. Ich erlebe alles noch einmal, wenn ich darüber schreibe.


Liebe Grüße


Mr. Noodles



Archi 03/15/2012 06:26

Guten Morgen Joachim, man kann nicht viel zu deinen Reise-Berichten schreiben. Schließlich entführen sie in eine andere tolle Welt. Aber ich lese alles und freu mich sehr über die schönen Fotos.
Danke schön lg Archi

anais 03/16/2012 09:24



Hallo Archi! Ich freue mich, dass Du dir die Reiseberichte anschaust. Dazu setze ich sie auch rein. Das ist dort wirklich eine andere Welt, weil die Menschen ruhiger und gelassener leben. Das hat
uns gut getan.


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vom Tanneneck 03/15/2012 01:39


Hallo Joachim,


das war ja eine schöne Entschädigung für den beschwerlichen Tag 17. Januar. Das habt Ihr richtig gemacht und bestimmt den Tag genossen. Herrliche Bilder von der Unterwasserwelt hast Du uns
mitgebracht. Dafür danke ich Dir.


Das kauen der Betelnuss wäre nichts für mich!  


Liebe Grüße, Katharina

anais 03/16/2012 09:21



Hallo Katharina! Ich wollte Deinen netten Kommentat schon gestern abend beantworten, aber hier ging wieder gar nichts. Die Kommentare blieben stehen und gingen nicht raus. Immer wieder setzten
die Verbindungen aus. Ich war genervt. Am flottesten geht es hier bei Over-blog am frühen Vormittag. Das Schnorcheln und die herrlichen Korallen und Fische waren ein völlig neues Erlebnis für
mich. Fische zu fotografieren ist fast so schwierig wie Vögel aufzunehmen, weil sie kaum still stehen. Klar, das Betelnusskauen war nur ein Geck. Auf der Fahrt nach Nan Madol haben wir es noch
einmal gemacht.


Liebe Grüße


Joachim