Omelett mit Pfifferlingen und wilder Rauke

Veröffentlicht auf von anais

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Die ersten Pfifferlinge, die ich in diesem Sommer letzten Sonntag gesammelt habe, habe ich nicht einfach so wie immer in der Pfanne gebraten, ein Ei darübergeschlagen und verzehrt. Nein, diesmal bereitete ich sie als Auflage oder Füllung für ein Omelett zu.

Zu gebratenen Pfifferlingen kommt ja oft zum Schluss fein gewiegte Petersilie. Ich habe es einmal mit der wilden Rauke versucht, einem der edelsten Salatkräuter.

Zuerst habe ich für das Omelett einen knappen Viertelliter Milch mit Bio-Weizenmehl verrührt, ein rohes Ei hineingegeben und mit Pfeffer, Salz und einer Prise Rohrohrzucker gewürzt. Mit dem Schneebesen habe ich alles schön kremig geschlagen. Zwei Omeletts konnte ich in gutem Öl daraus braten. Ich habe sie in der Pfanne gelassen, damit sie heiß blieben.

Dann habe ich die geputzten und gewaschenen Pfifferlinge mit reichlich klein geschnittener Zwiebel und einer Zehe Knoblauch in zugedeckter Pfanne in Butter schmoren lassen. Anschließend schnitt ich eine Handvoll grüner Rauke hinein, gab saure Sahne hinzu, ließ alles noch einmal aufkochen und würzte mit etwas Pfeffer und Salz. Fertig war die Auflage. Ich hätte die saure Sahne auch weglassen und statt dessen Schinkenwürfel nehmen können. Das hätte sicherlich besser ausgesehen. Bleibt für das nächste Mal.

Auf dem flachen Teller habe ich angerichtet. Und wer da glaubt, dieses Omelett wäre kreisrund gewesen, und ich hätte die linke Ecke vorher herausgenagt, der irrt. Es war von Anfang an ein unsymmetrisches Omelett und nicht normgerecht. Die Ästheten unter den Feinschmeckern mögen mir verzeihen.

Was mit dem zweiten, wirklich kreisrunden Omelett passiert ist, bleibt mein Geheimnis.

Es hat lecker geschmeckt - nicht nur wegen der frischen Pfifferlinge sondern auch wegen der kräftigen, aromatischen Nuance der wilden Rauke. Sie ist einzigartig und jedem zu empfehlen. Ich habe sie im vergangenen Sommer ausgesät, wachsen lassen und in diesem Frühjahr die zwölf Jungpflanzen an Ort und Stelle gesetzt. Seit Mai ernte ich davon immer, wann ich möchte.

Die wilde Rauke ist ausdauernd und wohlschmeckender als die einjährige. Also - nur zu empfehlen.

 

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A

Hi Joachim


Du brauchst dich nicht zu entschuldigen.


Es gibt noch ein Leben VOR dem Internet ^^


Danke für deine Info, ich esse beides.


lg Uli
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A


Hallo Uli,


ich weiß, und vor dem Internet kommen Löwenzahn und Rauke. Lach.


Liebe Grüße


Joachim



A

Hallo Joachim


Rucola essen wir öfters. Stimmt es, dass es Löwenzahn gleich ist ? Anders gesagt: Ist Rucola Löwenzahn ?


Ich finde ihn ziemlich bitter, anderseits heilen eben diese Bitterstoffe.


lg Uli
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A


Hallo Uli,


entschuldige, dass ich heute erst antworte. Ich hatte Besuch, und wir waren viel unterwegs. Rucula heißt ja im Deutschen "Rauke". Das ist ein Kreuzblütler. Löwenzahn dagegen ist ein Korbblütler.
Die wilde Rauke hat auch ihren eigenen kräftig-würzigen Geschmack. Der Löwenzahn schmeckt anders, milder, meine ich. Bitterstoffe haben beide.


Liebe Grüße


Joachim



A

Guten Abend Joachim

Vielen Dank für dein Rezept.
Ich denke noch so viel mehr, kann es aber im Moment nicht schreiben.


lg Uli
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A


Guten Morgen Uli,


Du kannst das Omelett auch mit Champignons zubereiten. Versuche mal, Rucola zu bekommen. Das schmeckt lecker.


Übrigens: Das Brutblatt ist mächtig am Brüten. Lach.


Ich wünsche Dir ein erholsames Wochenende.


Liebe Grüße


Joachim



R

Asymetrische Omeletts mit Rauke-Pfifferlingen - mmmm, könnte eines meiner Lieblingsgerichte werden


Sehr gut


Bestens RE
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A


Hallo RE,


versuche es mal. Es lässt sich genauso gut mit Champignons zubereiten. Lass' Dir ein rundes Omellett braten, dann hast Du mehr davon.


Herzl Gruß


Joachim



K

Hallo Joachim,


da kommt mal wieder ein gutes Rezept von dem Feinschmecker. Das sieht richtig lecker aus und wie ich glaube, her es hervorragend geschmeckt. Danke für das Rezept.


Liebe Grüße, Katharina
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A


Hallo Katharina,


gerne geschehen. Mit der wilden Rauke hat das sehr gut geschmeckt. Ich wollte mal wieder ein Rezept reinstellen. Ich werde sehen, was man mit der Rauke noch machen kann.


Liebe Grüße


Joachim