Pohnpei - ein Tropenparadies

Veröffentlicht auf von anais

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Wir haben Montag, den 16. 01. 2012. Nach kurzem Schlaf wache ich um 8.30 Uhr auf. Ich bin neugierig, stehe leise auf und schaue auf eine herrliche Insellandschaft mit üppiger, tropischer Vegetation. Frank will noch eine Stunde länger schlafen. Ich mache mich frisch und schaue mir erst einmal unser Haus an. Wir haben die Nummer 13! Es steht am Hang und ist auf Pfählen gebaut nach traditioneller Art der Insulaner. Von innen blickt man in das Palmendach. Glasfenster gibt es nicht. Metallgaze schützt vor Insekten. Mücken und Moskitos gibt es auf den Inseln sowieso nur wenig. Weht ein kräftiger Wind vor einem Regenschauer, so streift er durch das Zimmer. Der große Raum ist mit einer Holzwand abgetrennt. Dahinter befinden sich Waschbecken und Dusche, einfach und schlicht. Absoluter Blickfang sind die zwei Wasserbetten, über denen die Moskitonetze hängen. Darin liegen wir wie in Himmelbetten.

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Ich mache mich auf, um das Gelände zu erkunden. Im Restaurant zeigt mir eine junge Kellnerin mit einem Fingerzeig den Weg hinunter zur Beach. Weil ich mich noch nicht auskenne, laufe ich abwärts, verfehle aber die steil nach unten führende Treppe und komme über abschüssige Pfade und Wege zu einer Bucht auf der entgegen gesetzten Seite. Das ist es nicht, was ich erwartet hatte. Inselbewohner haben sich dort niedergelassen. Hinter den Hütten quietschen Hausschweine. Am Ufer der Bucht liegen vier große Hochsee-Motorboote.

Ich laufe den steilen Hang wieder zurück und finde den Durchgang zum Hotel nicht mehr. Irgendwie drehe ich mich immer wieder im Kreise. Schon etwas konfus, frage ich Einheimische, die gerade in einem Pkw halten: Sie müssen dort unter der Brücke hindurchlaufen. Dann sind sie schon am Restaurant." Von nun an ist es leicht, den Weg zurück zu finden: Den Durchgang unter der Brücke nie verpassen!"

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Wir frühstücken am späten Vormittag. Das Angebot auf der Karte ist sehr amerikanisch. Ich esse "Scrambled Eggs mit Bacon" und trinke einen Kaffee. Mit 10 Dollar pro Frühstück müssen wir rechnen.

Am Nachmittag finden wir die richtige kleine Bucht unterhalb des hoch auf einem Hügel liegenden Hotels.

Patty, die freundliche alte Dame des Anwesens, gibt mir Wasserschuhe, uns beiden Schnorchel und erklärt mir von der Veranda aus, wo es Korallenbänke unter dem azurblau schimmerndem Wasser gibt.

Untem am Meer ist es ein langer Weg zu den Korallenbänken. Jede Menge Seegurken und brauner Tang liegen im salzigen Wasser, das am Ufer von dichten Mangroven umsäumt wird. Wir schnorcheln etwas. Ich sehe nur eine weißgelbe Pilzkoralle, ab und zu Hirschgeweikorallen und sonst nichts. Keine Fische. Vorab gesagt, wir waren an der falschen Stelle. Das soll sich die nächsten Tage ändern.

Frank ist indessen schon wieder am Ufer und diskutier mit zwei jungen Leuten. Ich beobachte das von weitem und wate an den Strand zurück. Emma und Britton sind es, das lustige Paar. Sie kommen aus Toronto, Kanada. Emma ist Rechtsanwältin für sozial Schwache, und Britton ist ein bekannter Musiker.

Mit ihnen verabreden wir uns am Nachmittag für eine gemeinsame Inseltour mit einem gemieteten Pkw. Und das wird ein tolles Erlebnis!

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Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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Katharina vom Tanneneck 03/10/2012 00:13


Hallo Joachim,


ist das schön, ein richtige Tropenparadies und sicher auch sehr heiß und schwül. Die Häuser sehen ja recht abenteuerlich aus aber sie passen einfach gut zu dem Paradies. Eure Betten dagegen sehen
recht bequem aus.  


Ja, bisher hat mir die Reise sehr gut gefallen.


Schönes Wochenende und liebe Grüße!


Katharina

anais 03/11/2012 08:34



Hallo Katharina! Mich freut, dass Dir der Reisebericht bisher gefallen hat. Wir hatten immer um die 30 Grad C, und es regnete immer wieder mal wie aus Gießkannen. Es war immer schwülwarm.


Solche Wasserbetten sind bequem. aber für den, der nichts am Rücken hat. Ich schlafe besser auf harter Unterlage.


Liebe Grüße


Joachim



Archi 03/09/2012 22:12

Hallo Joachim Es ist alles so natürlich und unberührt. Es tut gut, dass du einen Reisebericht bloggst. Man möchte manchmal nur Schönes genießen, nicht weinen. lg Archi

anais 03/11/2012 08:50



Hallo Archi! Wegen der Unberührtheit hat Frank auch diese Inseln für die Reise ausgesucht. Es gibt dort nur wenige fremde Touristen, meistens Taucher. Weil es so schön war, werde ich auch
weiterhin darüber berichten, damit Du dich darüber freuen kannst. Aus Freude weinen tut auch gut.


Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!


Joachim



Pitti 03/09/2012 13:11


Da konntet Ihr aber schön Verstecken spielen.Ein richtig kleiner Urwald.


Was war mit Strom aus der Steckdose?


Lg Pitti