"Restrisiko" gibt uns den Rest!

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Heute, um 18.00 Uhr versammelten sich wieder Lychener Bürger zur Anti-Atom-Mahnwache auf dem Marktplatz. Kerzen wurden angezündet, und Info-Material lag für alle Teilnehmer zum Lesen bereit.

Thomas Held, Leiter des Hauses Vogelgesang, informierte in einem Überblick über die Anti-Atom-Bewegung dieser Tage, die heute an wahrscheinlich 670 Orten in Deutschland den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie von der Bundesrepublik fordert.

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 Verantwortungsbewusste, engagierte Lychener sind dabei! Viele haben die Stromanbieter gewechselt und kaufen ihren Strom bei Ökostromanbietern. Das können alle tun! Wir geben unser Geld nicht den Energieriesen, die mit der gefährlichen Atomenergie Riesengewinne machen. Die Frage wurde deshalb mehrfach gestellt, von welchem Energielieferanten die Lychener Stadtverwaltung den Strom beziehe. Als Erholungsort mit umweltfreundlichem Energiekonzept sollte auch sie mit Ökostrom arbeiten, falls sie das nicht bereits tut.

Im regen Gedankenaustausch warnten z. B. Mitglieder des Osteuropa-Vereins vor den Spätfolgen eines Atomgaus, weil sie in ihren solidarischen Hilfsaktionen u. a. auch Opfer der Tschernobyl-Katastrophe betreuen.

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Marion de Lamotte hatte vor Jahren bereits, als sie den zum Glück nicht ans Netz gegangenen Atomreaktor in Jülich besichtigte, die Meinung von Atomspezialisten gehört, die alle davor gewarnt hatten, die Kernspaltung für die Ernergiegewinnung zu nutzen, weil sie letzten Endes unkonrollierbar ist. Ein "Restrisiko" besteht immer.

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Sehr treffend bemerkte dazu der Landtagsabgeordnete der Linken Torsten Krause: "Das Restrisiko gibt uns allen im Ernstfall den Rest". Die Brandenburgische Landesregierung werde gegen die Laufzeitverlängerung im Bundesrat stimmen. Auch gäbe es bereits Verhandlungen mit Polen, das als unser Nachbarland Atomreaktoren errichten will und damit das "Restrisiko" in unmittelbarer Nähe erhöht.

Ich selbst habe daran erinnert, dass am kommenden Sonnabend die Großdemo in Berlin stattfindet. Für die Lychener ist das nicht weit, und jeder, der Willens ist, kann daran teilnehmen. Ich fahre hin!

Weitere Anti-Atom-Mahnwachen werden auch zukünftig in Lychen stattfinden, und wir hoffen, dass jedesmal mehr Leute daran teilnehmen.

Es geht nicht nur um uns persönlich sondern vor allem um zukünftige Generationen und um diesen hier, der gerade das "Restrisiko" symbolisch auspustet.  

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Veröffentlicht in Kritische Meinungen

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Reinhold.Einloft 03/22/2011 13:33



Hat auch was Gutes, der ganze Mist. Denn Solidarität ist schön und wichtig. Einfach so. Und mit Inhalt noch mehr. Die, die ähnlich denken, müssten sich viel öfters treffen.


Schön, dass ihr das macht


Grüße aus Spanien


RE



anais 03/23/2011 17:41



Hallo RE! Schön, dass du mir mit Deinem Kommentar Mut machst. Vielen Dank! Ich werde am Sonnabend an der Großdemo in Berlin teilnehmen. Ich hoffe, dass da Tausende zusammenkommen und ihre Stimmen
gegen die Atomgefahr laut hören lassen!


Liebe Grüße


Joachim



Katharina vomTanneneck 03/22/2011 00:26



Hallo Joachim, das ist sehr lobenswert! Überall finden jetzt solche Veranstaltungen statt, teilweise sogar jeden Montag. Wäre es Fred besser gegangen, wären wir auch dabei gewesen. Nächsten
Montag ist aber wieder eine Anti Atom Demo. Da werden wir wohl dabei sein. Es ist wichtig, dass viele Menschen hingehen. Ein Restrisiko besteht immer! Klar, wir hatten bis jetzt einfach Glück
aber das kann sich schnell ändern. Wir wollen es nicht aber wie oft wurden uns schon Störfälle verschwiegen! Hoffen wir mal das Beste und einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie.


Liebe Grüße, Katharina



anais 03/23/2011 17:39



Hallo Katharina! Finde ich gut, dass Ihr Euch auch gegen die Atomgefahr engagiert. Etwas können wir alle tun. Ich werde am Sonnabend zur Großdemo nach Berlin, zum Potsdamer Platz fahren. Wird
wieder etwas anstrengend sein, aber ich mache es!


Liebe Grüße


Joachim