Schwedter schenkt klaren Wein ein

Veröffentlicht auf von anais

Jetzt hat mir mal ein Schwedter seine Meinung zur kürzlichen gescheiterten Landratsstichwahl mitgeteilt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, weil ich jetzt die Haltung vieler Schwedter verstehen kann. Wenn Schwedt als bedeutende Industriestadt unserer Region bisher durch die maßgeblichen Politiker des Landkreises zu wenig beachtet und in der Entwicklung vernachlässigt worden ist, und die bisherigen Wahlkandidaten eventuell nichts Besseres verheißen, so muss man sich über die Wahlabstinenz nicht wundern. Ähnliche Diskussionen so wie ich mich erinnere - gab es bereits kurz nach der Bildung des Landkreises Uckermark. Offensichtlich hat sich daran nicht viel geändert. Die Wirtschaftsinteressen sind in den einzelnen Teilgebieten sicherlich sehr unterschiedlich, und den Politikern des Landkreises ist es bisher nicht gelungen, alle gerecht zu berücksichtigen und echte Prioritäten zu setzen.
Mich verwundert nur, dass z. B. Roland Resch auf unserem Treffen mit ihm im Lychener Seniorenklub Schwedt sehr wohl in den Vordergrund gerückt hat und meinte, die Stadt hätte gut von den Fördermitteln, auf die er Einfluss hat, profitiert.
Für den Kreistag sollte es jetzt Aufgabe sein, in dieser Angelegenheit einmal Klarheit zu schaffen und die Bedürfnisse unserer unterschiedlichen Teilregionen richtig zu beurteilen.
Ich empfehle, den sehr aufschlussreichen Kommentar unter meinem Artikel  Wieder kein Landrat zu lesen, denn in unser hiesigen Tagespresse habe ich eine solche Kommentierung noch nicht entdeckt. Deshalb hier auch den unter diesem Artikel stehenden Kommentar lesen!
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Schwedtportal 03/25/2010 12:38


Ich habe diese Woche durch 2 Leserbriefe in der hiesigen Presse die Bestätigungen für meine hier getätigten Aussagen bekommen.
Wenigstens haben die gescheiterten Parteikandidaten aufgegeben. Schmitz wird ohne Chance sein und Roland Resch wird, dem neuen vermeintlichen SPD-Kandidaten kein ebenbürtiger Gegner sein. Hier nachzulesen !


anais 03/26/2010 18:32


Da wird Dietmar Schulze wohl sehr gute Chancen haben, wenn er dazu noch die Unterstützung der CDU-Fraktion erhalten sollte. Als Landwirt hat er sicherlich die Sympathie der Bauern. Übrigens ist ja
nun Schwedt in der neuen Ausschreibung als dynamischer Industriestandort besonders erwähnt. Es wird spannend. Vielen Dank für den Link!
Herzl Gruß
Joachim


Margot 03/19/2010 20:58


Da hast du ja eine Lawine losgetreten! Über die Situation in Schwedt bin ich nicht informiert, dazu kann ich mich nicht äußern, aber toll, wie hier eine Diskussion in Gang gekommen ist über ein
wichtiges Thema.
Liebe Grüße von Margot


anais 03/19/2010 21:12


Hallo Margot! Ja, das habe ich nicht erwartet. Und die Diskussion geht jetzt noch weiter. ein kluger, kritischer und interessanter Blogger. Ich danke Dir!
Liebe Grüße
Joachim


Katharina vom Tanneneck 03/19/2010 00:04


Ja, Regine Hildebrandt hat eine große Lücke hinterlassen! Solche Politiker brauchen wir, die das Herz am rechten Fleck haben und für das Volk entscheiden. Ich vermisse sie und ich mochte sie!
Liebe Grüße,
Katharina


anais 03/19/2010 09:13


Solche volksverbundenen Politiker werden wohl in dieser zunehmend manirierten Gesellschaft immer rarer werden. Da müsste eine neue Werteorientierung in der Führung der Gesellschaft erfolgen. Und -
Regine Hildebrandt hatte es ja gegenüber den saturierten Herren manchmal nicht leicht (Z. B. Verhältnis zu Schönbohm). Aber sie hat sich nichts daraus gemacht.
Liebe Grüße
Joachim


Schwedtportal 03/18/2010 21:25


Wohl war! Aber welcher beherzte Mensch soll sich diesem Intriegentum aussetzen. Einer, der den gewissen Intelligenzquotienten aufweist tut sich das nicht an.


anais 03/19/2010 09:56


Ja, da bleibt wohl nur übrig, in freier Meinung zu kommentieren und sich nicht täuschen zu lassen. Dafür ist dieser gedankliche Austausch sehr gut.
Liebe Grüße
Joachim


Katharina vom Tanneneck 03/18/2010 01:55


So sieht es doch überall aus im ganzen Land. Wo Bürger nur noch Wählerstimmen sind, bleiben sie fern. Wie sonst können wir uns wehren? Es wird Politik gemacht vom Schreibtisch. Was wirklich abgeht
weiß doch kein Politiker und die meisten interessiert das auch nicht. Das ist unser Untergang! Wozu brauchen wir Parteien? Es geschieht immer alles ... in Namen der deutschen Volkes ... und das
stimmt schon lange nicht mehr! Das deutsche Volk will etwas ganz anderes. Gerechtigkeit!
Liebe Grüße,
Katharina


anais 03/18/2010 20:18


Wir hatten bisher hier in Brandenburg nur wenige Politiker mit Charisma und Herz auf dem richtigen Fleck. Ich erinnere mich da an Regine Hildebrandt, die viel zu früh gestorben ist. Im Landkreis
Uckermark finden solche Kandidaten höchstens in ihrem näheren Umfeld Von der Bevölkerung Unterstützung. Und -Gerechtigkeit wird es in der neoliberalen Marktwirtschaft - Ellenbogengesellschaft
- wohl nicht geben.
Liebe Grüße
Joachim


Schwedtportal 03/17/2010 11:44


Hallo,

ich möchte betonen, daß es in meinem Artikel nicht um die bloße Bereitstellung von Fördermitteln für die Stadt Schwedt geht, sondern eher um solche Dinge wie das Abziehen von Behörden
(KFZ-Meldestelle), ständiger Druck auf andere Behörden vor Ort wie das Jugendamt und andere. Unter Benthin hat der Landkreis für das erste Minus im Stadthaushalt gesorgt, als er ca. 10 Mio DM für
das Jugendamt in Schwedt, zweckgebunden bereitgestellt vom Land, an die Stadt Schwedt nicht weitergegeben hat. Anschließend führte man noch eine monatelange Streitdiskussion mit der Stadt und dem
Land und verweigerte sich völlig. Das Resultat - die Stadt Schwedt gab das Jugendamt und die Obhut über die Schulen an den Landkreis unwillig ab.
Ähnlich verlief die Diskussion um eine finanzielle Beteiligung des Landkreises an der Schwedter Musik- und Kunstschule. Während andere Städte ihren Zuschuß bekommen, sollte Schwedt keinen erhalten,
obwohl die Anzahl der hier aus dem Umkreis lernender Schüler enorm ist. Folge - drastische Beitragsanhebung für Schüler aus dem Umland.
Diese Liste kann man noch weiterführen und das haben die Bürger hier nicht vergessen. Die bisherigen Landräte hielten es nicht nur in Schwedt, sondern auch anderswo in der Uckermark nicht für
nötig, in einen Disput mit Regionen und der Bevölkerung und deren spezifischen Besonderheiten einzutreten. Nur wenn es etwas zu "beweihräuchern" gibt, waren die politischen Spitzen, des Kreises zu
sehen. Selten fragte einer nach Problemen der Bürger, sondern beschäftigt sich nur mit seinen eigenen, selbst verursachten (siehe Haushaltsdefizit). Typisches Zeichen, Schmitz Kandidatur ohne
Werbetour, auf den Amtsbonus hoffend. Die selbe unbefriedigende, zögerliche Art wie bei seiner bisherigen Arbeit als Landrat. Entweder unfähig oder anmaßend. Und Resch tauchte hier irgendwann in
der Presse auf wie ein UFO, ohne daß ihn irgend jemand zu Gesicht bekam oder wirklich zuordnen konnte. Seine Präsenz im Ostuckermärkischen konnte man an einer Hand abzählen. Dazu brauchte es nur 2
oder 3 Finger. Und dann erschien hier noch eine Anzeige von seinen Unterstützern, die in der Stadt Schwedt der "grünen Fraktion" zugeordnet werden muß. Das Theater um den Nationalpark hat bis heute
offene Wunden bei allen Beteiligten hinterlassen.
Was erwartet man da vom Wähler ? Einfach zu viel. Ein Kandidat für einen Landratsposten muß doch schon vorher präsent sein. Das meine ich nicht nur physisch. Der Wähler erwartet klare Wort wie
beispielsweise "... keine neuen Windkraftfelder...", Kostensenkung des Haushaltsdefizits durch Abgabe des Grundsicherungsamtes u.s.w. Was von den Kandidaten kommt ist Larifari und sagt so gut wie
jeder ("..ich kümmere mich um Arbeitsplätze.." Wie denn?). Keiner grenzt sich wirklich vom anderen ab und bleibt somit ohne Gesicht.

MfG


anais 03/17/2010 22:28


Das sind sehr konkrete Argumente. Und ich hoffe, dass der Kreistag darüber gründlich diskutiert. An der Situation muss sich etwas ändern. Ich danke Dir für den ausführlichen Kommentar.
Liebe Grüße
Joachim